Cebit aus einem anderen Blickwinkel

Die Cebit hier, die Cebit da. Der Bahnhof in Hannover ist überrannt und mit viel Mühe schlengelt man sich am frühen Morgen schon durch das wankende Meer hektischer Menschen. Panisch hasten sie von A nach B, Laptoptaschen über der Schulter und Trolli hinter sich her ziehend.

Das reinst Chaos!

Doch der Bahnhof ist nicht das einzige. In den Stadtbahnen erfolgen alle Durchsagen auf deutsch und englisch – wie zu jeder Messe. Und die “Silberpfeile” – die neueren Wagen – werden natürlich für die Cebit abgezogen. Auf meiner Linie, wo sonst fast nur die neuen Waagen fahren, erwische ich nun ständig auch die alten Wagen. Und bei 20 Minuten Fahrzeit merkt man den Unterschied.

Aber morgen bin ich hier erstmal eine Woche weg, dann bin ich weg von diesem Chaos.

Soviel zu diesem etwas anderen Cebit-Bericht. ;)

Großtausch in Wittstock

grosstausch_postkarten

Der Großtausch in Wittstock ist längst über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Seit über 30 Jahren wird er von der Fachgruppe der Numismatiker jedes Jahr organisiert und durchgeführt. Auch mein Opa gehört zu diesen Numismatikern und seit einigen Jahren, helfe ich jedes Jahr beim Aufbau. Hauptsächlich, weil mein Opa einfach nicht mehr so fit ist wie früher. Das Herz und vor einigen Jahren die Therapien zur Bekämpfung des Krebs. Lieber heb ich den Tisch, als dass ich meinem Opa dabei zusehe… Manchmal kann ich ihn zwar nicht völlig abhalten, doch wenigstens weiß ich dann, dass jeder Tisch, den ich mit aufstelle, einer ist, den er nicht aufstellt.

grosstausch_autos

Dafür gibt mir mein Opa immer einen Teil seines Tisches ab. In diesem Jahr jedoch, war auch mein Dad mit von der Partie. Mein Bruder hat als Kind Autos gesammelt und nach seinem Auszug stehen diese nun alle im Keller meiner Eltern. Mein Bruder wollte sie nicht mehr und so haben wir versucht, sie zu verkaufen. Ohne Erfolg.

grosstausch_staendeDer Großtausch richtet sich hauptsächlich an Numismatiker (Münzsammler), Philatelisten (Briefmarkensammler) und Postkartensammler. Hier und dort gibt es noch immer Überraschungseifiguren-Sammler, so wie Martin. Doch der Hype ist schon vor einigen Jahren vorbei gegangen. Die paar Kinder, die nun am Sonntag mit in der Stadthalle waren, wurden von den Autos weg zu den Münzen und Postkarten gezogen – was auch immer die Eltern – im besonderen die Väter – mehr interessierte.

Schade.

Auch ich konnte nicht viel meiner doppelten Münzen loswerden und das beste Geschäft habe ich wohl mit meinem Opa gemacht, bei dem ich mir 3 2-EUR-Stücke aussuchen durfte. Nein, nicht die normalen Länderstücke; die Sonderprägungen. Und bei einem Wittstocker Numismatiker konnte ich auch das 2 EUR Stück von 2010 (Bremen) in sehr gutem Zustand erhalten. Und weil ich die Enkelin von meinem Opa bin, hat er sogar 1:1 getauscht, statt mich mehr zahlen zu lassen. :-)

Im nächsten Jahr schaue ich vielleicht wieder nach kanadischen Quarters oder mir noch fehlenden 10 DM Stücken. Je nach dem, wie mir so ist. Doch ich glaube, ich werde mich nicht noch einmal durchgehend mit hinsetzen. Denn das bedeutet zeitig aufstehen (mein Opa ist meist schon um 6 Uhr morgens da, ich komme meist 1 1/2 Stunden später) und dann bis 15:00 Uhr bleiben und anschließend abbauen.

Aber so ein wenig körperliche Arbeit war auch mal wieder gut. ^^

Neues Telefon

siemens_telefonVor gut einer Woche hat das Telefon meines Mitbewohners, dass ich in meinem Zimmer zur Benutzung hatte, kaputt gegangen. Ich konnte niemanden anrufen und wenn bei mir das Telefon klingelte und ich abnahm, dann hat mich niemand gehört.

Heute war ich nach Feierabend bei Saturn. Als ich dann bei einem der Mitarbeiter die Stichpunkte, die mir mein Mitbewohner genannt hatte, herunterbetete, führte man mich gleich zum billigsten Gerät. Leute, habe ich wirklich noch diesen “Student ohne Geld” Touch an mir??

Im Rahmen von 30 – irgendwas über 100 EUR war alles zu haben. Ich entschied mich für den Mittelweg. Es wurde ein Siemens Gerät aus der Gigaset Reihe zu 50 EUR. ca. 25 Minuten Anrufbeantworter – hört sich gut an. Muss ich jetzt nur noch nachlesen, wie ich das dann abhöre.

Aber erstmal muss das Gerät 10 Stunden auf der Ladestation liegen, damit die Akkus richtig geladen werden. Danach vollständig entladen. Werde also erst morgen Abend ein wenig damit telefonieren können. Ich hoffe aber, dass dann wieder alles klappt und das Problem aus dem Weg geschafft ist. :)

Veränderung des Konsumverhaltens

Mit der Zeit fällt mir immer mehr auf, wie stark sich mein Konsumverhalten über die letzten Jahre verändert hat.

Schüler / Anfangszeit Studium

Trotz der Unterstützung meiner Eltern bin ich in allen Punkten eher geizig. Ich kaufe nur die billigsten Lebensmittel, selten mal etwas außer der Reihe für mich und auf Parties nehme ich nie mehr als 5 EUR mit. Geld kommt vom behalten, besonders dann, wenn nicht viel davon hat.

Nebenverdienst im Studium und Praktikumszeit

Es folgt der erste Nebenjob bei der Schülerhilfe, später abgelöst durch kleine Hiwijobs direkt in der Hochschule. Das zusätzliche Geld wird nun auch mal gern in Bücher, DVDs und Kinobesuche investiert. Bei Lebensmitteln achte ich dennoch auf den Preis. Wie auch schon vorher führe ich akribisch Tabellen über meine Einnahmen und Ausgaben.

Vollzeitjob

Ich will nicht behaupten, dass ich die Welt verdiene, doch in jedem Fall geht es mir nicht schlecht. Bei Lebensmitteln wird zunehmend fürs Wochenende frisches Gemüse gekauft, ein Buch hier, eine DVD da, Restaurantbesuch mit meinem Freund oder bei der Tankstelle für die Fahrt noch ein Getränk oder was zum Naschen kaufen. Klar, ich gucke, was ich ausgebe, aber ich muss nicht im Hinterkopf rechnen, ob da gerade noch genug Geld auf meinem Konto ist. Entsprechend hat auch die Buchhaltung nachgelassen.

Man dreht eben nicht mehr jeden Euro um, bevor man ihn ausgibt sondern gibt – natürlich in einem entsprechenden Rahmen – auch spontanen Neigungen nach.

Fazit

Das ist sehr angenehm und dennoch hoffe ich, mir zumindest im Ansatz eine sparsame Denkweise erhalten zu können. Denn irgendwann will man nicht mehr zur Untermiete wohnen, irgendwann will man auch mal richtig Urlaub machen , irgendwann will man sich auch einmal etwas größeres leisten. :-)

Aber dieser Rückblick zeigt mir, wie stark das Konsumverhalten von den finanziellen Möglichkeiten beeinträchtigt wird. Was logisch erscheint, kann man dann plötzlich auch sehr einfach auf sich selbst projezieren.

Wie geht euch das? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Aufgebrochen

samstagsspaziergang01Noch ist die weiße Pracht nicht vollends verschwunden, doch jeden Tag kämpft die Sonne sich ein Stückchen weiter vor. Es taut, es friert, es regnet, es schneit. Resultat: Vereiste oder vermatschte Fußwege und Straßen.

Doch als ich heute Morgen einen Spaziergang ins Zentrum von Altwarmbüchen machte, um die Geburtstagskarte meines Bruders abzugeben, war ich froh, dass man das Tauwetter der letzten Tage genutzt hatte, um die Gehwege endlich frei zu räumen. Der Anblick ist vielleicht nicht gerade ästethisch, doch mir bei weitem lieber als die Rutschpartie auf den Fußwegen, wie es die letzten Tage der Fall war.

Flankiert von den aufgebrochenen Eisplatten, kann man nun ungestört seines Weges gehen. Hoffentlich hält sich das Wetter, sodass wir bald auch diesen letzten Rest hinter uns haben.

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Hin und wieder kann man nun immer häufiger auch Vögel beobachten. Es raschelt in den Büschen, zwitschert in den kahlen Bäumen und hier und da hüpft einer über den Fußweg. Unbeeindruckt von menschlichen Passanten.

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In diesem Sinne: Ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag. :)