Oft wird an allen möglichen Stellen über “Frauen und Schuhe” gesprochen. Das ist fast eine Kombination wie “Männer und Autos”. Doch in meinem Leben war ich eigentlich nie wirklich in Schuhe vernarrt. Zumindest nicht auf neue Schuhe. Die meiste Zeit war ich glücklich mit jenen, die ich hatte und trauerte ein wenig jenen hinterher, die ihren Dienst getan hatten. (Nie gab es einen Schuh, der genauso toll war wie der, von dem ich mich trennen musste!)
Vielleicht bin ich hier einfach ein wenig anders. – Wie bei vielen Sachen, denn ich trenne mich generell nicht gern.
Und dabei habe ich doch als Kleinkind schon eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Meine Eltern erzählen, dass ich, als ich meine ersten Stiefelchen bekam, lieber zu den Schuhen ging als zu den anderen Geschenken. Doch diese Begeisterung habe ich scheinbar über die Jahre verloren. Später bot mir mein Dad sogar an, meine Schuhe zu bezahlen, obwohl ich doch von meinem Taschengeld Kleidung und Schuhe kaufen sollte. Nur, damit ich mir mal etwas Neues zulegte, denn Schuhe trug ich, bis sie auseinander fielen. (Bei manchen muss man das fast wörtlich nehmen.)
Doch diesen Herbst ging es ein wenig anders zu. Ich hatte doch tatsächlich den großen Drang, mir ein paar Stiefel zu kaufen. Da aber mein Gehalt noch nicht da war, schob ich es auf – und schmachtete jeden Tag die Stiefel ein wenig durch das Schaufenster an, wenn ich zur Arbeit ging…
Nun habe ich mein Gehalt – doch vor allem habe ich seit ein paar Wochen meine guten alten, warmen Winterschuhe, die mir mein Dad von zu Hause mitgebracht hat, als er dienstlich in Hannover war.
Heute ist mir nun aufgefallen, wie egal mir die Stiefel plötzlich sind. Ich finde sie noch immer hübsch, aber ich verspüre nicht mehr den Drang, in den Laden zu gehen, und sie zu kaufen.
Scheinbar hat mir mein Kopf wohl einen Trick gespielt, während ich so mit kalten, nassen, viel zu dünnen Turnschuhen Tag für Tag zur Arbeit ging.
Und dann sage noch einmal, Frauen wollen ständig Schuhe kaufen…

So ein eigenes Aquarium macht doch sehr viel Arbeit, wie ich an meinem Mitbewohner sehen kann. Doch gleichzeitig ist es furchtbar spannend und es gibt viel zu beachten. Wenn man Pech hat, jagt ein Fisch einen anderen und der nächste frisst deine teuren Korallen an.

