Aufgebrochen

samstagsspaziergang01Noch ist die weiße Pracht nicht vollends verschwunden, doch jeden Tag kämpft die Sonne sich ein Stückchen weiter vor. Es taut, es friert, es regnet, es schneit. Resultat: Vereiste oder vermatschte Fußwege und Straßen.

Doch als ich heute Morgen einen Spaziergang ins Zentrum von Altwarmbüchen machte, um die Geburtstagskarte meines Bruders abzugeben, war ich froh, dass man das Tauwetter der letzten Tage genutzt hatte, um die Gehwege endlich frei zu räumen. Der Anblick ist vielleicht nicht gerade ästethisch, doch mir bei weitem lieber als die Rutschpartie auf den Fußwegen, wie es die letzten Tage der Fall war.

Flankiert von den aufgebrochenen Eisplatten, kann man nun ungestört seines Weges gehen. Hoffentlich hält sich das Wetter, sodass wir bald auch diesen letzten Rest hinter uns haben.

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Hin und wieder kann man nun immer häufiger auch Vögel beobachten. Es raschelt in den Büschen, zwitschert in den kahlen Bäumen und hier und da hüpft einer über den Fußweg. Unbeeindruckt von menschlichen Passanten.

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In diesem Sinne: Ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag. :)

Kein Theater beim Hosenkauf

Als ich mir für den heutigen Tag den Kauf einer neuen Hose vornahm, hatte ich ja bereits meine Bedenken. Beim letzten Mal habe ich zwei Anläufe benötigt und war auch leicht frustriert, weil ich zich Hosen anprobieren musste, bis ich eine gefunden hatte, die dann auch irgendwie halbwegs passte.

Heute bin ich rein in den H&M, einmal alle Hosen, die in Fragen kamen durchsehen – viele waren es nicht. Als ich mich dann für eine entschied, war ich schon skeptisch. Die Größe, die ich beim letzten Mal kaufen musste, gab es nicht. Eine Größe größer ließ mein Stolz nicht zu und so nahm ich die kleinere, aus Schulzeiten allzu vertraute Größe mit.

Und sie passte!

Überlegung 1: Es hat was gebracht, dass ich seit Anfang des Jahres jeden Abend ein paar Übungen machen. Bloß nicht nachlassen.

Überlegung 2: Mh, jede Hose fällt halt anders aus…

Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus beiden Punkten und so ein kleiner Motivationsschub hat ja auch was für sich. :)

Aufgewacht

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Das halten von Orchideen in Hannover scheint bei mir eher Zufallssache zu sein. Zwei scheinen in Winterschlaf zu halten, eine sieht alles andere aus gesund aus und die vierte hat schon seit der Weihnachtszeit drei Knospen getrieben. Die eine hat sie dann vor gut einer Woche abgeworfen – ohne, dass sie aufging.

Erschrocken habe ich dann alle ausgiebig getaucht. Und siehe da: Die Knospen öffnen sich. Es fehlte also einfach nur die Feuchtigkeit. *freu*

Das besondere ist, dass ich die Blütenfarbe dieser Orchidee nun das erste Mal sehe. Die Mum meines Mitbewohners hat sie abgeblüht für 50 Cent in einem Baumarkt erstanden und uns jeweils eine mitgebracht. Ich bin zwar nicht so der Fan von weißen Blüten, aber sie sieht doch ganz hübsch aus.

Hoffentlich halten die Blüten lange, dann sieht mein Fensterbrett nicht so trostlos aus. =)

Vom Kindertraum zum Beruf

kochNun sind es nicht mal mehr 2 Wochen, dann wird mein kleiner Bruder 20. Mein kleiner Bruder, der mir schon lange auf den Kopf spucken kann und der doch in den vergangenen Jahren um einiges reifer geworden ist.

Mein Bruder und ich hatten sicherlich nicht immer das beste Verhältnis zueinander. Daran waren wohl einige Lehrer nicht ganz unschuldig, die ihn ständig mit mir verglichen haben. Bis zu dem Punkt, dass ich selbst um einen Lehrer einen Bogen machte, weil er mich jedes Mal fragte, warum mein Bruder denn nicht auch so gut wär wie ich.

Menschen sind halt verschieden, nicht wahr? Und ich wünschte, dass hätten die betroffenen Lehrer eher begriffen. Aber abgesehen von diesen unschönen Situationen waren wir wohl auch generell sehr verschieden.

Doch vor über 3 Jahren haben sich unsere Wege getrennt. Wir sind 2006 beide von der Schule gangen. Ich mit dem Abitur zum Studium und mein Bruder begann nach der 10. Klasse eine Lehre als Koch.

Das Arbeitsleben eines Kochs ist nicht jedermans Sache. Mit bereits einem Koch in der Familie, bei dem wir immerwieder merken, wie schwer es für ihn ist, mal frei zu bekommen, um an Familienfeiern teilzunehmen, ist dies umso offensichtlicher. Sicherlich haben viele Kinder in frühen Tagen schonmal gesagt, sie wollen Koch werden, wenn sie erst einmal groß sind. Das war bei meinem Bruder nicht anders und doch war ich irgendwie überrascht, als er sich in der 10. Klasse gegen das Abitur und für die Lehre entschied.

Heute würde ich eher sagen, ich bin stolz. Ich bin stolz, dass er seinen Weg gegangen ist. Soweit ich das beurteilen kann, hat er keine gute Lehrstelle gefunden, wo er nach dem Abschluss auch übernommen wurde und wo man sich auch ein wenig bemüht, ihm Chancen zu geben. Schon während der Lehre hat man ihn mit zur Messe genommen, letztes Jahr war er mit einem Kollegen einen Monat lang in der Nähe in München und hat dort gekocht.

Anfang März geht es nun für zwei Monate nach Italien in die Alpen.Als Koch muss man schließlich wandern und mehrere Küchen von innen sehen, wenn man etwas aus sich machen will. Und ich glaube, dass er das schaffen kann, wenn er nur will. :)

Ich hoffe ja, dass es klappt und man sich vorher nochmal in der Heimat sieht, sonst wird das wohl erst danach wieder was…

Der Winter in der Heimat

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Natürlich jammer ich auch über das Wetter in Hannover, aber immer wenn ich mit meiner Mum telefoniere, denke ich, dass es mir wohl eigentlich noch recht gut gehen müsste.

Für mich gibt es kein freischaufeln der Garage, damit man das Auto herausbekommt. Nicht die Frage, wohin man den ganzen Schnee nun noch schüppen sollte. Wo die Terasse aufhört, wenn man den Müll wegbringen geht.

Doch auch die lustigen Situationen mit dem Kätzchen, dass vor die Tür muss und bei dem ganzen Schnee doch recht verzweifelt ist, wie es da ohne nassen Bauch durchkommen soll.

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Ende Februar werde ich es dann endlich wieder wagen, nach Hause zu fahren. Und ich hoffe, dass mich auf dem Weg dorthin nicht ähnliche Bilder treffen wie jene, die mein Dad für mich gemacht hat. Kein Wunder, dass meine Oma letztes Wochenende froh war, dass ich nicht gekommen bin. Normalerweise ist das ja eher anders herum.