Zeitzeugengeschichten

Ich habe für mich festgestellt, dass ich es allzu schade finde, die Erzählungen von Zeitzeugen einfach in meinem Kopf verblassen zu lassen. Stattdessen versuche ich die Geschichten, die mir noch immer im Kopf schwirren, nun in neue Geschichten zu verpacken. Schauen wir einmal, was dabei herauskommt.

Beginnen werde ich mit Aufzeichnungen zu einem Zeitzeugengespräch, dass wir in Polen mit einer Überlebenden des Konzentrationslagers Majdanek geführt haben. Doch in meinem Kopf schweben auch noch die Fetzen von Erzählungen meiner Großeltern, mit denen ich mich gern noch einmal über dieses Thema unterhalten möchte, um diese Fetzen zu ordnen und niederzuschreiben.

All das wird man dann also unter der Kategorie Zeitzeugengeschichten finden. Sie steht im Gegensatz zu den Alltagsgeschichten, die sich mit Situationen befassen, die mir tatsächlich wiederfahren sind.

Dezemberträume

Für de Adventszeit würde ich mir ein paar ruhige und schöne Momente wünschen. Am Wochenende kommen meine Eltern, die Woche darauf mein Freund – das wird schön. Aber vorher werd ich wohl noch ordentlich arbeiten und vor allem vorarbeiten müssen, damit ich die Tage dann ein wenig genießen kann.

Das ist leicht gesagt, wird aber anstrengend, doch ich weiß, dass sich jeder schlaflose und anstrengende Moment lohnen wird.

Neben dieser besinnlichen Zeit wünsche ich mir einfach, dass es keine unangenehme Überraschungen, Krankheitsfälle oder Schlimmeres gibt. Das muss ich momentan einfach nicht haben. o.O Ahja, einen Wunsch habe ich noch: Meinen Praktikumsvertrag endlich unterzeichnen zu können. ^^’

[Adventskalender]

Wie sieht dein Adventskalender aus?

In diesem Jahr ist mein Weihnachtskalender etwas anderer Art. Statt dem üblichen Türchen mit den Schokoladenbildchen dahinter, habe ich mir einen digitalen zugelegt. Interessanter Weise verhalte ich mich dem gegenüber ähnlich wie dem einfachen Kalender aus dem Supermarkt. Ich “öffne” ihn auch verspätet, wenn ich keine Ruhe finde.

Als ich noch zu Hause wohnte – also vor gut zwei Jahren, da es gab auch keine Türchen zu öffnen. Meine Ma hing an die Treppe Stoffstiefelchen und Beutelchen, einen für meinen Bruder und einen für mich. Die Beutelchen hatten wir zur Kindergarten- oder Grundschuldzeit einmal gebastelt. Abends, wenn wir dann bereits in den Betten lagen, legte sie dann etwas Süßes für uns hinein. Das konnte ein Schokoriegel oder ein Lolli sein, oder auch ein kleines Marzipanherz (mein Bruder und ich lieben nämlich Marzipan – so wie wohl unsere ganze Familie ^^’). Auf diese Weise hatten wir natürlich eine viel größere Vielfalt, als durch einen normalen Schokoladenkalender. Allerdings brachte das auch Probleme mit sich: Etwa wenn sie es am Abend vergas. Denn werktags stand unsere Ma immer nach uns auf und bevor wir aus dem Haus gingen, holten wir uns in der Regel die Süßigkeiten, damit wir etwas für die Schule hatten. Manchmal saßen wir auch beim Frühstück und sie lief dann schnell im Nachthemd die Treppe herunter um die Säckchen zu füllen, bevor wir wieder herauskamen.

In diesem Sinne, einen lieben Dank an meine Ma, die sich dahingehend immer Mühe gegeben hat.

Im letzten Jahr hat sie mir einen Milka-Adventskalender geschenkt, weil ich nicht mehr so oft zu Hause war. In diesem jahr bin ich leider erst am 4. Advent zu Hause und den Rest des Dezembers an der Hochschule. Nungut, daher also mein eigener Adventskalender. :)

Eine Antwort auf die Frage zum 01.12., die Ulf schon beantwortet hat. Freut mich, dass noch jemand mitmacht. :)

Heute schon eine Schleife getragen?

Er kommt jedes Jahr wieder. Eine Hand voll Studenten engagiert sich, verkauft symbolische Schleifen und verteilt Informationshefte. Heute ist Weltaidstag – ein Tag, um sich ins Leben zu rufen, dass diese Krankheit noch immer tödlich endet. Dass es noch immer kein Heilmittel gibt.

Dieses Jahr habe ich zu diesem Zweck auch eine Schleife gekauft und heute morgen extra ein rotes Oberteil angezogen. Wenn ich an das Thema denke, dann muss ich immer an einen Comic denken, den wir in der Oberstufe in Französisch gelesen hatten. Er erzählte von einer jungen Frau, die sich Sorgen um ihre kleine Schwester macht, weil sie Drogen nimmt und unvorsichtig ist. Schließlich verliebt sie sich in einen jungen Mann – ich glaube, er stammte aus der gleichen Szene. Dieser hat Angst, dass er Aids haben und sie somit anstecken könnte, doch er traut sich nicht, zum Arzt zu gehen. Sie redet ihm Mut und sie machen beide den Test. Er ist überglücklich, als er erfährt, dass er nicht infiziert ist, doch der Schreck folgt darauf: Sie ist es und über die Jahre verschlechtert sich ihr Zustand. Sie kämpft ums Überleben. Jahre später steht er an ihrem Grab und singt für sie. Den Kampf hatte sie verloren – so wie ihn viele andere noch heute verlieren…

In diesem Sinne: Heute ist Welt-Aids-Tag!