Geldgeschenk: Mäuse falten

Am vergangenen Wochenende waren wir bei Freunden zur Hochzeit. Und wie es so oft ist, wünschte sich das Brautpaar, dass bereits seit ein paar Jahren zusammen lebt, vor allem etwas für das Sparschwein. Diesen Wunsch kann ich sehr gut nachvollziehen. Wenn man nun schon ein paar Jahre zusammen lebt, fehlt im Haushalt in der Regel nichts lebenswichtiges mehr.

Gleichzeitig tue ich mich mit Geldgeschenken jedoch immer etwas schwer. Ich komme mir immer etwas blöd bei vor, Geld einfach in einen Briefumschlag zu packen. Also waren wir davor auf der Suche nach einer passenden Verpackung. Dabei fanden wir im Depot diese kleine Dose (2,99 EUR).

Dose für "ein paar Mäuse"

Später suchte ich dann nach Bastelanleitungen, die zeigen würden, wie man aus Geldscheinen Mäuse machen könnte. Dabei fand ich zwei Varianten. Eine verspielte mit Wackelaugen und eine neutrale, die rein auf das Falten von Papier (und einen Wollfaden als Schwänzchen) ausgelegt war. Da ich keine Wackelaugen hatte, entschied ich mich für Variante 2.

Material für Geldmäuse

Benötigtes Material für die Geldmäuse: Geldschein, Wollfaden und etwas Klebeband

Anleitungsvideo von Origami Geschenke (zum YouTube Channel)

Ich legte mir also das Material zurecht und faltete dann fleißig nach Anleitung die erste Maus. Die nächsten faltete ich dann parallel Stück für Stück, damit es schneller ging.

Geldmäuse - Mäuse aus Geldscheinen gefaltet

Die ersten drei “Geldmäuse”.

In Wittstock – wo die Hochzeit stattfand – ging ich dann mit Dose und Mäusen zum Blumenladen und bat darum, alles in einem kleinen Strauß zu verarbeiten. Ich finde, das ist der Floristin dort ganz gut gelungen. 3 Mäuse kamen in die Blumen, die anderen blieben in der Dose. ;)

Blumenstrauß mit Geldmäusen

Für unser erstes Geldgeschenk in diese Richtung ist es trotz anfänglicher Planlosigkeit gar nicht so schlecht geworden, oder?

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In stillem Gedenken

Seine Trauer und sein Mitgefühl für die Angehörigen Ausdruck zu verleihen, ist immer eine kleine Herausforderung. Im Grunde gibt es doch nichts, was mal sagen und schreiben könnte, dass dem anderen wirklich weiter hilft. Trauerverarbeitung ist etwas, dass jeder individuell gestaltet. Und doch gibt es diese Situationen, wo man nicht nur aus Höflichkeit aktiv werden muss, sondern auch, um selbst ein wenig Trauerverarbeitung zu leisten.

So ging es mir zumindest mit diesen zwei Trauerkarten die an Familienangehörige der verstorbenen Bruders meines (ebenfalls verstorbenen) Opas gehen.

Da die Zeit in letzter Zeit so ein knappes Gut ist, stand ich erst unschlüssig vor dem Regal mit Karten und grübelte, ob ich nicht einfach 2 Karten kaufen sollte. Doch irgendwie erschien es mir nicht richtig, ja regelrecht nicht würdig. Da ich es nicht nach Berlin zur Beisetzung schaffen würde, war dies immerhin meine letzte Chance, meinem (Groß-)Onkel eine letzte Ehre zu erweisen.

Ich nahm also Abstand von den Fertigkarten und grübelte weiter. Kritzelte auf Schmierpapier ein paar Ideen. Mein Freund meinte zwischendrin: Du hast doch so einen Stempel mit einem Ginkgo-Blatt, vielleicht nimmst du den?

Die Idee mit dem Ginkgo-Blatt fand ich schön, sie sind edel und irgendwie zeitlos. Doch klassisch stempeln? Vielleicht mit silber Embossing?

Schlussendlich entschied ich mich für eine Arbeit ohne Hilfsmittel. Ich zeichnete das Ginkgo-Blatt mit einem weißen Pastell-Stift auf schwarzes Tonpapier und fügte Schmuckelemente mit Rötel und einem Negrostift hinzu. Nach einer Fixierung mit Haarspray arbeitete ich das Gingko-Blatt noch einmal mit weißer Tusche nach und setzte auch die Schrift mit einem feinen Pinsel.

Trauerkarten

Ich klebte das Tonpapier auf weiße Kartenrohlinge – zum Glück waren da noch zwei übrig. Alle bunten Farben hätte ich doch eher für unpassend gehalten. Es folgte dann der für mich schwierigste Teil: Was sollte ich hinein schreiben? Einen Spruch oder etwas persönliches?

Es gibt einfach Dinge, die man nicht so richtig in Worte fassen kann, doch ich hoffe, es ist mir zumindest halbwegs gelungen sowohl meine eigene Trauer, unser Mitgefühl für die Angehörigen und ein wenig Aufmunterung hinein fließen zu lassen.

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Einladungskarten zur Hochzeit selbst gemacht

Wohl eines der anstrengendsten Dinge für unsere Hochzeitsplanung waren die Einladungskarten. Ich hatte mir zunächst ein paar Druckmotive im Internet angesehen, mich dann jedoch dafür entschieden, die Karten selbst zu basteln.

Die Planung

Der Plan war recht schnell geschmiedet. Eine hübsche Rosa mit goldenem Embossing und in zarten Rosatönen sollte das Hauptelement sein. Bei meiner Schwiegeroma fragte ich nach dem “Einladung”-Stempel, den ich bereits von ihren Karten zur Goldenen Hochzeit von vor zwei Jahren kannte. Und dann ging es natürlich in den Bastelladen (idee), um das restliche Material zu kaufen:

  • 20 Kartenrohlinge und Briefumschläge
  • 1 großer Herz-Stanzer
  • Bögen von Perl-farbenen Papier (leichter Glanz)

Was so einfach klingt, zog sich vor Ort dann doch etwas hin. Schließlich bestand ja die Möglichkeit, noch eine bessere Idee zu haben. Doch ich entschied mich schlussendlich, bei meiner Ursprungsidee zu bleiben.

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Hochzeitskarte selbst gemacht

In unserem Bekanntenkreis wurde geheiratet – sodass es mal ein neues Motiv für eine selbst gemachte Karte gab. Ich habe dieses Mal auf Embossing verzichtet. Hier nun also eine Bastelanleitung für eine Hochzeitskarte.

Das Material

Das Material bestand vorrangig aus Papier, einem fertigen Herz-Motiv aus einer Sammlung, die ich vor gut 2 Jahren mal spontan gehauft hatte und Konturschere / Stanzer. Dazu natürlich klassisch Stempel (Stempelfarbe grün und braun) und Effektstifte. Für letztere hatte ich mich erst später entschieden, sodass sie auf dem ersten Foto nicht sichtbar sind.

Kleine Materialübersicht

Materialübersicht:

  • Kartenrohling mit Briefumschlag (hier Cremefarbend mit grünem Umschlag)
  • Papierreste in Grün, Creme und Gelb
  • Herz-Applikation
  • Stempelfarbe (hier grün und braun)
  • Stempel für Schriftzug (z.B. mit Silikonstempel-Set für Schriftzüge)
  • Optional Stempel für Zierelement (hier aus Silikonstempel-Set)
  • Konturschere
  • Eckstanzer
  • Effektstifte (hier Silber und Masker-Pen weiß)
  • Klebestift, Cutter-Messer (zum Nachbessern), Abstandskleber

Bastelanleitung

Schritt 1: Vorbereitung des Kartenrohlings

Im ersten Schritt habe ich die Außenkante der Frontseite des Kartenrohlings bearbeitet. Hierbei zunächst die Eckstanze angewandt, um dann mit der Konturschere nachzuschneiden. Funktioniert natürlich auch anders herum. Eventuell hilft es, unsaubere Kanten dann mit einem Cutter-Messer nachzubessern. In die linke, obere Ecke stempelte ich ein Schmuckelement mit grüner Farbe.

Schritt 2: Das Hauptelement

Als Blickfänger sollten natürlich die Herzen dienen, welche ich durch einen Untergrund zusätzlich hervorheben wollte. Ich bereitete entsprechend zwei (annähernd) quadratische Rechtecke vor. Ein größeres Grün und ein kleineres in Creme. Für das grüne Quadrat nutzt ich die Eckstanzer, das kleinere bearbeitete ich mit der Konturschere. Die Herzen setzte ich dann mit Abstandskleber auf die helle Form. Das Zwischenergebnis sah dann wie folgt aus:

Zwischenschritt: Das Grundgerüst steht

Schritt 3: Erste Feinheit und Innengestaltung

Die Eckstanze auf dem Kartenrohling sorgt natürlich dafür, dass man durch das Muster auf die Innenseite schauen kann. Je nachdem, wie viel man später hinein schreibt, wirkt das dann gegebenenfalls komisch. Außerdem wollte ich, dass die Darstellung der grünen Ecke in invertierter Farbgebung aufnehmen. Um nun nicht einfach stumpf etwas grünes Papier dahinter zu kleben, verzierte ich es mit einem Spruch-Stempel. Hier kann man natürlich die Innengestaltung auch anders wählen.

Zwischenschritt: Erste Feinheit und Innengestaltung

Schritt 4: Schriftzug

Es wird Zeit für den Schriftzug. Hierfür hatte ich die obere Fläche weitesgehend frei gehalten. Mit den Silikonstempeln kann man sich den Schriftzug flexibel zusammensetzen. Ich entschied mich für die Bausteine “Mit den besten Wünschen”, “zur” und “Hochzeit”. Wichtig ist bei diesem Set, beim Stempeln nicht zu fest aufzudrücken, da die teils feinen Zierlinien dann vermatschen.

Schritt 5: Feinheiten und letzte Verzierungen

Nun war es Zeit für entsprechende Feinheiten. Ich tupfte im ersten Schritt mit einem silber-farbenen Stift eine Punktlinie entlang der Außenseite. Ich entschied mich später, die ganze Front mit einer Punktlinie zu umrahmen. Zusätzlich setzte ich 3 kleine gelbe Schmetterlinge auf die gestaltete Fläche, um ihr mehr Leben einzuhauchen. Mit einem Masker Pen in weißer Farbe, welcher durch seine Konsistenz auch Struktur hinterlässt, setzte ich einzelne Akzente.

Zwischenschritt: Nach der Verzierung

Das Ergebnis

Fertig ist die Hochzeitskarte. Insgesamt bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Mir gefällt die Mischung aus verspielt (Herzen und Rahmen) und schlichten Weißräumen. Wie gefällt euch das Ergebnis?

Die finale Karte

Variationen?

  • Wenn ihr kein Stempelset für den Schriftzug habt, könnt ihr natürlich auch einfach selber schreiben. Oder ihr druckt den Schriftzug mit dem Computer auf die Karte oder auf Papier und klebt ihn als eigenes Element auf.
  • Wer keine fertigen Herzen hat, hat vielleicht etwas anderes. Motive auf Geschenkpapier, Kunstblume (Achtung, nicht für den Versand per Post zu empfehlen) oder druckt/malt sich etwas eigenes.
  • Statt des Masker Pens kann man natürlich auch halbe Perlen aufkleben. Die gibt es im Bastelgeschäft oft schon selbstklebend zu kaufen.

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Zum Muttertag

Irgendwie sind Muttertage immer eine verzwickte Situation. Natürlich wäre es immer am Besten, wenn man sich ins Auto setzen und in die Heimat fahren würde. Doch wenn man zu zweit lebt und die Eltern nicht im selben Ort, dann ist das schon etwas schwieriger.

Also gab es zum Muttertag auch dieses Jahr wieder einfach Post. Diesmal mit Aquerell-Blumen drauf. Ironischer Weise sind die Lieblingsfarben unserer Mütter komplementär. Wenn das mal nichts ist. ;)

Karte zum Muttertag 1

Ich habe versucht, diesen Kontrast auch innerhalb der Karten noch einmal aufzugreifen. Zusätzlich habe ich mit den Effektstiften ein paar Akzente gesetzt. Der Schriftzug (Embossing) ist bei der ersten Karte leider nicht optimal geworden. Bei der zweiten hat es besser geklappt.

Karte zum Muttertag

Insgesamt gefallen mir die Karten jedoch sehr gut. Da wird es nur schwer, es im nächsten Jahr zu übertreffen. Na mal sehen, was mir dann so einfällt. ;)

Wie haltet ihr es mit dem Muttertag? Fahrt ihr zu Besuch? Schickt ihr Blumen, Karte oder nehmt ihr euch einfach mal Zeit für ein ausgiebiges Telefonat?

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