Nachruf

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Mehr oder weniger überraschend traf mich am Montagmorgen die Diagnose: Meine kleine Lilo hat uns verlassen.

Festgestellt hat es mein Schatz, der sie mit frischem Salat beglücken wollte. Doch als sie sich nach mehrmaligem Rascheln nicht regte, war die Ursache recht schnell klar. Die kleine war friedlich eingeschlafen.

Der einzig tröstende Gedanke dabei ist, dass sie mit gut zwei Jahren (Dez 2008 – Mrz 2011) ein zwar abenteuerreiches, jedoch gesundes Leben hatte. Sie musste ihren Lebensabend nicht mit Warzen und Tumoren bestreiten, sondern konnte das letzte halbe Jahr in der großen Hamstervilla verleben, die mein Schatz einst für Pina gebaut hatte.

Ich wünsche unserer kleinen Maus alles Gute und danke ihr für die liebe Gesellschaft, die sie mir am Ende meines Studiums und während meines Starts hier in Hannover geleistet hat.

Ruhe in Frieden, kleine Lilo.

Wer nicht weiß, wer Lilo ist und was sie so alles erlebt hat, der kann hier stöbern:
Mehr über Lilo

Projekt 52: Winterwunderland

Der erste Monat ist noch nicht einmal vorüber und ich hänge bereits hinterher. Nungut, es gilt: Besser spät als nie. ;)

Das zweite Thema in diesem Jahr lautete “Winterwunderland”. Schade, dass es kam, als vom Winterzauber in Hannover nicht mehr viel zu sehen war. Statt einer Landschaft in Weiß und knirschendem Schnee unter den Schuhen gab es viel Grau und eher Glatteis, als Knirschgeräusche…

Beim Aufräumen fiel mir dann eine Werbekarte in die Hand, die wir entsorgen wollten. Sie zeigte genau dieses Winterwunderland, was man sich wohl das ganze Jahr über wünscht und nie bekommt. Da Lilo in ihrer Villa noch nie Schnee gesehen hatte, fand ich, es war höchste Zeit dies zu ändern. Nach einigem Umkippen konnte ich sie schließlich mit etwas Futter vom Stillsitzen überzeugen.

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Hamster mögen Engel

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Manchmal, wenn ich die kleine Lilo aus ihrem Käfig nehme, lasse ich sie nicht nur auf meinen Armen herumklettern, sondern gebe ihr auch die Möglichkeit, abgegrenzte Bereiche meines Zimmers zu erkundigen. Einer dieser Bereiche ist eines meiner Regalfächer. Dort gibt es nichts außer DVDs und zwei, drei Figuren. Dann schlängelt sie sich um die Figuren, schnuppert hier und schnuppert da.

Bei dem Engel muss ich dann immer aufpassen, denn den scheint sie besonders zu mögen. Oder er ist einfach besonders interessant. Zum Anbeißen eben.

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Tagesrückblick auf Hamsterart

Da die Üstra sich ja in Hannover zu einem Warnstreik entschieden hat, hatte ich mit meinem Chef besprochen, heute von zu Hause aus arbeiten. Während am Wochenende noch eher nebenbei Musik und Co läuft, war es ja heute verhältnismäßig ruhig. Schließlich will man nicht jedes Mal erschreckt die Musik ausmachen, wenn das Telefon klingelt.

Und in der Stille zwischen den allgemeinen Tippgeräuschen, hörte ich es rascheln.

Das erste mal so gegen 11.00 Uhr. Als ich langsam aufstand und mich über den Käfig beugte, sah ich etwas graues unterm Streu entlang wurschteln. In die Ecke hinterm Laufrad, stillgehalten und wieder weiter. Das würde man bei einem Menschen wohl als nächtlichen Toilettenbesuch bezeichnen.

Kaum hatte ich mich wieder hingesetzt, raschelte es wieder. Diesmal länger, denn Madam buddelte und sammelte Einstreu für das Nest. Gestern sauber gemacht muss man heute natürlich alles neu Einrichten. Das sah echt so komisch aus, wie ihr das Streu aus dem Maul guckte.

Zum Nachmittag hin traute sie sich wieder raus. Diesmal lautete die Devise: Baden! Oder besser sandeln. Da musste ich sie auch glatt mal rausnehmen.

Alles in allem bin ich doch überrascht, wie aktiv mein kleiner Hamster doch tagsüber ist. Ein ruhiger Schlaf ist wirklich was anderes, meine Liebe!

Was treibt eigentlich Lilo?

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Geräusche lenken Lilo von ihrem Buddelwahn ab. Aber nicht wirklich lange…

Nach der Aktion mit der Pappe – die ich dann entsprechend entfernt habe – kehrte in unsere kleine WG wieder ein wenig Ruhe ein. Nun war nachts primär das leise, gleichmäßige Geräusch vom Laufrad zu hören, oder wilde Buddelattacken.

Die Buddelattacken waren jedoch auch wieder ein Problem. Nachdem Lilo mehrfach ihren Wassernapf vom Häuschen gestoßen hatte, sah ich mich gezwungen, ihn genau da hinzustellen, wo ich es gern vermieden hätte: In die Streu. Lilo neigt beim Buddeln nämlich dazu, nicht darauf zu achten, wo sie eigentlich ist. Sie buddelt also alles und jeden an und schubst die Streu nicht nur in die Schale mit dem Badesand, sondern auch in den Wassernapf.

Nach der heutigen Reinigungaktion habe ich mich nun entschieden, den Boden des Klettergerüsts mit hineinzulegen. Dort habe ich nur Heu hinein getan, die Schale mit dem Badesand und den Wassernapf hineingestellt. Heu ist nicht so super zum Buddeln, als hoffe ich, dass ich nicht so bald wieder eine Minisinnflut bekämpfen muss. – Nasse Einstreu ist einfach uncool…

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Lilo sitzt unschuldig vor ihrem Häuschen. Statt dem Wassernapf steht obendrauf nun der Fressnapf. Da ist das Dilemma nicht ganz so groß, wenn der runterfliegt.