Von frei laufenden Katzen

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Wie sollte man eigentlich eine Katze halten? Ich kenne zwei Katzen, die sind ihr ganzes Leben nur in der Wohnung, weil ihre Besitzer in Großstädten wohnen und die Katze nicht frei auf den Straßen streunen lassen wollen. Verständlich. Doch diese Katzen sind irgendwie beide eher korpulent und der eine Kater war sogar recht agressiv Fremden gegenüber.

Auf der anderen Seite sind dann die Leute, die in Häusersiedlungen in ländlicheren Regionen wohnen. Dort laufen die Katzen hin und her und kriegen nicht selten auch mal mein Nachbarn ein Leckerlie.

Doch wie schnell gewöhnt man sich dann daran!

Bei unsschaut nun das Nachbarskätzchen schon seit Jahren vorbei. Langsam aber sicher hat sie sich in unser Leben geschlichen. Erst im Garten, wenn wir gegrillt haben, dann eroberte sie sich die Küche und mitlerweile ist abgesehen von den Schlafzimmern und dem Ledersofa, das ganze Haus für sie frei.

Sie hört das Auto, wenn jemand kommt und wartet dann oft schon vor der Haustür um hineingelassen zu werden. Denn wenn niemand da ist, darf sie nicht rein. Sie brauch auch kein Katzenklo, denn sie meldet sich immer, wenn sie raus muss. Bisher ist es nur einmal passiert, dass sie in der Wohnung in einen Blumentopf gemacht hat, weil sie niemand gehört hat.

Da sind die großen Augen, mit denen sie einen morgens anschaut, wenn jemand die Tür aufgemacht hat. Das Gewicht auf der Decke, wenn sie sich dann einfach dazu gesellen will. Das vorwurfsvolle Mauzen, wenn man sie nicht in einen Raum lässt. Oder der Sprint, mit dem sie meinen Eltern morgens ins Ehebett springt, um zu signalisieren “Ich bin wach, los, ich will raus.”

An heißen Sommertagen lässt man auch die Dachfenster mal offen und erst letztens erzählte meine Ma mir eine recht lustige – für sie im ersten Moment erschreckende Geschichte. Des nachts hatte sie mehrfach ein kratzendes Geräusch gehört und wusste nicht recht, was es war. Bis in den frühen Morgenstunden die Katze auf dem Fensterbrett saß, die eigentlich am Abend vorher rausgegangen war.

Doch es gibt auch die Momente, in denen man um dieses Nachbarskätzchen (eher Katze, wenn es nach dem Alter geht) fürchtet. Wenn sie des nachts laut faucht, weil ein Kater sie bedrängt, oder das panische Mauzen, wenn danach lautes Hundebellen folgt.

Noch schlimmer ist es dann, wenn sie einmal gar nicht kommt. Nach ein paar Tagen sorgt man sich dann schon. Manches Mal war sie dann nur bei jemand anderes und hat sich verwöhnen lassen, doch einmal kam sie auch schon mit einer großen offenen Wunde am Hinterbein zurück, weil sie von einem Auto angefahren wurde.

Man hat es nicht leicht, mit solchen eigensinnigen, eher freien Katzen, die kommen und gehen, wann sie wollen. Doch man hat viele schöne Momente, die man sich wahren muss.

inspiriert von .

Fotos im Blog: 1 | 2

3 thoughts on “Von frei laufenden Katzen

  1. Ohhh, die hat aber ganz kuschliges Fell.

    Aber das mit den Katzenbesuchern kenne ich. Wir haben zu Hausen auch einen Kater, von welchen wir nicht wissen wem er gehört, und er kommt regelmäßig zu uns. Und wenn er dann mal 1-2 Tage nicht da war, macht man sich schon Gedanken.

  2. Ohja, das Fell ist wirklich kuschlig. Im Sommer sieht sie da manchmal ein wenig gerupft aus, aber im Winter, wenn das Fell dichter ist, dann ist sie total flauschig. :D

    Der Unterschied bei uns ist, dass wir wissen, wohin sie gehört, nämlich zu unserer Nachbarin. Aber die hat auch noch andere Katzen und Hunde und weiß, dass diese bei uns immer vorbei kommt.

  3. Hihi, unser Streifchen ist auch oft unterwegs und wenn er wiederkommt, riecht er manchmal ganz eigenartig. Nach Scheune, nach Fisch, nach Gras … es ist immer wieder interessant. Dann möchte man gerne wissen, wo die Katze sich wieder rumgetrieben hat. :)

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