Geschäftstüchtig?

oder haben die Leute einfach nur Mitleid mit mir? ^^’ Heute war wieder der alljährliche Großtausch in meiner Heimatstadt. Das ist eine Sammlerbörse hauptsächlich für Numismatiker (Münzen) und Philatelisten (Briefmarken). Rings herum gibts natürlich noch andere Sachen.

Zu diesem Anlass bin ich immer daheim. Ich helfe beim Ein- und Ausräumen und verbringe den Tag vor Ort mit meinem Opa (Numismatiker). Leider konnte mein Opa aus gesundheitlichen Gründen heute nicht und hat mir mit Preisschildern versehen ein paar seiner Sachen mitgegeben, die ich verkaufen konnte.

buchstuetze

Ich weiß nicht ob aus Mitleid oder ob generell mehr los war, aber ich konnte gut verkaufen. Endlich bin ich auch meine 4 alten, nicht mehr allzu guten 10-DM-Münzen losgeworden – für das gleiche Geld habe ich mir dann 3 neue, noch eingeschweißte gekauft. Das Geld, dass wir für den Arbeitseinsatz bekommen haben, hab ich dann in ein Paar alter Buchstützen investiert. Mal sehen, mein Opa will sie sich mal anschauen, vielleicht kann er da noch was machen. Das Holz ist schon ein wenig mitgenommen, aber der Globus, der im Winkel bei beiden angebracht ist, hat mir einfach so gut gefallen.

Schlussendlich habe ich über 100 alte Postkarten verkauft, viel altes, gebrauchtes Kleingeld aus Russland und anderen Staaten und auch ein paar Gedenkmünzen. Und da mein Opa mit mir Halbe/Halbe gemacht hat, habe ich an dem Wochenende trotzdem noch plus gemacht, obwohl ich mir was gekauft habe. ^^’ *yay*

Erinnerungen wiederentdecken

mmchen

Als meine Zeit in den Weiten des Internets begann, musste ich noch den Rechner meines Vatis nutzen. Nie mehr als eine Stunde am Tag durfte ich da ins Internet, diese Welt, die mich so faszinierte, mit ihren bunten Bildern und Geschichten, die man finden konnte. Manchmal druckte ich sie auch aus, die Geschichten, um sie später in Ruhe lesen zu können.

So auch die Geschichte vom Kreis der blauen Steine. Gerade räumte ich noch ein wenig meinen Schrank auf (und aus) und entdeckte dabei den Ausdruck der Geschichten, deren Autor “MMchen” ist. Eine URL habe ich nicht vermerkt. Doch siehe da, die Seiten existieren noch und sie sind fast wie in meiner Erinnerung. Vielleicht nicht auf dem neuesten Stand des Web 2.0, doch es ist nicht die Technik, die diese Seiten ausmacht, sondern vielmehr die Liebe zur Geschichte und der Wunsch, den Besucher in eine ganz andere Welt zu holen.

Ich erinnere mich, dass mich dieses vorgehen so sehr fasziniert hatte, dass ich selbst Ideen schmiedete, wie ich ein solches Konzept umsetzen könnte. Doch weit kam ich nie. Und nun, nun kann ich die Seiten neu entdecken. Seiten, die das erste Mal 1997 den Weg ins Netz fanden. Schon sehr erstaunlich – und erfreulich. :)

Geht ins Licht!

Link: mmchen.de

Der Dreck der anderen

Jeden Tag haste ich durch den Treppenflur hinaus aus der quietschenden Tür an die frische Luft und zu späterem Zeitpunkt zurück. Vorbei an dem Müll, der sich im Vorflur und auch im Gang stapelt. Die leeren Flaschen von der Silvesterparty, die noch immer rumliegen und für die sich keiner verantwortlich fühlt. Ebenso wie die kaputte Schublade und der Müllbeutel aus der Küche, den die Putzfrau immer wieder neben meine Tür – also die Wand gegenüber der Küche -legt.

Über die Flaschen ärgere ich mich jeden Tag, doch den Dreck an den Wänden des Hausflurs sehe ich oft nicht mehr. Diese Fußabdrücke, wo jemand gegengesprungen ist, der allgemeine Dreck, die an die Wand geklierten Etagennummern. All das, rauscht normalerweise an mir vorbei.

Doch als ich gestern, nach Stadtführung und Abendbrot meinen Cousin samt Familie hinauf führte, fiel mir dies alles so intensiv auf, dass ich mich fast dafür schämte, obwohl ich nie gegen die Wand gesprungen bin, die Zahlen nicht an die Wand gekritzelt habe und meinen Müll allein in meinem Zimmer sammle und hinaustrage.

Schon irgendwie ein wenig frustrierend. Gut, dass Lilo am Ende die Aufmerksamkeit ein wenig auf sich ziehen konnte. Und wie das mit Kindern so ist, verkündete die ältere Tochter (2. Klasse) ihrer Mama, dass sie auch einen Hamster haben will. Meine Beschwichtigung, dass der nicht zu knuddeln sondern vielmehr zum zugucken sei, sorgte da ein wenig für Enttäuschung…

Nungut. Noch gut einen Monat und dann gibt es mehr als nur einen Tapetenwechsel – denn dann gehts nach Hannover. (Brauch ich nur noch ein Zimmer…)

Mit den kleinen Aufgaben beginnen

Am Morgen erwache ich in einer weißen Welt, die die Sonne über den Tag in ein Feld aus grau und Matsch verwandelt. Es ist kalt und der Wind bläßt mir ins, wenn ich das Haus verlasse. Es ist Winter.

Doch das Ende ist in Sicht. Es wird morgens früher Hell, während ich noch vor einem Monat meist erst gegen 9 Uhr den Weg aus meinem kuschligen Bett gefunden habe, so habe ich derzeitig kaum Probleme, um 8 Uhr aufzustehen. Manchmal bin ich auch schon vorher wach – denn es lacht mich vielleicht nicht immer die Sonne an, doch immerhin wird es früher hell.

Bei all dem Grau fällt es mir schwer, mich zur Arbeit zu motivieren und ich muss mir schon gut zureden, um die Großen Aufgaben zu packen. Doch gestern war vor allem ein Tag der kleinen Aufgaben. Unterschrift einholen, Stundenzettel abgeben, Hamster sauber machen, Staub wischen, endlich die längst abgeschlossene Arbeit für Typo und Illustration abgeben, meine Abrechnung für Januar gemacht und eingekauft.

Solche kleinen Aufgaben sind schnell erledigt und motivieren für den Tag. Vielleicht ist es sinnvoller, den Tag mit solchen kleinen Aufgaben zu beginnen, um sagen zu können, “du hast heut schon viel geschafft, dann packst du das jetzt auch noch”. So hab ich mich heute als erstes mit meiner angehenden Nachfolgerin für meinen Hiwi-Job getroffen, den Glasmüll weggebracht, mich endlich wegen meiner nicht mehr zu bedruckenden Karte (Studentenausweis) beschwert und auch sofort eine neue bekommen und beim Personaldezernat die Briefe für die Rentenversicherung abgeholt, die nachweisen, dass ich gearbeitet habe.

Nun fehlt noch das Staub wischen, ein paar Sachen ins Auto, eine wichtige Mail schreiben, Mittag und abwaschen. Und dann? Dann könnte die große Aufgabe folgen, aber heute steht dann doch etwas angenehmeres auf dem Plan: Ich werde meinem Cousin und seiner Familie am Nachmittag ein wenig die Stadt zeigen – ich hoffe, es kommt nicht noch Wasser von oben hinzu – und dann wollen wir essen gehen.

Doch vielleicht sollte ich immer mit den kleinen Aufgaben beginnen und mir nicht schon am Morgen die großen Klötze in den Weg legen. Doch das wichtigste ist wohl: Einfach mal anfangen. Oft dauern auch die großen, immer weiter geschobenen Dinge am Ende gar nicht so lange, wie befürchtet…

In diesem Sinne, einen schönen Mittwoch wünsch ich euch. ^^

Buchwechsel

Es ist mal wieder so weit und mit einem Mont Zeit für ein Buch, war ich dieses Mal doch recht schnell. Durch das Studium liegen Bücher bei mir schnell mal rum.

Juwel des Ostens“, wie schon erwähnt, nicht ganz, was ich mir vorgestellt habe. Doch hat mich das Buch als solches nicht enttäuscht. War ich zwar innerlich jedes Mal enttäuscht, wenn sich Yoshiko in ihrer blinden Liebe für Japan wieder gegen ihr Glück entschieden hat, hielt mich ihr wilder Lebenswechsel doch immer wieder in Atem. Hat man sich einmal an die sehr “freizügigen” und zugleich nüchternen Beschreibungen gewöhnt, liest sich das Buch soweit auch sehr gut. Meiner Oma werde ich es wohl jedoch nicht weiterempfehlen. ^^’

Auch wenn “Der Termin” noch immer nicht zu Ende gelesen ist, werde ich mich wohl zunächst einem anderen Buch widmen, dass ich ebenfalls (wie “Juwel des Ostens”) auf Wunsch zu Weihnacht erhalten habe: “Der goldene Kompass” von Philip Pullman. Vielleicht schaff ich es dann zügig durch, bevor dann auch der zweite Teil – “das magische Messer” – in die Kinos kommt (laut imdb schon dieses Jahr – genaues Datum noch nicht bekannt)