Lebenszeichen

Irgendwie wars hier die letzte Woche ganz schön ruhig. Bevor jetzt jemand denkt, ich hätte die Lust verloren, will ich dazu eine kurze Erklärung abgeben. Wie einige vielleicht mitbekommen haben, befinde ich mich gerade in meinem abschließenden Praktikumssemester.

Derzeitig ist es so, dass wenn ich von Arbeit komme, ich meist erstmal zum Sport gehe oder in die Bibliothek, um dort Quellmaterial für meine Bachelorarbeit zu finden. Alles zusammen sorgt dann dafür, dass ich immer recht spät erst zu Hause bin. Da ich letztes Wochenende zu Hause war (dazu gleich mehr), kam ich auch nicht groß dazu, etwas zu zeichnen, Fotos zu bearbeiten etc.

Doch vielleicht legt ihr meinen Blog einfach in euren Feedreader, dann merkt ihr ja sofort, wenn hier mal wieder etwas Neues passiert. :)

Der fremde Mann

Zügigen Schrittes schlürft er vorbei. Den Blick starr auf den nächsten Eimer gerichtet. Er ist ganz in hellem Jeansstoff gekleidet. Auf dem Rücken trägt er einen alten Rucksack, in der Hand einen von Schmutz verfärbten Stoffbeutel.

Nichts.

Er geht zum nächsten Eimer. Seine Hose ist abgetragen und hier und da kann man ein kleines Loch erkennen. Das graue Haar und der Bart wirken ungeplegt und er trägt eine blaue Baseballmütze tief im Gesicht.

Wieder nichts.

Vor ihm springt eine Ampel aufGrün und er weicht den heranströmenden Fußgängern aus. Schlängelnd such er sich einen Weg durch die Menschen, die ohne ihn zu beachten in ihrem Alltag weiterhasten. Er Weicht ihnen aus, auf dem Weg zum nächsten Mülleimer.

Da!

Ohne zu zögern greift er hinein. Hinein in den Eimer. Ein Rest ist noch drin. Er öffnet die Flasche und schüttet ihn aus. Sorgsam verschließt er die Flasche und legt sie zu den anderen in seinem Stoffbeutel. Er wendet sich ab und zieht weiter.

Weiter zum nächsten Mülleimer.

***

In letzter Zeit sind mir nach Feierabend immer wieder ältere Menschen aufgefallen, die in den Mülleimern nach Pfandflaschen suchen. Ich nehme an, sie lösen sie gegen den Pfand ein. Zur WM 2006 habe ich einmal eine Reportage gesehen, in der eine Frau die Becher einsammelte, um deren Pfand so viele der Besucher sich nicht kümmerten. Doch dieses Geld war für sie eine gute Einnahmequelle, da sie berichtete, dass sie sich ihr Gebiss neumachen wollte, was sie sich nicht leisten konnte.

Es ist irgendwie erschreckend, gestandene (oder eher gebrochene?) Menschen im Müll kramen zu zählen. Junge Menschen, die auf dem Fußballplatz die Bierflaschen einsammeln, um sich ihr Taschengeld aufzubessern, sind eine Sache, aber erwachsene Menschen. Das wirkt auf mich irgendwie verstörend. Doch sie sind Teil und Ergebnis unserer Gesellschaft…

Was machen Pina und Colada?

pina_haende

Nachdem ich euch letzte Woche meine kleine Lilo gezeigt habe, will ich euch auch Pina und Colada, die zwei Zwerghamsterdamen, die bei meinem Liebsten wohnen, nicht vorenthalten. Während Pina ihr großes Traumschloss (der selbstgebaute Käfig) ganz gut bekommt, wird auch Colada langsam etwas zutraulicher. Pina, die durch die viele Bewegung nicht nur schneller, sondern auch ein wenig dünner geworden ist, flitzt immer wie wild die Treppen hoch und runter – das ist wie Kino und sehr erheiternd.

Da zwei solche großen Käfige nicht nur finanziell nicht tragbar gewesen wären, sondern auch überhaupt keinen Platz gefunden hätten, hat Colada derzeitig die beiden alten Käfige zur Verfügung. Somit ist die Grundfläche auch bei ihr etwas höher und sie kann sich auch ein wenig mehr bewegen.

colada

Tja, wer in sein Häuschen pinkelt, muss damit rechnen, dass es einem früher oder später mal weggenommen wird, damit man sauber machen kann.