Das Bernstein-Teleskop

bernstein_teleskopKlappentext:
“Dieses Land der Toten, ist das eine Welt wie diese hier, wie meine oder deine oder irgendeine andere?”, fragte Will. “Ist das eine Welt, in die ich mit dem Magischen Messer gelangen könnte?” Lyra beugte sich über den Kompass. “Ja”, sagte sie, “aber es ist ein düsterer Ort, WIll. Wollen wir das wirklich wagen? Sollen wir ins Land der Toten gehen?”

Dieses Buch ist für mich das Interessanteste der drei Bücher. Von der Spannung her nehmen sich die drei Bücher in meinen Augen nicht allzu viel, doch alle Ideen und angestoßenen Gedanken werden in diesem letzten Band zu einer Einheit verwoben.

Als Leser trifft man wieder auf alte Bekannte und muss auch den ein oder anderen Verlust einstecken. Die Faszination für die Gedankengänge, angefangen bei dem mysteriösen Staub, der den Leser durch die gesamte Triliogie begleitet, bis hin zu der Frage, was eigentlich nach dem Tod passiert.

Und noch einen spannenden Aspekt schafft Pullman aufzugreifen: Gibt es Gott? Und wenn es ihn Gäbe, müsste er dann nicht furchtbar alt sein? Immer wieder greift Pullman Aspekte der kirchlichen wie auch der biblischen Geschichte auf. Bis hin zu der Vertreibung aus dem Paradies. Er spielt mit biblischen Elementen, ohne dabei für den Leser den Anreiz des Weiterlesens zu verspielen.

Ich bin nicht kirchlich und glaube nicht an die Wundergeschichten der Bibel. Daher sträubt sich in mir immer wieder ein Teil dagegen. Doch die Elemente verwoben und interpretiert in einem Fantasyroman (dem man sowieso nichts glauben muss) finde ich sehr spannend.

Auf jeden Fall empfehlenswert.

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