Manga Studio

frau

Gestern war – nach langer Zeit – mal wieder ein wunderbarer Tag. Ein Tag, fernab der Arbeit und zusammen mit Menschen, die mir gar nicht so unähnlich sind. Menschen, die nicht einfach nur konsumieren, sondern selbst auch kreativ sind und somit produzieren.

Ich konnte gestern noch die zweite Hälfte von Mikes Workshop mitmachen und hab das ein oder andere für mich mitnehmen können. Nachdem ich nun endlich weiß, wie ich im Painter eine Animation erstellen kann, weiß ich nun auch, was es mit dem Manga Studio auf sich hat. Ich hatte es vor einiger Zeit schon einmal aus Neugier installiert (Testversion), mich dann aber sehr schnell davon verabschiedet.

Heute habe ich es noch einmal probiert – und ich bin doch recht begeistert. Nicht so begeistert, wie beim Painter von Corel, doch hier gibt es auch eine Anfängerversion, die durchaus meinen Ansprüchen genügt. Und 60 EUR sind da doch durchaus okay, oder nicht? :) (Oben ein erster Anlaufversuch ohne Story.)

In jedem Fall möchte ich mich bei allen – besonders Mike – für den tollen Tag bedanken. Das war einfach mal Balsam für die Seele. *smile*

Vertauschte Rollen

Wer erinnert sich noch an sein Schülerpraktikum? Zu meiner Zeit gab es ein solchen Praktikum in der 9. und 10. Klasse. In der 9. Klasse habe ich 3 Wochen in einer Bibliothek gearbeitet. In der 10. Klasse dann 2 Wochen in der Sportkneipe unseres größeren Fußballvereins.

Ich erinnere mich in beiden Fällen noch daran, wie meine Lehrerinnen vorbei kamen. In der 9. Klasse war es die Mutter eines Klassenkameraden. Das Gespräch war relativ schnell vorbei. Sie hat gefragt, ob alles in Ordnung ist, ob ich Probleme habe, es mir gefällt etc. Wenn dann meine Cheffin oder ihre Koleginnen dabei waren, kam mir das irgendwie albern vor.

Und heute stand ich wieder vor einer ähnlichen Situation. Jedoch mit vertauschten Rollen. Denn ich war nich der Schüler, nach dem die Lehrerin schaute, sondern die Betreuerin, die der Lehrerin noch ein paar Fragen beantwortete.

Die Situation war seltsam und hat mich innerlich höchst amüsiert. Denn unser Schülerpraktikant sah so aus, wie ich mich damals fühlte.

Manche Dinge ändern sich nie. Und die Möglichkeit, sie mal aus einem anderen Licht zu sehen, machen das Leben umso interessanter.

Es sind die kleinen Dinge, die wie morgendlicher Tau der Seele gut tun, wenn sich lange kein Regen mehr eingestellt hat, der neues Leben spendet.

Zurück zum Skizzenbuch

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Mandy hat vor ein paar Wochen im Rahmen von “Ein Herz für Blogs” den Notizbuchblog vorgestellt. Es ist schon wirklich spannend, wie viele verschiedene Notizbücher es gibt. Das hat dafür gesorgt, dass ich fast eine halbe Stunde in einem Buchladen stand und mir verschiedene Notizbücher angeschaut habe.

Gekauft habe ich jedoch keins. Doch ich erinnerte mich zu Hause daran, dass ich mir verschiedene Skizzenbücher angeschafft hatte, um auch unterwegs mal schnell etwas zeichnen zu können… Da habe ich eine Szene einer kleinen Geschichte – oder vielleicht eher eines Geschichtsfetzens aufgegriffen und einfach mal wieder in mein Skizzenbuch gezeichnet.

Fazit Halloween

halloween2009

Ich weiß gar nicht, wann es in Deutschland so richtig angefangen habe. Ich erinnere mich nur, wie einige meiner Freunde plötzlich zu einer Halloween Party einluden. Wir haben uns verkleidet und die Gesichter bemalt und sind von Haus zu Haus gezogen.

Da waren wir alle eigentlich längst zu halt dafür. Das Jahr darauf haben wir es sogar einen Tag vor gezogen – und uns missmutige Blicke der Nachbarn eingeholt – alles nur, weil Halloween auf einen Sonntag fiel und wir ja Montag früh zur Schule mussten.

Dieses Jahr – dieses Jahr haben wir fernab von Halloween einen kleinen Chilliabend gemacht. Die Runde war kleiner, als gedacht, aber es war schön. An Halloween erinnerte eigentlich nur der Kürbis vor unserer Tür, den meine Mum geschnitzt hatte und die Dekoration, die sie aus dem Keller geholt hatte. Kürbiskerzen, ein Hexenkessel in Kürbisform, in den man ein Teelicht stellen konnte und noch ein kleiner Kürbis. Stücke, die ich vor 7 Jahren aus den USA mitgebracht hatte. Dazu ein selbst gebastelter Geist, den mein Bruder mal gebastelt hatte und eben der Kürbis. Die Schüssel mit Süßigkeiten stand auch schon bereit. Schließlich hatten sie schon ein paar stressige Jahre hinter sich – im zweiten Jahr haben sie alle Lichter im Haus aus gemacht, damit auch ja niemand klingelt…

Doch dieses Jahr war es verhältnismäßig ruhig. Nur ein paar Eltern gingen mit ihren kleinen Kindern um die Häuser, welche sich riesig über die süßen Gaben freuten. Am Freitag gab es auf dem Amtshof eigens eine Halloweenparty für Kinder.

Warum? Weil doch der Samstag – zumindest in Brandenburg und einigen anderen Bundesländern des Ostens – vor allem der Reformationstag war. Ein Feiertag. Gefeiert wird die Reformation der Kirche durch Martin Luther.

Vielleicht ist die Tatsache, dass wir immer weniger mit Kirche und dem christlichen Glauben zu tun haben, Grund dafür, dass Halloween – was im Prinzip ja einfach der Fasching der Amerikaner ist – bei uns Einzug erhielt. (Zumindest gab es bei uns nur 2-3 Leute in der Klasse, die Konfirmation hatten.)

Wie habt ihr Halloween verbracht? Ist es für euch ein Tag wie jeder andere oder stört ihr euch sogar an den Kindern, die um die Häuser ziehen?

Krümel und Kurt verabschieden sich nun wieder aus der Sidebar und wünschen euch auch nachträglich noch einmal ein Happy Halloween:

Frauen und Schuhe?

Oft wird an allen möglichen Stellen über “Frauen und Schuhe” gesprochen. Das ist fast eine Kombination wie “Männer und Autos”. Doch in meinem Leben war ich eigentlich nie wirklich in Schuhe vernarrt. Zumindest nicht auf neue Schuhe. Die meiste Zeit war ich glücklich mit jenen, die ich hatte und trauerte ein wenig jenen hinterher, die ihren Dienst getan hatten. (Nie gab es einen Schuh, der genauso toll war wie der, von dem ich mich trennen musste!)

Vielleicht bin ich hier einfach ein wenig anders. – Wie bei vielen Sachen, denn ich trenne mich generell nicht gern.

Und dabei habe ich doch als Kleinkind schon eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Meine Eltern erzählen, dass ich, als ich meine ersten Stiefelchen bekam, lieber zu den Schuhen ging als zu den anderen Geschenken. Doch diese Begeisterung habe ich scheinbar über die Jahre verloren. Später bot mir mein Dad sogar an, meine Schuhe zu bezahlen, obwohl ich doch von meinem Taschengeld Kleidung und Schuhe kaufen sollte. Nur, damit ich mir mal etwas Neues zulegte, denn Schuhe trug ich, bis sie auseinander fielen. (Bei manchen muss man das fast wörtlich nehmen.)

Doch diesen Herbst ging es ein wenig anders zu. Ich hatte doch tatsächlich den großen Drang, mir ein paar Stiefel zu kaufen. Da aber mein Gehalt noch nicht da war, schob ich es auf – und schmachtete jeden Tag die Stiefel ein wenig durch das Schaufenster an, wenn ich zur Arbeit ging…

Nun habe ich mein Gehalt – doch vor allem habe ich seit ein paar Wochen meine guten alten, warmen Winterschuhe, die mir mein Dad von zu Hause mitgebracht hat, als er dienstlich in Hannover war.

Heute ist mir nun aufgefallen, wie egal mir die Stiefel plötzlich sind. Ich finde sie noch immer hübsch, aber ich verspüre nicht mehr den Drang, in den Laden zu gehen, und sie zu kaufen.

Scheinbar hat mir mein Kopf wohl einen Trick gespielt, während ich so mit kalten, nassen, viel zu dünnen Turnschuhen Tag für Tag zur Arbeit ging.

Und dann sage noch einmal, Frauen wollen ständig Schuhe kaufen…