Auf in den Zoo

Heute konnte ich erfolgreich einen meiner “Will ich unbedingt tun, wenn ich frei habe!”-Punkte abarbeiten. Wobei abarbeiten so negativ klingt, dabei war es ganz wunderbar. Das Wetter in Hannover war heute einfach traumhaft, auch wenn ich irgendwann etwas kalte Finger hatte.

Warum?

Ich hatte mir vorgenommen, in den Zoo zu gehen, um zu zeichnen. Das klingt wahnsinnig banal und eigentlich ist es das auch. Bei den Giraffen wollte ich anfangen, doch irgendwie war ich anfangs noch etwas schüchtern. Da gerade keine Ferien sind, waren nicht sooo viele Leute da, doch es kamen trotzdem ständig Leute und – naja – ihr wisst schon, die ersten Striche auf einem Blatt unter Beobachtung. Oder so. Naja, irgendwann fing ich an und hatte eigentlich auch meinen Spaß daran. Mir kam es darauf an, die Grundform und nach Möglichkeit Besonderheiten bei der Bewegung einzufangen. Bei den Vierbeinern klappte das ganz gut. Die Affen (Gibbons und Gorillas) waren dann irgendwie nichts bei mir.

Als ich bei den Nashörnern stand, kam ich mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch, wo die Frau ganz aufrichtig eingestand, dass sie das ganz toll fand, was ich “da so im stehen auf das Papier zauberte”. Sie erzählte mir, dass sie ihrem Enkel nun ein Buch gekauft habe, um ihn zu motivieren und ich habe ihr im Gegenzug erzählt, dass ich zu Schulzeiten auch erstmal vorrangig von Bildern und Fotos abgezeichnet habe. Erklärte ihr auch, dass es mir heute gar nicht sosehr darum ging, eine perfekte Zeichnung zu machen, sondern vielmehr, ein Gefühl für die Formen und Bewegungen der Tiere zu kriegen.

Etwas später bei den Löwen – die Gibbons und Gorillas hatte ich erst besucht – hörte ich plötzlich eine junge Mutter, die zu ihrer kleinen Tochter sprach: “Siehst du, das Mädchen hier zeichnet die Löwen. Vorhin haben wir ein Mädchen gesehen, dass die Gorillas gezeichnet hat.” Da ich an diesem Tag niemanden mit einem Zeichenblock gesehen hatte, vermutete ich einfach mal, dass sie mich gesehen hatten, aber nungut. “Was macht malt sie denn?”, fragte die Kleine dann und schaute unter ihrer Mütze zu mir hoch. Also habe ich mich hingehockt und ihr die Zeichnungen gezeigt. Ich weiß nicht, ob sie es verstanden hat und alles in allem war sie eigentlich sehr schüchtern. Die Mutter bedankte sich freundlich und wir gingen wieder getrennter Wege.

Irgendwo habe ich mal gehört, dass man mit einem Hund an der Leine Kontakte macht, oder mit einer Zigarette – nun, in gewissem Maße scheint das auch mit einem Skizzenblock und einem Bleistift zu klappen. ;)

Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht schon früher zum Zoo bin. Mit unserer Jahreskarte bin ich da eigentlich total flexibel, doch irgendwie hat bisher die Bequemlichkeit gesiegt. Naja, vielleicht erwische ich noch einmal einen schönen Tag und dann kann ich den Spaß wiederholen. Übung macht bekanntlich den Meister. ;) Wobei ich mich dann wahrscheinlich eher auf ein-zwei Tierarten konzentrieren würde. So lange sie draußen sind, sind die Giraffen und Elefanten aufgrund der Anzahl und Größe der Gehege echt super geeignet.

Neuer Zeichenblock und was ist mit Weihnachten?

Habe mir heute einen neuen Zeichenblock gegönnt. Natürlich sind irgendwo immer noch ein paar letzte Seiten frei, doch ich hatte das große Bedürfnis, mir einen neuen Block zu kaufen. Die Wahl fiel dann auf das eher ungewöhnliche Format von 20×20 cm statt einem Standard DIN-Format. Der musste nun natürlich auch gleich eingeweiht werden – im Rahmen einer Idee, die ich mir heute so zusammengesponnen habe, nachdem mich das Radio den ganzen Morgen daran erinnerte, dass ja nun langsam die Weihnachtszeit beginnt.

Und tatsächlich, in der Stadt war auch schon alles geschmückt. Oh man.

Wie ist das bei euch? Wann holt ihr eure Weihnachtsdeko aus dem Keller? Wann backt ihr die ersten Plätzchen? Werdet ihr Weihnachtskarten schreiben? Oder seid ihr vielleicht schon total im Bastelwahn, weil ihr eigentlich nur selbstgemachtes zu Weihnachten verschenken wollt?

Ich habe in jedem Fall plötzlich das Gefühl, dass mir die Zeit davon zu rennen scheint. Ein sehr seltsames Gefühl für jemanden, der aktuell eigentlich sehr viel Zeit hat. ;)

Herbstliche Geburtstagsgrüße

Bevor es nun Zeit für die Weihnachtskarten wird, noch eine letzte Geburtstagskarte aus diesem Jahr. ;) Da der Empfänger im Oktober Geburtstag hatte, wollte ich die Karte auch entsprechend herbstlich halten.

Das Gute bei den Blättern ist, dass man nur einen Stempel benötigt. Man macht sich vorher eine Schablone, mit der man dann Teile abdecken kann, sodass später ein Eindruck von Tiefe entsteht. Dieser Eindruck wird unterstützt, wenn man die “hinteren” Blätter mit einer helleren Farbe oder aber als zweites oder drittes mit dem Rest Farbe stempelt. Anschließend habe ich dann die Blätter ein wenig mit Buntstiften in warmen Farbtönen koloriert. :)

Die Technik sollte ebenso mit Blumen oder anderen einfachen Motiven möglich sein. Spielt einfach ein wenig herum. :)

Warrior

Am Wochenende war es mal wieder Zeit für einen neuen Film. Die Wahl fiel auf “Warrior”.

Während es ohne Frage einerseits ein Kampffilm ist, in dem es um Martial-Arts geht, bilden Emotionen und die Beziehungen der Figuren untereinander klar die andere Seite des Films. Drei Männer, die sich über die Jahre völlig entfremded haben und erst durch diesen brutalen Sport wieder Zugang zueinander finden. Ein Vater, der einst Alkoholiker war und zwei verbitterte Söhne, die getrennte Wege gegangen sind. Während einer nun Physik-Lehrer an einer Schule ist und eine Familie hat, hat der andere als Soldat bei den Marines einen Ersatz für seinen Bruder gefunden – und ebenso verloren. Verzweiflung und Schuldgefühle treiben beide Brüder unabhängig dazu, sich bei dem Martial-Arts-Turnier “Sparta” anzumelden. Ein Turnier, wo es um alles oder nichts geht. Der Gewinner kriegt alles, wer verliert, nichts.

Nachdem ich mir auf der DVD dann auch einige der Specials angeschaut habe, steht eins fest: Höchsten Respekt an die Darsteller, die sich durch ein entsprechendes Trainingsprogramm kämpfen mussten, um schließlich als Kämpfer ernst genommen zu werden. Die Gegner im Turnier waren übrigens richtige Martial-Arts Kämpfer, sodass es – zumindest für einen Laien für mich – alles ziemlich realistisch (und schmerzhaft) aussieht. Vor diesem Gesichtspunkt ist Schauspielerei in jedem Fall anstrengender als es sicherlich bei mancher Komödie der Fall ist.

Ein definitiv sehenswerter Film, wobei ich sagen muss, dass ich die Englische Fassung vom Klang der Stimmen her irgendwie besser finde. Aber das ist ja das gute an DVDs, man kann die Sprache einfach ändern, wie es einem am besten gefällt. ;)

Hier der deutsche Trailer:

Falls ihr den Film bereits kennt. Wie war denn euer Eindruck?