Der Weg des Schwertes

Anime/Manga: Detektiv Conan
Bemerkung: Pairing: Heiji / Kazuha
Kapitel: 6
Disclaimer: “Detektiv Conan” gehört mir nicht, sondern Gôshô Aoyama. Aber die Handlung wurde von mir erfunden.

Kapitel 01 – Vereinsturnier

“Shinichi, Shinichi wach auf!” Verschlafen rieb sich der angesprochene die Augen. “Wir sind jeden Augenblick in Osaka und du schläfst seelenruhig!” Shinichi streckte sich auf seinem Sitz und gähnte herzhaft. “Warum bist du eigentlich so aufgeregt, meine Kleine? Wenn einer von uns beiden wach ist, reicht’s doch.” Ran schaute ihn finster an. “Schön, und was hättest du gemacht, wenn ich auch geschlafen hätte?” Shinichi wandte sich seiner Freundin zu und gab ihr einen leichten Kuss. “Dann, meine Liebe, wäre ich schon irgendwie wach geworden.” Noch bevor Ran etwas darauf sagen konnte, lief der Zug mit quietschenden Bremsen in Osaka ein. Der Meisterdetektiv aus Tokyo sprang von seinem Sitz und angelte ihr Gepäck von der Ablage. Zusammen mit Ran trat er dann auf den Bahnhof.

“Hey! Ran, Shinichi! Hier drüben!” Wer da auf die beiden winkend zugelaufen kam, war Kazuha Toyama. “Hallo, Kazuha.”, rief Ran ihr entgegen und umarmte die Freundin. Auch Shinichi gesellte sich dazu und ließ sich umarmen. “Wo hast du denn Heiji gelassen, habt ihr euch wieder gestritten? Ich dachte, ” Das Mädchen mit den schwarzen Haaren strahlte ihn an und schüttelte den Kopf. “Nein, nein, wir haben uns nicht gestritten. Heiji ist noch beim Training, wenn wir uns beeilen, könnt ihr vielleicht noch ein wenig was sehen, sie machen heute eine Art kleines Turnier untereinander, deshalb dauert es länger, als Heiji zuerst dachte.” Shinichi verstand noch nicht richtig. “Und, wieso ist dieses Turnier so wichtig? Ich dachte, wir wollten einfach ein schönes Wochenende verbringen und ich …” “Shinichi! Du kannst ruhig auch einmal schauen, was andere machen, es gibt halt nicht nur Fußball auf der Welt!”, wies Ran ihn zurecht. ,Ja schon, aber mir wär nen Fußballspiel lieber als irgendwelche altmodischen Schwertkämpfe.’ “Du wirst sehen, wenn man daneben steht, ist es ebenso spannend wie anderer Sport. Wenn ihr wollt, könnt ihr aber auch in der Stadt warten, denn ich werde auf jeden Fall zurückgehen. “Nein, nein Kazuha, wir kommen mit, nicht wahr, mein Schatz?” ,Kann ich da noch nein sagen?’ “Ja, ja, schon gut, aber worum geht es denn nun bei diesem Turnier?” Während sie sich auf den Weg zur Sporthalle machten, erzählte ihnen Kazuha mehr. “Nun, wie ihr vielleicht wisst, ist Heijis Mutter Lehrerin für Kendo und sie war natürlich sehr daran interessiert, dass ihr Sohn es ebenfalls lernt. Bei diesem – ich nenne es mal Vereinsturnier – soll vor allem die Reihenfolge der Kämpfer in der Rangliste für die nächste Saison festgelegt werden. Da Heiji natürlich nicht irgendwo in der letzten Reihe stehen will, macht er mit. Außerdem dürfen die ersten beiden dann für Osaka zum Kendo-Wettkampf anlässlich des Tempelfestes des Hachiman-Schreins. Eigentlich ist dieses Turnier immer späer, aber da dieses Jahr halt aus Osaka zwei Wettkämpfer nach Tokyo dürfen, hat man es vorverlegt…”

“Hier ist es. Kommt, wir legen die Taschen in den Clubraum. Keine Sorge, es gibt für jede Gruppe einen kleinen Raum und in diesem ist Heiji ebenfalls. Alle anderen haben dazu keinen Schlüssel.” So hatte Kazuha die Fragen ihrer Freunde bereits beantwortet, bevor diese sie gestellt hatten. Als der Raum wieder abgesperrt war, gingen sie in die Halle, dort wurde bereits kräftig geübt. In der Mitte war ein Bereich abgegrenzt, auf dem gekämpft wurde, auf den verbleibenden Seitenstreifen übten nervöse Schüler noch einige Techniken. Kazuha hielt sofort auf die Wettkampfsfläche zu. “Masao, hast du Heiji irgendwo gesehen?” Ein Junge mit einem weißen Tuch um den Kopf drehte sich zu ihr um. “Ah, da bist du ja wieder. Wer ist das denn?” Verdutzt deutete er auf Ran und Shinichi. “Das sind Freunde aus Tokyo. Was ist nun mit Heiji?” Masao schaute Shinichi und Ran noch einen Augenblick an, sah dann Kazuhas fragenden Gesichtsausdruck und deutete auf die zwei Kämpfer. “Sie haben vor zwei Minuten angefangen. Hiroshi hat ziemlich schlechte Chancen, wenn ich das mal so sagen darf.” “Gut.” “Das du das gut findest, bezweifle ich nicht, aber ich darf mir heute Abend bestimmt wieder sein Gejammer anhören.” Kazuha wollte noch etwas darauf sagen, doch schon zog Ran sie nach hinten. “Sag mal, wer ist dieser Junge?” “Oh, Verzeihung. Masao ist ein Klassenkamerad von Heiji und mir. Hiroshi ist sein Zwillingsbruder und ziemlich ehrgeizig, deshalb ist er halt oft deprimiert, wenn er geschlagen wird. Das dort drüben”, sie deutete auf einen Jungen mit etwa schulterlangem dunklen Haar, “ist übrigens Naoki, er ist praktisch Heijis stärkster Rivale, aber sonst ganz ok. Es würde mich nicht wundern, wenn die beiden am Ende nach Tokyo zum Wettkampf dürften.” “Ich muss mal sagen, diese Rüstungen sehen ganz schön unbequem aus und auch sonst stell ich es mir nicht so ungefährlich vor.” “Es ist natürlich nicht ganz ungefährlich und das weiß jeder hier. Es sind aber nur bestimmte Arten von Schlägen erlaubt, wodurch das Verletzungsrisiko etwas sinkt.” “Fußball ist trotzdem besser.” So beendete Shinichi seine Diskussion mit Kazuha, er wollte nicht noch mehr Einzelheiten über diesen Kampfsport hören, es reichte schon, dass er hier war und es sich anschauen musste, auch wenn Heiji ein guter Freund, wenn nicht sein bester Freund, war. Er verlangte ja auch von ihm nicht, sich für Fußball zu begeistern.

“Stop! Die Zeit ist um, der Sieg geht an Hattori Heiji.”, ertönte die kräftige Stimme eines Mannes. Neben ihm hockte ein kleiner Junge und pinselte eifrig das Ergebnis auf. Beide Kämpfer begaben sich zu ihrem Trainer, dieser wies sie nun auf einige Fehler hin und gab Verbesserungsvorschläge und Hinweise. Während des Gesprächs nahmen die beiden den Gesichtsschutz ab und nun konnten auch Shinichi und Ran erkennen, welcher der beiden Heiji war. Nach nicht einmal einer Minute traten die beiden zur Seite. Heiji blickte sich kurz um, als er seine Freunde erkannte, grinste er und kam zu ihnen hinüber. “Na, seid ihr schon lange hier?” Er legte den Gesichtsschutz samt Tuch auf den Boden und umarmte seine Freunde zur Begrüßung. “Hey, und was ist mit mir?” “Dich hab ich heute doch schon gesehen, Kleine.” Bevor sich Kazuha weiter beschweren konnte, hatte Heiji ihr schon einen Kuss auf die Wange gedrückt, Kazuha grinste. “Weißt du schon, wie lange du noch bleiben musst? Nicht, das sich Ran und Shinichi hier langweilen.” “Also eigentlich müsste das mein letzter Kampf gewesen sein, wenn ich mich nicht irre. Wartet einen Augenblick, dann geh ich schnell fragen.” Schon hatte er sich wieder auf dem Weg zu seinem Trainer gemacht, der aufmerksam das Treiben vor seinen Augen verfolgte und war in kürzester Zeit auch wieder zurück. “Also er meinte, theoretisch könnte ich nach Hause gehen, würde dann halt den Ausgang erst später erfahren, aber damit kann ich leben.” “Gut, ich dachte schon, du willst uns ewig warten lassen.” “Shinichi!” “Ach, lass gut sein, Ran, Kendo ist nicht jedermanns Sache. Mein Dad kommt auch nur dann zu einem der Wettkämpfe, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wartet ihr drei bis ich mich umgezogen habe?” “Natürlich, was dachtest du denn? Das Wetter ist schön, ich denke, wir werden draußen warten, oder?” Einstimmiges Nicken befürwortete Kazuhas Vorschlag und Heiji verschwand in der Umkleide.

“Hier sind auch Bänke, da können wir uns setzen.” “So lange wird das doch wohl nicht dauern, oder?” Shinichi schaute verwirrt auf die Mädchen, die bereits auf der Bank Platz genommen hatten. “Öhm – aus dieser Tracht rauskriechen, duschen etc. dauert schon mal ein wenig, aber egal, wenn du unbedingt stehen möchtest.” Shinichi blieb trotzig stehen. ,Das kann doch nicht wirklich so lange dauern, oder?’ Doch Heiji kam tatsächlich erst nach ca. 20 Minuten aus der Halle und zusammen machten sie sich dann auf den Weg zu den Hattoris.

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