Buchtitel-Puzzle

Nun ist es an mir, ich hab es versprochen. Sari warf mir doch glatt vor einigen Tagen ein Stöckchen zu, von dem ich sagte, dass ich damit warte, bis ich zu Hause bin, damit die Auswahl größer ist.

buecherpoesie

Ziel war es, mit Hilfe von Buchtiteln ein wenig zu dichten. Nun, im Rahmen der Möglichkeiten, die einem die Buchtitel natürlich geben…

Einstein sagt
Damals war es Friedrich,
Der Trotzkopf.
Mit dir – für dich
Traumtänzerin,
Nichts als Leben;
Mir zur Bewältigung.

Zu den Büchern kurz:

Einstein sagt…” – Zitate von Albert Einstein
Damals war es Friedrich” – Ein Jugendbuch über einen jüdischen Jungen im 2. Weltkrieg, mussten wir in der Schule lesen
Der Trotzkopf” – Ebenfalls ein Jugendbuch, dass ich schon lange besitze, jedoch nie gelesen habe…
Mit dir – für dich” – Ein Buch, dass mir meine Ma ins Zimmer legte. Schon recht alt gefüllt mit Liedertexten und Gedichten.
Traumtänzerin” – Das Buch erhielt ich als Schülerin, nachdem ich mein dreiwöchiges Praktikum in der Bibliothek abgeschlossen hatte. Ich las es dann im nächsten Urlaub, an Details erinnere ich mich nicht mehr. Wie der Name vermuten lässt, geht es um ein Mädchen, dass sich in ihre Traumwelt flüchtet.
Nichts als Leben” – Zu meinem Beschämen auch noch nicht gelesen. Habe ich vor einem Jahr von einer Freundin zu Weihnachten bekommen. Es dreht sich um einen Musiker, dessen Nieren im Alter von 33 nicht mehr richtig funktionieren. Die Geschichte einer Krankheit.
Mir zur Bewältigung” – Das Erstlingswerk (Gedichte) von Michael Harbeke Junior, dem Sohn eines ehemaligen Arbeitskollegen meines Vatis.

Link zum Stöckchen

Geschäftstüchtig?

oder haben die Leute einfach nur Mitleid mit mir? ^^’ Heute war wieder der alljährliche Großtausch in meiner Heimatstadt. Das ist eine Sammlerbörse hauptsächlich für Numismatiker (Münzen) und Philatelisten (Briefmarken). Rings herum gibts natürlich noch andere Sachen.

Zu diesem Anlass bin ich immer daheim. Ich helfe beim Ein- und Ausräumen und verbringe den Tag vor Ort mit meinem Opa (Numismatiker). Leider konnte mein Opa aus gesundheitlichen Gründen heute nicht und hat mir mit Preisschildern versehen ein paar seiner Sachen mitgegeben, die ich verkaufen konnte.

buchstuetze

Ich weiß nicht ob aus Mitleid oder ob generell mehr los war, aber ich konnte gut verkaufen. Endlich bin ich auch meine 4 alten, nicht mehr allzu guten 10-DM-Münzen losgeworden – für das gleiche Geld habe ich mir dann 3 neue, noch eingeschweißte gekauft. Das Geld, dass wir für den Arbeitseinsatz bekommen haben, hab ich dann in ein Paar alter Buchstützen investiert. Mal sehen, mein Opa will sie sich mal anschauen, vielleicht kann er da noch was machen. Das Holz ist schon ein wenig mitgenommen, aber der Globus, der im Winkel bei beiden angebracht ist, hat mir einfach so gut gefallen.

Schlussendlich habe ich über 100 alte Postkarten verkauft, viel altes, gebrauchtes Kleingeld aus Russland und anderen Staaten und auch ein paar Gedenkmünzen. Und da mein Opa mit mir Halbe/Halbe gemacht hat, habe ich an dem Wochenende trotzdem noch plus gemacht, obwohl ich mir was gekauft habe. ^^’ *yay*

Lilo wird langsam handzahm

Wenn sie nicht gerade völlig aufgedreht ist, kann man sie tatsächlich schon aus dem Käfig holen. Meine kleine Lilo wird langsam handzahl. Während sie sich von Anfang an hat streicheln lassen, kann ich sie nun auch auf meine Hand setzen. Dann sitzt sie auf meiner Hand und guckt ein wenig herum. Nur ein wenig muss man dann aufpassen, dass sie nicht rückwärts hinunter fällt, wenn sie genug geguckt hat. Wenn man sie auf dem Tisch oder Teppich laufen lässt und mit den Armen das Gebiet abgrenzt, dann klettert sie auch mal vorsichtig hinüber, wenn man still hält.

Nur zu lange kann ich das nicht machen, denn dann wird sie mutig und schnell und dann kann ich sie kaum mehr einfangen. ^^’

PS: Post Nr. 500 – yay.

Erinnerungen wiederentdecken

mmchen

Als meine Zeit in den Weiten des Internets begann, musste ich noch den Rechner meines Vatis nutzen. Nie mehr als eine Stunde am Tag durfte ich da ins Internet, diese Welt, die mich so faszinierte, mit ihren bunten Bildern und Geschichten, die man finden konnte. Manchmal druckte ich sie auch aus, die Geschichten, um sie später in Ruhe lesen zu können.

So auch die Geschichte vom Kreis der blauen Steine. Gerade räumte ich noch ein wenig meinen Schrank auf (und aus) und entdeckte dabei den Ausdruck der Geschichten, deren Autor “MMchen” ist. Eine URL habe ich nicht vermerkt. Doch siehe da, die Seiten existieren noch und sie sind fast wie in meiner Erinnerung. Vielleicht nicht auf dem neuesten Stand des Web 2.0, doch es ist nicht die Technik, die diese Seiten ausmacht, sondern vielmehr die Liebe zur Geschichte und der Wunsch, den Besucher in eine ganz andere Welt zu holen.

Ich erinnere mich, dass mich dieses vorgehen so sehr fasziniert hatte, dass ich selbst Ideen schmiedete, wie ich ein solches Konzept umsetzen könnte. Doch weit kam ich nie. Und nun, nun kann ich die Seiten neu entdecken. Seiten, die das erste Mal 1997 den Weg ins Netz fanden. Schon sehr erstaunlich – und erfreulich. :)

Geht ins Licht!

Link: mmchen.de

Der Dreck der anderen

Jeden Tag haste ich durch den Treppenflur hinaus aus der quietschenden Tür an die frische Luft und zu späterem Zeitpunkt zurück. Vorbei an dem Müll, der sich im Vorflur und auch im Gang stapelt. Die leeren Flaschen von der Silvesterparty, die noch immer rumliegen und für die sich keiner verantwortlich fühlt. Ebenso wie die kaputte Schublade und der Müllbeutel aus der Küche, den die Putzfrau immer wieder neben meine Tür – also die Wand gegenüber der Küche -legt.

Über die Flaschen ärgere ich mich jeden Tag, doch den Dreck an den Wänden des Hausflurs sehe ich oft nicht mehr. Diese Fußabdrücke, wo jemand gegengesprungen ist, der allgemeine Dreck, die an die Wand geklierten Etagennummern. All das, rauscht normalerweise an mir vorbei.

Doch als ich gestern, nach Stadtführung und Abendbrot meinen Cousin samt Familie hinauf führte, fiel mir dies alles so intensiv auf, dass ich mich fast dafür schämte, obwohl ich nie gegen die Wand gesprungen bin, die Zahlen nicht an die Wand gekritzelt habe und meinen Müll allein in meinem Zimmer sammle und hinaustrage.

Schon irgendwie ein wenig frustrierend. Gut, dass Lilo am Ende die Aufmerksamkeit ein wenig auf sich ziehen konnte. Und wie das mit Kindern so ist, verkündete die ältere Tochter (2. Klasse) ihrer Mama, dass sie auch einen Hamster haben will. Meine Beschwichtigung, dass der nicht zu knuddeln sondern vielmehr zum zugucken sei, sorgte da ein wenig für Enttäuschung…

Nungut. Noch gut einen Monat und dann gibt es mehr als nur einen Tapetenwechsel – denn dann gehts nach Hannover. (Brauch ich nur noch ein Zimmer…)