Katzenbesuch

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Schon seit einer Weile hat unsere Nachbarin ein neues Kätzchen bei sich aufgenommen. Als sie es bekam, so hat meine Ma mir erzählt, hat es genau auf eine offene Hand gepasst. Es war ein wenig unterernährt, doch unsere Nachbarin hat die Kleine wieder ordentlich aufgepeppelt.

Mitlerweile ist sie schon größer und ich hab sie auch endlich zu Gesicht bekommen. So etwas süßes. Nicht mehr so sehr tapsig, aber völlig verspielt. Bei ihrem weißen Fell sieht man natürlich sofort, wenn sie wieder unter einem Auto langgekrochen ist, denn die Katzen laufen ja alle frei draußen herum. Doch ich glaube, wenn ich einmal eine Katze haben sollte, dass eine, die etwas längeres Fell hat und das sollte weiß sein. ^^

Das Gute ist, dass Puschel die Kleine, die sogar schon dreist in unsere Küche gehuscht ist, um aus Puschel Napf zu fressen, scheinbar akzeptiert. Vielleicht ist sie aber auch noch zu klein, um Revierkämpfe auszulösen. Es ist nicht das erste Mal, dass unsere Nachbarin eine neue Katze aufgenommen hat. Bei den schwarzen, die Sie vorher hatte, die jedoch irgendwann nicht mehr zurück gekommen sind, gab es ständig Kämpfe.

Aber ich holle, dass Jolly – so heißt die Kleine – ohne große Kämpfe bei uns durch den Garten spazieren kann. Denn solche Kämpfe tun mir innerlich immer so weh – auch wenn es doch irgendwo natürlich ist…

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Sonntagsfrühstück

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Was unterscheidet ein Wochenende von einem Werktag? Der erste Gedanke dürfte sein, dass man da ja frei hat und nicht arbeiten muss. Wobei das bei mir auch nur bedingt stimmt, da ich je nach anstehender Arbeit auch mal am Samstag ins Büro muss. Doch auch wenn das nicht so ist, so würde ich mit dem Begriff “frei” assoziieren, dass es gar keine Arbeit gibt.

Doch was erwartet mich am Wochenende? Eine Bachelorarbeit, über die ich grübeln muss, und Hausarbeit, die erledigt werden will. Also auch am Wochenende holt mich die Arbeit wieder ein – es ist nur andere.

Daher habe ich angefangen, mein Wochenende über das Frühstück zu definieren. In der Woche gibt es in der Regel Müsli, dass schnell nebenher, während ich kurz meine Mails abrufe, gegessen wird. Am Wochenende gönne ich mir in letzter Zeit immer getoastete Frischeiwaffeln mit selbstgemachter Marmelade meiner Eltern. Dazu einen Kakao.

Und selbst wenn ich dann an einem Samstag ins Büro muss, muss die Zeit für dieses Frühstück sein – sonst ist es kein Wochenende und der Tag scheint mir verdorben.

Wie definiert ihr euer Wochenende? Gibt es etwas besonderes, dass ihr euch am Wochenende gönnt?

Vom Tuch zum Schal

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Ich muss gestehen, die nasse, kalte Jahreszeit hat mich ein wenig überrümpelt. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meinen Wintermantel, Schuhe etc. nach meinem Geburtstag Ende September mit nach Hannover zu nehmen. Doch irgendwie war mein Auto so voll, dass mir erst zu spät auffiel, dass ich es vergessen hatte.

Schnell kamen die nassen Tage, wo es schon morgens regnete und sich das Wasser auf den Gehwegen sammelte. Da ich doch eine kleine Strecke von zu Hause zur Straßenbahn zurückzulegen habe, saß ich nicht nur einmal mit nassen Schuhen in der Bahn. Doch noch viel schlimmer. Da die Sohle schon so abgetreten war, stand das Wasser auch sehr schnell in den Schuhen und durchweichte mir die Socken. Die Kälte zog sich dann schnell durch meinen ganzen Körper und es ist wohl nicht verwunderlich, dass ich nun schon eine Weile durch die Gegend “schniefe”.

Doch ich hatte Glück, denn diesen Montag war mein Paps dienstlich in Hannover und er brachte mir meinen ersehnten Mantel und die noch mehr herbeigefieberten Schuhe. Meine Stiefel und meine, wie ich sie oft nannte, “Wanderschuhe” – nicht hübsch, aber warm – die ich mir während meiner Studienzeit in Wernigerode kaufte.

Diese Schuhe sorgen beim Laufen für einen warmen Fuß und ich war schon recht zufrieden. Doch erst zu spät fiel mir ein, dass auch Schal und Handschuhe – vor allem aber der Schal – ganz nützlich wären. In Ermangelung meiner kuschligen Schals griff ich zu einem Seidentuch, dass mir mein Mitbewohner von einer Dienstreise auch China mitgebracht hatte. Doch so ein Seidentuch, das hält nunmal nicht warm. Und so begann ich mich nach einem Schal umzusehen, auch wenn es wohl fraglich ist, warum der Mensch vier verschiedene Schals benötigt… (Fazit: Bitte keinen Schal zu Weihnachten. ;) )

New Yorker vs. H&M

Beim ersten Mal hatte ich mich nur umgesehen und viele gesehen, dir mir nicht gefielen. Entweder von der Farbe, vom Muster oder vom Stoff. Ich hatte eine recht klare Vorstellung davon, wie der Schal sein sollte. Sehr lang, von eher dünnem Stoff, weich und weiß. Die ersten drei Faktoren beruhten auf Erfahrungen, die ich bereits mit einem roten Schal gemacht habe, der immer kuschlig und warm ist. Weiß sollte er sein, damit er zu meiner Mütze passt. (Die ich komischer Weise den ganzen Sommer über in Hannover hatte.)

Im New Yorker hatte ich bereits einen Schal gesehen, der diese Kriterien erfüllte. Doch bei 7,95 EUR wollte ich doch erstmal schauen, wie der Preis so bei der Konkurrenz lag. Das tat ich auch schon am Tag darauf nach Feierabend. Da es ziemlich frisch war und mir schon der Hals kratzte, war ich sogar bereit, die 2 EUR mehr in Kauf zu nehmen. Doch ich weiß nicht warum, in dieser H&M-Filliale stauten sich die Kunden an der Kasse und die Mädchen schienen es nur mühsam zu schaffen, sie abzuarbeiten. Sie brauchten ewig für jeden einzelnen Kunden. Nachdem ich mich dann eine gefühlte Viertelstunde nicht von der Stelle bewegt hatte, gab ich entnervt auf und legte den Schal zurück.

Heute habe ich dann den ähnlichen Schal zu 7,95 EUR im New Yorker gekauft. Und ich muss sagen, im Gegensatz zum Produkt bei H&M konnte ich da keine Maschinenfehler erkennen, keine Minischlaufen, die aus dem sonst glatten Stoff ragten, wo man sich so schnell mit den Fingernägeln drin verhängt…

Nachdem ich auch schon beim Hosenkauf bei New Yorker mehr Glück hatte als bei H&M verschiebt sich hier langsam wieder mein Weltbild, denn bevor ich nach Hannover kam, fand ich H&M eigentlich besser…

Aber was soll es. Ich habe nun einen langen, weißen, kuschligen Schal. Vielleicht halte ich es noch ein wenig ohne Handschuhe aus, denn dort habe ich kaum klare Vorstellungen und bei dem Gedanken ziellos durch die verschiedensten Läden Hannovers zu rennen, wird mir ganz übel. o.O

PS#1: Ja ihr Männer da draußen, es soll auch Frauen geben, die sich nicht ständig zum Einkaufen begeistern können. ;-p

PS#2: Schatz, ich glaube, ich werd mir wieder anhören müssen, dass ich nicht genug Farbe trage… *mh*

Das Mettbrötchen

Ein nervenbelastender Arbeitstag geht zu Ende. So ein zweistündiges Kundengespräch ist schon eine Sache für sich. Da ich bisher höchstens in Begleitung meines Chefs solche Gespräche geführt habe, war ich heute entsprechend nervös und es gab nur einen Salat zum Mittag.

Als sich der Tag nun endlich dem Ende neigte, hastete ich vom Büro zum Bahnhof – wenn dann die Bahn vor mir abfahren würde, hätte ich es wenigstens versucht. Doch Glück gehabt, 4 Minuten bis zur nächsten Bahn. Die reichten auch noch für einen kurzen Stopp bei der Back Factory. Doch was nehmen? Mein Abendbrot sollte es werden und ich entschloss mich für ein Mettbrötchen. 99 Cent find ich dafür immer sehr in Ordnung.

Auf die Bahn muss ich nicht lange warten und steige in den ersten Wagen ein. Leider scheinen alle Sitze, bei denen man vorwärts fährt, besetzt zu sein. Also setze ich mich den anderen Fahrgästen gegenüber. Ich fahre ja fast bis zur Endstation, da kann ich nach der Hälfte der Fahrt einfach wechseln. Doch noch bevor die Bahn abfährt, steht schräg hinter mir jemand auf und der Platz wird frei. “Glück gehabt!”, freue ich mich und wechsel den Platz.

Doch kaum sitze ich, schaut mich die Frau neben mir völlig entgeistert an. “Oh, war hier besetzt?”, frage ich irritiert. “Nein”, lautet die Antwort. “Aber dieser Zwiebelgeruch. Vorhin von dort hinten und jetzt sind Sie hier.” “Oh, das tut mir leid, ich beeile mich.”, antworte ich noch mehr verwirrt und rücke auf die äußere Kante der Sitzfläche. Verärgert, dass ich mein Mettbrötchen nun wohl doch schneller essen würde.

Schon nach der ersten Station ändert sich die Situation und die Frau steht auf. Warum so ein Aufstand, dachte ich, wenn man nur eine Station fährt? Doch sie stieg nicht aus und setzte sich in den anderen Abschnitt der Bahn. Nun völlig verdutzt schaue ich die Frau mir gegenüber an, die mindestens genauso verwirrt ist. “Dann kann sie ja auch nicht in ein Restaurant, da riecht es doch auch.”, meint sie zu mir. “Mh”, mache ich. “Das war keine Absicht.” “Machen Sie sich keine Sorgen, da können Sie doch nichts für.”, beruhigt sie mich.

Und mit leisen Schuldgefühlen beende ich mein Abendbrot in der Straßenbahn.

Ein Rückblick auf die Bundestagswahl

(auch aus Kinderaugen)

Die Bundestagswahl ist vorbei und viele dürften sich von ihrem Schock erholt haben. Die SPD ist ja nun schon kräftig dabei, die Posten neu zu verteilen, ein Freund hat mehr politisches Engagement angekündigt und so einige habe ich stöhnen hören.

Doch was haben wir erwartet? Innerlich hätten wir doch bei allen möglichen Kombinationen gestöhnt, oder nicht? Mir geht es zumindest so, weil ich skeptisch bin, was nun Neuerungen angeht. Und mit Neuerungen meine ich nicht, neue Gesetze, die einem das Leben schwer machen. Mit neu meine ich:

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