Immer diese Abhängigkeit

Vielleicht sehe ich das entwas verbissen, doch alles in allem glaube ich, Blogs leben vor allem auch durch die Möglichkeit eines direkten Austauschs mit den Personen, die sich jeweils dahinter verbergen. Das ist vor allem die Kommentarfunktion, die man in der Regel unter jedem Blogpost findet. Wenn ich soetwas nicht wollte, dann könnte ich eine normale Website machen bzw. besuchen. Aber nein, man besucht Blogs, weil der Kontakt irgendwie persönlicher ist.

Anbieter gibt es ja mitlerweile wie Sand am Meer und ich bin froh, dass ich für meinen Blog alles selbst in der Hand habe. Hier steckt mitlerweile soviel Arbeit und so viele Erinnerungen drin, dass ich so einen Ausfall wie 2003, als ich noch bei einem kostenlosen Anbieter für Blogs war, nicht so einfach wegstecken würde. Doch am Ende muss natürlich jeder die für sich passendste Lösung finden.

Sehr frustriert bin ich in letzter Zeit leider immer wieder wenn ich über einen interessanten Blog stolper, der bei Blogspot liegt. Denn es scheint, als wolle Google einfach nicht, dass man ohne einen der vorgeschriebenen Accounts einen Kommentar hinterlassen kann. Es gibt kein Freifeld für Name und URL, es geht nur über eine Anmeldung. Oft genug habe ich schon von einem Kommentar abgesehen, weil ich eigentlich keine Lust hatte, mir ein Profil anzulegen. Aber ewig kann man sich dem wohl nicht entziehen. Also habe ich nun ein Profil angelegt – wohl bemerkt natürlich ohne Blog – damit ich nun auch bei Blogspot-Blogs einen Kommentar hinterlassen kann.

Google versteht es schon, die Benutzer an sich zu “binden”.

Mehr Platz zum Kuscheln

So kurz vor Weihnachten wollten wir auch unseren Kätzchen etwas Gutes tun. Die beiden sind nun stolze Besitzer eines größeren Bettchens. Beide haben es fleißig beschnuppert und scheinbar für gut befunden. Auch wenn bisher vorrangig Gismo darin geschlummert hat, so ist da doch eindeutig auch noch Platz für Mokka, wenn sie mal wieder zusammen im Bettchen schlafen wollen. Bei dem alten Kissen hat einer dann immer halb auf den Fliesen gelegen. ;)

Besonders gut finde ich, dass, anders als bei unserem ersten Katzenbettchen, der Stoff glatt ist. Das sollte es leichter machen, die Katzenhaare zwischendurch zu entfernen. =)

Alles in allem scheint Gismo auch recht zufrieden zu sein.


Ein neuer Tisch!

Nunja, eigentlich ist er nicht neu, denn er gehörte vorher meinen Großeltern. Da sie nach ihrem Umzug nun kein extra Gästezimmer mehr haben, hatten sie keinen Platz mehr für einen zweiten Couch-Tisch und meine Eltern haben spontan vorgeschlagen, dass sie uns doch fragen könnten, ob wir den Tisch nehmen wollten. Da wir bisher keinen richtigen Couch-Tisch, sondern nur einen kleinen, abgenutzten Tisch mit dunkel Holz hatten, der so gar nicht zu den hellbraunen Ikearegalen, der Schrankwand und dem Sessel passte, stimmten wir dem gern zu.

Vorletztes Wochenende hatte ich ihn aus Wittstock mit nach Hannover gebracht und konnte ihn allein leider nicht heraus nehmen. Am Wochenende haben wir es dann vergessen und heute – heute konnte Papa kurz mit anfassen. Yay!

Unsere Kätzchen haben den Tisch auch gleich beschnuppert und inspiziert. Hoffentlich auch verstanden, dass es kein Schlafplatz ist, denn der Tisch ist tiefer, als der alte Tisch. Sowas kennen unsere Stubentiger noch gar nicht. ;)

Die Zeit wird es zeigen. ^^

Convention Camp 2012

Nachdem ich bisher einen großen Teil meiner freien Zeit Werktags für mich und zum Zeichnen genutzt habe, gab es gestern mal Kontrastprogramm. Ich war mit Kevin auf dem Convention Camp, der “Internet (Un)Konferenz” hier in Hannover.

Neben vielen, vielen Leuten, gab es natürlich auch viel Input durch Vorträge und Workshops. Dumm, dass so ein Tag nur begrenzt Zeit hat. ;)

Groß angekündigt und von vielen heiß erwartet war das Interview mit Julian Assange, Gründer und Kopf von WikiLeaks. Er teilte den Zuschauen vor allem seine recht negative Sicht auf die digitale Zukunft mit, vor allem vor dem Hintergrund des potentiellen Missbrauchs von Daten zur Ausspionierung. Er ging sogar so weit, Facebook mit der Stasi in der ehemaligen DDR zu vergleichen, was mir irgendwie ein wenig zu weit geht. Schließlich ist es nicht so, dass die Leute bei Facebook über andere schreiben, sondern über sich selbst – und somit hat es jeder selbst in der Hand, ob die Welt weiß, wann und was ihr heute zum Mittag essen werdet.

Oder wie seht ihr das?

Nach diesem recht negativ besetzten Einstieg widmeten wir uns einem Vortrag, der aufgrund seines Titels einen humorvollen Umgang mit dem Thema versprach. “Wir haben jetzt auch dieses Dings 2.0” Ich weiß nicht recht, was ich mir von diesem Vortrag erwartet hatte, doch das Ergebnis war etwas unbefriedigend. Es war vor allem eine etwas ironische Sicht auf Marketing Manager, die das ganze Thema Web 2.0 nicht durchdringen und möglichst mit harten Zahlen sehen wollen, was ihnen Interaktion auf Facebook, Twitter und Co. nun bringt und sprach unterschiedliche Sichtweisen auf das Web 2.0 an. – Für mich als Medieninformatiker und nach 3 Jahren Projektmanagement bei einem Dienstleister für diverse Werbeagenturen war das irgendwie alles sehr schwammig und mehr eine Wiedergabe von Anekdoten, als dass man nun etwas gelernt hätte.

Sehr gefreut hatte ich mich dann jedoch auf den Vortrag zu “Design Thinking“, welchen wir im Anschluss besuchten. Es geht hierbei nicht – wie viele aufgrund der Terminologie vermuten – um Design im künstlerischen Sinne, sondern vielmehr um eine Strategie zur kreativen Lösungsfindung in einem möglichst interdisziplinären Team. Ich hatte schon im September ein wenig darüber gelesen und ich denke, ich werde mal schauen, ob es noch weiterführende Literatur gibt. Für die Studenten in Berlin Brandenburg könnte es jedoch auch spannend sein, sich für 2 Semester beim Hasso Plattner Institut in Potsdam einzuschreiben. Wir konnten etwas später am Stand des HPI mit Studenten auch noch an einem Mini-Workshop teilnehmen, bei denen wir die vor allem das Vorgehen zum Thema Brainstorming durchgesprochen haben.

Das Thema “Social Media Qualitätsmessung” kann man recht kurz zusammenfassen. Social Media ist heute für die großen Firmen nicht mehr wegzudenken. Natürlich werden über Facebook nicht direkt Produkte verkauft, es kann jedoch genutzt werden, um die Marke entsprechend aufzubauen und eine Kommunikation zum Endverbraucher aufzubauen. Die Messung der Reichweise ist jedoch nahezu unmöglich, denn es ist schwer zu entscheiden, was nun eine bestimmte Anzahl an Fans oder Likes Wert ist. Gibt es Social Media ohne Facebook? Antwort der Teilnehmer der Podiumsdiskussion: Nein.

Persuasive Technology” fiel als Vortrag leider aus, was wir etwas spät bemerkten, sodass wir uns dann nur noch die Fragerunde eines anderen Vortrags zum Thema Bloggen anschauen konnten, um uns anschließend ein wenig mit den chaotischen Workflows im Bereich Design unter dem Titel “Wütende Designer” auseinander setzen konnten. Im Entwicklungs- und Designprozess müsste vielmehr darauf geachtet werden, ein abgerundetes, überzeugendes Erlebnis zu schaffen, als jeden einzelnen Bestandteil des Produktes gesondert zu behandeln. Das ist genau das, was Apple schlussendlich so erfolgreich gemacht hat und macht – und was andere scheitern lässt. Doch wie so oft ist es schwer, die Entscheidungsträger davon zu überzeugen, da sie in der Regel versuchen, mit allen Mitteln den Aufwand zu minimieren. Man sollte sich daher – wenn man sich in diesen Bahnen bewegt – darüber im Klaren sein, dass Menschen vor allem Erlebnisse kaufen. Damit ist natürlich nicht unbedingt der einfache Bleistift gemeint, doch wenn jeder einmal in sich hinein schaut; jene Dinge, für die wir viel Geld ausgeben, sind jene, die wir nicht allein nach Funktion aussuchen. Vielmehr nehmen wir, sie es aufgrund von Markenpräferenzen oder eines Gefühls, Mehrkosten in Kauf.

Alles in allem ein spannender Tag und – was mich überrascht hatte – Getränke und Mittag waren sogar im Ticket mit enthalten. Ich kann mich also nicht beschweren. Ob ich nächstes Jahr wieder hingehen würde, weiß ich jedoch noch nicht, da es – abgesehen von Design Thinking – leider wenige neue Erkenntnisse für mich gab, als erwartet. Schauen wir mal. ;)

Weiterführende Links:

Ausfall nach langer Zeit

Okay, der gestrige Abend hat mir gezeigt, dass es manchmal einfach nicht gut ist, alles bei einem Anbieter zu haben. Vllt. ist es dem ein oder anderen von euch gestern aufgefallen: Nach Jahren – und ich möchte wirklich meinen, so extrem war es noch nie – waren gestern meine beiden Seiten komplett down und nicht erreichbar. Soetwas ist mir in all den Jahren bei 1und1 noch nicht passiert. Doch es gibt für alles ein erstes Mal, denke ich.

Den Ausfall stellte ich jedoch erst fest, als ich völlig entnervt versuchte, eine E-Mail rauszuschicken und bei der Passworteingabe langsam an meinem Verstand zu verzweifeln begann. Einen Rechnerneustart später – es könnte ja doch an mir liegen – wollte ich es via Webmail versuchen, doch die 1und1-Seite war komplett down und auch bei gmx ging nichts mehr. Man sollte vielleicht nicht die Dienste von zwei Providern nutzen, die am Ende unter einem Dach sitzen, oder?

Wer sich gestern auch ein wenig geärgert hat, findet bei rp-online.de zumindest ein wenig Feedback, was los war. ;)