Kleiner Dieb

Ohje, ich hab einen großen Fehler gemacht. Habe mich entschlossen, mein Auto doch noch frei zu kratzen und zu Kaufland zu fahren. Soweit alles super. Allerdings ist direkt daneben Fressnapf und ich entschloss mich, mal hineinzuschauen, da ich für die kleinen von meinem Freund Badesand besorgen wollte. Badesand habe ich nicht gefunden – das Ding ist irgendwie zu groß für mich, dafür hab ich einen total süßen Roborowski-Zwerghamster gesehen, der mir nun einfach nicht mehr aus dem Kopf geht.

Er hat nicht in seinem Häuschen geschlafen, sondern unter einer Holzbrücke gesessen, die oben Kletterlöcher zum Durchschlüpfen hatte. Unter einem dieser Löcher saß der Knirps und futterte irgendwas. Herje, war der knuffig. Am liebsten hätte ich ihn gleich mitgenommen, einen Käfig und Spielzeug und Futter und Streu gekauft. Aber das wär dem kleinen gegenüber wohl nicht gerecht gewesen. Ich habe kaum Platz in meinem Wohnheimzimmer und in drei Monaten folgt der Auszug, was wohl für ihn auch Stress bedeuten würde…

Aber dennoch. *seufz* Irgendwie fühl ich mich in meinem Zimmer nur noch allein, da wäre so ein kleiner Gefährte, selbst wenn er den ganzen Tag schläft, eine schöne Gesellschaft.

Wer zwei süße Fotos von einem Roborowski sehen will, klicke hier und hier.

Wintertribut

Ich frage mich, ob ich jemals einen WInter ohne Erkältung überstehen werde. Nachdem ich mich bisher ganz gut gehalten habe, klopfen nun die Bazillen an meiner Tür. Gestern war mir erst ganz komisch, Druck auf Brust und Kopf, Schwindelgefühle. Bin dann entsprechend schon gegen 9e ins Bett gegangen, so war sowieso nicht an Arbeiten zu denken.

Nun ist mir nicht mehr schwindlig, aber mein Kopf ist schwer, die Nase voll und der Hals kratzt. Ich krieg ne Krise. Gerade habe ich eigentlich keine Zeit für sowas, keine Zeit, sich schlapp zu fühlen, weil es eigentlich viel zu viel Arbeit zu tun gibt. Dazu müsst ich eigentlich einkaufen fahren, aber erstmal mein Auto freikratzen. Ach, dieses Wetter nervt mich langsam. >.>

Und jetzt trink ich weiter meinen Tee. …

PS: Wenn jemand Tricks kennt, wie man das Schlimmste abwenden kann, bin ich für jeden Tipp dankbar.

Das sonderbare Erbe.

Sie zog den Mantel enger und schlang die Arme um sich, schützend vor der Kälte, die sich leise in ihre Glieder und den Rücken hinauf schlich. Der Geruch von Apfel entwich dem frisch gebrühten Tee, den sie sich in dem kalten Café gegönnt hatte. Ihre Hände schlangen sich Wärme suchend um die Tasse, doch es war zu früh. Würde sie ihn jetzt trinken, würde sie sich die Zunge verbrennen. Kein Genuss, nur Schmerz wartete auf den ungeduldigen Geist. Und so schickte sie ihren kondensierenden Atem über die warme Oberfläche. Neben ihr das alte Papier ihres Großvaters, dass er ihr vererbt hatte. Vor einem Monat war die Beerdigung gewesen und sie hatte es nicht gewagt, das Papier anzurühren. Sie wollte es nicht vergeuden, wollte etwas Besonderes darauf zaubern. Worte, die so wunderbar waren wie die Geschichten, die ihr Großvater zu erzählen pflegte. In Gedanken erinnerte sie sich an späte Abende, als sie noch klein war und ihre Mutter bereits schimpfte, sie gehöre längst ins Bett. Andererseits hatte sie noch immer nicht verstanden, warum ihr Großvater ihr ausgerechnet dieses unbeschriebene Papier geschenkt hatte.

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Die kleine Geschichte zweier Schwestern

[Pina beim Essen]

Von einer Freundin wissen wir, dass sie sich die zwei Würmchen nacheinander geholt hatte. Ein Geschwisterpaar aus einem Wurf. Doch schließlich ließ sie sie bei ihren Eltern, wo sie kaum mehr Aufmerksamkeit bekamen. Sie wurden gefüttert und gepflegt, aber in einer Familie, in der alle arbeiten und die dazu noch Hund und Katze hat, bleibt da nicht allzu viel Zeit.

An einem lustigen Abend, als wir dort waren, meinte mein Schatz, er könnte sich auch vorstellen, nen Hamster zu haben. Kurzer Hand hieß es, er könne sie ruhig mitnehmen, wenn er wolle. Und am nächsten Tag zogen sie dann auch schon um.

In einem drei Etagenkäfig, einem Schlafhäuschen und einem Laufrad wurde es den beiden scheinbar bald zu eng und es dauerte nicht lang, dass Pina – die Kräftigere – Colada – die Kleinere – zu beißen schien. Nach vielem Quiecken trennte mein Freund die beiden schließlich. Nach einer Nacht in einer großen Kiste mit Einstreu investierte mein Schatz schließlich in einen neuen Käfig und Colada hatte schließlich ihr eigenes Heim.

[Colada sucht sich ihre Lieblingskörner]

Während Pina nach wie vor recht kräftig ist, hat Colada nicht wesentlich an Gewicht zugelegt. Die Zarte, wie sie mein Schatz oft nennt, ist ziemlich flink und ein kleiner Angsthase. Ihre Schwester wiederum hat sich an Hände gwöhnt und lässt sich auch ohne Probleme mal streicheln.

Es juckt mir regelrecht in den Fingern. Die kleinen Racker, die des abends langsam aus ihren Häuschen schnuppern und auch die Freundin vom Bruder meines Schatzes erzählt begeistert von ihrem kleinen Dsungaren. Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich selbst einen hatte, meinen Käfig gab ich nach dem Tod meines zweiten Hamsters – mir tat das immer sehr weh – an einen Kumpel, der sich Mäuse anschaffen wollte. Irgendwie regt sich nun was in mir, dass sagt “Ich hätte auch gern einen kleinen Hamster.” Aber ich weiß, dass ich bei dem Quitschen, was die meisten Laufräder verursachen, nicht schlafen könnte. Also werde ich wohl warten müssen – maximal bis Ende September, mal sehen… *seufz*

Beschütze mich

Beschütze mich und halt mich fest,
mein kleines Herz gegen deinen zärtlichen Griff,
meine kalten Finger in deiner warmen Umarmung.
Meine ganze Welt in deinen Händen.

Die kleine Pina kann man auch rausnehmen, während ihre Schwester doch sehr ängstlich und vielzu flink ist, als dass man nicht Angst haben müsste, dass sie einem von der Hand springt und sich in irgendeiner Ecke verkriecht. Pina ist da gemütlicher – aber auch ein wenig kräfter. Dafür kann man mit ihr schmusen – so sehr man mit Zwerghamstern schmusen kann… ^^’