Projekt 52: Leblos

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Bunt bemalter, ausdrucksloser Mund,
augesetztes, falsches Lächeln,
leerer Blick ins Nirgendwo.

Einsam und doch nicht allein,
auf ihren Schaukeln wachend,
Rücken an Rücken träumend.

Je ein Clown gehört eigentlich meinem Bruder, meiner Ma und mir. Meine Großeltern hatten sie einmal im Urlaub gekauft und mitgebracht. Mein Bruder fürchtete sich als kleines Kind ein wenig vor seinem Clown, der so fremd und leblos in seinem Zimmer auf der Schaukel saß. Auch mein Clown überwachte, aufgehangen an der Gardinenstange mein Domizil. Es folgte der Umzug und der Clown ließ seine fortan von meinem Bücherregal herunter baumeln. Als mein Bruder älter wurde, war er ihm sein Clown einfach zu kitschig, zu mädchengaft, zu albern und er gab ihn meiner Ma. Auch mein Clown wechselte schließlich in den Flur zu seinen Brüdern, als es in meinem Zimmer mit dem Platz immer knapper bestellt war…

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Drei Clowns, egal wie bunt bemalt, werden sie doch immer leblos sein und bleiben.

Projekt 52: Leblos.

Projekt 52: Kirchen

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Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich zu diesem Foto schreiben könnte. Schöne Worte sind mir nicht eingefallen, also erzähl ich euch vielleicht ein wenig etwas zu der Kirche. Es ist eine der drei großen Kirchen im Stadtkern von Wernigerode. Eigentlich mag ich eine andere lieber, von der ich auch schon mehrere Fotos gemacht habe, aber ich bin ihr ein wenig überdrüssig geworden. Diese hier liegt ein wenig abseits in einem an sich ruhigen Viertel. Hier findet sich auch ein schmaler Durchgang zur Hauptstraße hin, der im Mittelalter wohl so ein wenig dem Rotlichtmillieu von Wernigerode entsprach.

Außerdem kann man vom Gymnasium durch einen alten Durchgang hindurch zum Platz gelangen. Die Umgebung ist es also, die mir bei dieser Kirche gut gefällt. Leider wird am Dach gerade gebaut, weshalb ich nur den Turm aufgenommen habe. In der Kirche haben wir letzten Sommer übrigens vom Studium her zeichnen dürfen. Eigentlich ist sie nämlich nicht ständig für Touristen geöffnet, sondern nur zu bestimmten Zeiten und so hatten wir die Kirche ganz für uns allein. ^^

Projekt 52: Kirchen.

Projekt 52: Sinnesflut

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Sinnesflut.

Der Bass durchfährt mein Herz,
Gekreische flutet meinen Kopf,
Lichtgewitter blendet meine Sicht.

Meine Sinne ertränken mich.
Will nichts mehr hören,
will nichts mehr sehen.
Wo ist der erlösende Stecker,
den ich ziehen kann?

Ich hab viele schöne Bilder gesehen und natürlich gibt es viele schöne Momente, die einem die Sinne gewähren. Doch manchmal würde ich sie am liebsten einfach abschalten. Wenn der Druck zu Groß wird, die Einflüsse zu viel, wenn mir mein Kopf zu zerspringen droht. Dann möchte ich einen Stecker ziehen und mich erholen, doch da ist kein Stecker…

Projekt 52 – Sinnesflut (zum eigenen Vorschlag also fast pünktlich)

Projekt 52: Zeit

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Die Uhr steht nicht.

Zeiten kommen,
Zeiten gehen.

Sie ändern sich,
sie wandeln sich.

Sie kehren nie zurück.

Weg von der Uhr als Symbol der Zeit. Der Zahn der Zeit nagt an allem und hier und dort kann man noch den alten Glanz erkennen. Das Gedicht ist nicht eigens für diesen Beitrag entstanden. Ich hatte es für ein Weihnachtsgeschenk meiner Familie geschrieben.

Projekt 52 – Die Zeit.

Projekt 52: Deine Stadt

Lange habe ich mit diesem ersten Beitrag gewartet, denn das Thema hat mich vor eine schwierige Frage gestellt: Was ist denn meine Stadt? Ist es die Stadt, in der ich geboren bin? Berlin? Wohl kaum, denn ich kann mich nicht einmal an meine Zeit dort erinnern und habe dort glaube ich gerade Mal ein Jahr gelebt. Die Zwischenstationen danach fallen wohl ebenfalls raus. Ist es die Stadt, in der ich bisher den größten Teil meines Lebens verbracht habe? Wittstock? Oder doch eher mein Studiumsort, Wernigerode? Und was ist Ende März, wenn ich für mind. ein halbes Jahr nach Hannover gehe? Wäre es dann Hannover?

Ich bin unschlüssig. Mir sind sowohl Wittstock als auch Wernigerode auf ihre eigene Art vertraut. Doch so richtig an einem Ort zu Hause werde ich wohl erst sein, wenn ich dann mal eine Festanstellung habe und mein Leben mal für ein paar Jahre fest planbar sind… Momentan ist das noch nicht so.

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Lange Rede kurzer Sinn: Nachdem ich zunächst mit dem Gedanken spielte, einen markanten Straßenzug in Wernigerode zu fotografieren (und das auch tatsächlich tat), entschied ich mich auf dem Heimweg spontan um. Der Himmel ist überall gleich, die Ampeln sind (nahezu) gleich und und und…

Also mein erster Beitrag für das Projekt 52 im Jahre 2009: “Deine Stadt