Back to the roots

Im alltäglichen Wust der Arbeit verliert man allzu schnell den Überblick, selbst wenn man glaubt, alles ganz fest im Griff zu haben.

Die Arbeit läuft, die Projekte sind im Griff, es sieht gut aus. Doch was ist “es”? Reicht es zu wissen, dass auf Arbeit alles läuft? Dass die Kunden zufrieden sind?

Woran merkt man, dass es zu viel ist? Das man zu viel arbeitet?

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Punkt zu erkennen:

1. Man träumt bereits von Arbeitssituationen.
2. Man gibt für seine private eMail-Adresse das Arbeitspasswort ein.
3. Wenn jemand “Wie geht es dir?” fragt, denkt man als erstes an all die Arbeit, die im Büro liegen geblieben ist.

Doch das schlimmste Alarmsingal ist, wenn man sich selbst vergisst und nur noch für die Arbeit lebt. Wenn die einzige Freude darin besteht, abends an der Seite seines Partners einzuschlafen und die gemeinsamen Miezen zu kraueln.

Wenn man diesen Punkt erreicht hat, dann wird es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen.

Diese Notbremse wurde in gewisser Maßen für mich gezogen. Ich erhielt die Einladung zu meiner feierlichen Exmatrikulation, wo ich einige bekannte Gesichter aus meiner Studienzeit wieder sah. Wir haben gescherzt, gelacht und uns ausgetauscht, was wir gerade machen. Einige im Master, andere in einer Pause – ich mitten im Arbeitsstress.

Und irgendwann kamen die Frage: “Wie geht es dir?” “Was machst du gerade?” “Wann machst du deinen Master?” – und schließlich: “Warum schreibst du eigentlich nichts mehr in deinem Blog?”

Nach einem Tag fernab der Arbeit, unter gleichgesinnten und mit diesen Fragen im Kopf, begann ich mich über mich selbst zu ärgern. Weil sich in meinem Leben fast alles um die Arbeit zu drehen scheint. Weil ich nicht weiß, wo ich hin will. Weil ich kein Ziel vor Augen habe.

Nun wird es langsam Zeit, diesen Nebel zu lichten und sich zu besinnen, wo das Ziel ist.

Gehen wir es also Stück für Stück an:
1. Ich kann natürlich kaum über meinen Arbeitsalltag schreiben, aber ich werde versuchen, mich über diesen Blog wieder stärker mitzuteilen. Vielleicht habt ihr Lust, euch zu äußern. Die Kommentarfunktion steht jeder Zeit für euch bereit.

2. Muss ich mich wieder mehr meinen Ideen widmen, selber kreativ werden und nicht zu einem bloßen Werkzeug abstumpfen.

Gerade so kurz vor Weihnachten wird es natürlich schwierig, aber versuchen wir es doch einfach mal. ;)

Daher: Auf ein Neues!

Zu sich selbst finden

In einer allzu hektischen Zeit, in der man einfach nur noch bestrebt ist, seine Rolle zu erfüllen, neigt man leicht dazu, sich selbst zu verlieren. Pflichtbewusst quält man sich jeden morgen aus dem Bett, schreibt sich viel zu lange todo-Listen und ist am Ende des Tages frustriert, weil die Liste nicht kürzer geworden zu sein scheint.

Da sind die Punkte, die man schon viel zu lange mit sich rumschleppt. Da sind die unerwarteten Aufgaben, die gar nicht auf der Liste standen, aber ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Und da sind die Punkte, die viel länge dauern, als erwartet. Kurz um, man ärgert sich und arbeitet länger, in der Hoffnung, morgen weniger zu tun zu haben.

Und so bewegt man sich in einem Teufelskreis, hat kaum noch Zeit für andere Dinge und die Arbeit dominiert das Leben. In einer solchen Zeit, verliert man allzu schnell sich selbst aus dem Blick. Dann stellt man fest, dass man sich Stück für Stück kaputt macht und die Ideen, die einem in ruhigeren Zeiten im Kopf herum schwirrten, sind längst in Vergessenheit geraten.

Dann ist es Zeit, wieder mehr für sich selbst zu tun und zu sich selbst zu finden.

In diesem Sinne habe ich heute mal wieder zu Stift und Tablet gegriffen. Erst beim dritten Anlauf gelang das Selbstportrait halbwegs zufriedenstellend.

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Selbstportrait / Corel Painter X / Wacom Bamboo Tablet

Ich wünsche euch allen einen schönen Restsonntag und hoffe, ihr findet alle noch etwas Zeit für euch.

Wachsame Beobachter

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Alle Jahre wieder ist es im Herbst so weit. Der Bungerlow meiner Großeltern muss winterfest gemacht werden. Um meinen Eltern und Großeltern zu Hand gehen zu können, sind wir zu diesem Anlass nach Wittstock gefahren.

Jeden Winter werden die Wege noch einmal frei gefegt, Beete mit Laub belegt, der Rasen gemäht und vor allem alles reingetragen. Kontrolliert wurde unsere Arbeit von einer Herde Kühe mit ihren Kälbern, welche in großer Schah zu muhen begann, wenn ein Auto vorbei fuhr.

Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen und griff entsprechend zur Kamera. ;)

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Wir sind immernoch da

Ohman, wie frustrierend. Gerade sehe ich, dass mein letzter Post schonwieder fast einen ganzen Monat zurück liegt. Das nervt mich in der Tat ein wenig.

Was mache ich denn, warum ich immer so lange nichts von mir hören lasse?

1.) Ich arbeite viel. Da wir gerade in einer Wachstumsphase sind, ist das alles andere als Erholung.
2.) Ich brauche auch etwas Freizeit für meinen Schatz und unsere Miezen.
3.) Zeichne ich regelmäßig in der Online Drawing Class mit Mike.

Irgendwie bleibt fürs Bloggen also nicht ausreichend Zeit. Erschreckend. Ich werde dennoch versuchen, etwas öfter noch etwas zu posten, da es mich einfach ärgert, hier alles so verkümmern zu lassen.

Hoffe, euch geht es alles gut!

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Miezen auf Kuschelkurs

Kleine Vorstellungsrunde: Mokka

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Mokka am ersten Abend auf unserem Sofa.

Nachdem der kleine Gismo bei uns eingezogen war, wurde schnell klar, dass allein sein nichts für ihn ist. Daher haben wir zunächst in diversen Anzeigen nach Kätzchen gesucht. Die Preise dabei waren utopisch und so sind wir schließlich Ende August ins Tierheim von Hannover gefahren. Dort gab es ein Geschwisterpärchen: Milka und Mokka.

Die beiden, sowie ihre zu dem Zeitpunkt schon vergebene Schwester wurden mit ca. 2 Wochen ohne Mutter aufgefunden und vom Tierheim aufgepeppelt. Im Tierheim konnten wir beide Miezen auf den Arm nehmen. Mokka schien dabei die ruhigere der beiden zu sein. Da wir mit Gismo bereits ein aufgedrehtes Kätzchen daheim hatten, entschieden wir uns für Mokka.

Mokka mochte es am Anfang überhaupt nicht, wenn man sie auf den Arm nahm. Auch mit dem Putzen hatte sie es nicht so. Ihr Fell war stumpf und erst durch mehrmaliges Kämmen und vielleicht auch mit Gismos Unterstützung, der immer wieder versuchte, sie zu putzen, wurde es schließlich weich.

Am ersten Abend hielten die beiden Abstand voneinander und beäugten sich misstrauisch. Gismo thronte auf dem Kratzbaum und Mokka verkroch sich aufs Sofa. Doch die Müdigkeit holte die beiden irgendwann ein und so schließen sie dann doch bald. Mokka merkte gar nicht, wie der Gismo irgendwann zu ihr kamm, um zu kuscheln.

Mokka ist eigentlich zwei Wochen älter als Gismo, in der Größe merkt man diesen Unterschied jedoch nicht, da Gismo bereits größer ist. Mal sehen, wie das dann in ein paar Monaten aussieht.

gismo_mokka

Gismo kommt kuscheln.