Vertauschte Rollen

Wer erinnert sich noch an sein Schülerpraktikum? Zu meiner Zeit gab es ein solchen Praktikum in der 9. und 10. Klasse. In der 9. Klasse habe ich 3 Wochen in einer Bibliothek gearbeitet. In der 10. Klasse dann 2 Wochen in der Sportkneipe unseres größeren Fußballvereins.

Ich erinnere mich in beiden Fällen noch daran, wie meine Lehrerinnen vorbei kamen. In der 9. Klasse war es die Mutter eines Klassenkameraden. Das Gespräch war relativ schnell vorbei. Sie hat gefragt, ob alles in Ordnung ist, ob ich Probleme habe, es mir gefällt etc. Wenn dann meine Cheffin oder ihre Koleginnen dabei waren, kam mir das irgendwie albern vor.

Und heute stand ich wieder vor einer ähnlichen Situation. Jedoch mit vertauschten Rollen. Denn ich war nich der Schüler, nach dem die Lehrerin schaute, sondern die Betreuerin, die der Lehrerin noch ein paar Fragen beantwortete.

Die Situation war seltsam und hat mich innerlich höchst amüsiert. Denn unser Schülerpraktikant sah so aus, wie ich mich damals fühlte.

Manche Dinge ändern sich nie. Und die Möglichkeit, sie mal aus einem anderen Licht zu sehen, machen das Leben umso interessanter.

Es sind die kleinen Dinge, die wie morgendlicher Tau der Seele gut tun, wenn sich lange kein Regen mehr eingestellt hat, der neues Leben spendet.

Wie war das noch?

Wie war das noch mit der Bachelorarbeit?

Eigentlich wollte ich letzte Woche meinem Professor eine entsprechende Themenbeschreibung zukommen lassen. Doch nach einer rücksprache mit meinem Chef, gilt es nun, noch einmal alles zu überarbeiten. Während ich mich bisher mit Möglichkeiten der Reichweitenerhöhung von Browsergames durch eine Ausweitung auf das mobile Web beschäftigt habe, schlägt die Richtung nun mehr in die wirtschaftliche Richtung

Welche Chancen zur Monetarisierung gibt es im Bereich der Online Games und mobilen Anwendungen?

Ich hoffe, dass ich diesmal schneller zu einem Exposé komme, nicht, dass sich dann alles doch noch länger zieht und ich es nicht schaffe, Mitte Dezember bzw. spätestens Anfang Januar anzufangen…

Ich möchte mich auf jeden Fall bei einigen Freunden bedanken, die mich schon kräftig bei meinem ersten Anlauf eines Exposés unterstützt haben. Keine Sorge, ich schmeiße diese Sachen nicht weg, ich denke, ich kann die ausgegrabenen Studien etc. sicherlich noch nutzen. Entweder im neuen Exposé oder in einer späteren Einleitung. :)

Tote Mädchen lügen nicht

buch_tote_maedchenKlappentext: “Als Clay aus der Schule kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drück auf “Play” – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.

Mit Hannahs Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt, 13 Personen hatten ihren Anteil daran.

Clay ist einer davon…”

Als ich in der Onlineausgabe der FAZ von diesem Buch las, wüsste ich sofort, dass ich es lesen müsste. Es war kurz nach dem Amoklauf von Winnenden und allerorts wurde diskutiert, warum Schüler zu Amokläufern werden. Wer es sich leicht machte, schob es auf die Killerspiele. Doch jedem, der mit Computerspielen vertraut ist, sollte klar sein, dass diese Spiele nie die alleinige Ursache sind. Sie sind Kompensator und vielleicht erleichtern Sie den Schülern die Vorstellung, wie sie es anstellen könnten.

Doch wir sollten uns vielmehr nach den tieferen Gründen fragen. Denn diese Gründe liegen in unserer Gesellschaft. Kinder können sehr gemein zueinander sein. Da wird gemobbt, ausgeschlossen und gequält. Und die Erwachsenen sehen es nicht, wollen es nicht sehen oder resignieren. Wenn ich an mein letztes Jahr in der Schule zurück denke, dann erinnere ich mich an einen Jungen in der 7. Klasse, der vielleicht nicht der Hellste war, doch von seinen Mitschülern gemobbt wurde. In einer Hofpause bekam er vor dem Klassenzimmer einen Toast, der von älteren Jahrgängen für die Abikasse verkauft wurde, von einem Mitschüler auf den Rücken geklatscht. Ständig ließ man ihm die Luft aus den Reifen und jagde ihn über den Hof. Ich erlebte einen Tag, wie er sich kaum aus der Schule traute. Ich scheuchte die anderen weg, damit er raus konnte und sprach eine Lehrerin darauf an.

Doch sie hatte resigniert, wusste nicht, wie sie etwas dagegen tun sollte…

Wie solche scheinbar kleinen Sachen in ein Chaos münden können, zeigt dieses Buch. Hannah ist neu in der Stadt und gerät an die falschen Leute die ihr schneller als sie gucken kann, den Ruf eines “leicht zu habenen Mädchens” einbringen. Darunter leidet sie. Doch noch mehr nimmt es sie mit, wie diese Gerüchte und Handlungen einiger Einzelner die Art aller anderen beeinflusste. Stück für Stück verliert sie das Gefühl der Sicherheit. Sowohl in der Schule als auch in ihrem Elternhaus. Bis sie schließlich keinen Ausweg mehr sieht.

Jede Person ist anders. Nicht bei jeder Person würden die einzelnen Ereignisse die gleichen Reaktionen hervor gerufen. Mancher hätte sich anders verhalten. Mancher, wäre vielleicht stärker gewesen. Doch wir sind alle anders und dessen sollte man sich bewusst sein.

Ich wünschte, ich könnte die Gründe verstehen, die eine einstige Freundin in den Selbstmord trieben.

Testbericht Fotokalender (Teil 1)

Vor ein paar Wochen erreichte mich eine eMail von Photobox. Der Name sagte mir erstmal nichts, doch ein Blick auf die Website verriet, dass man dort alles rund um’s Foto bestellen kann. Neben normalen Abzügen, Fotobüchern und Kalendern auch einige andere Geschenkideen.

Man bot mir an, kostenfrei das Produkt Fotokalender Premium zu testen. Dies schien ein guter Anlass, mich schonmal in Vorbereitung auf die Weihnachtszeit durch meine Fotosammlung zu wühlen. Ich habe zugesagt und die Erstellung des Kalenders soeben abgeschlossen.

Testbericht (Teil 1/2)

1. Fotos hochladen

Das Hochladen der Fotos ist sehr einfach gewesen. Da ich in voller Auflösung hochgeladen habe, dauerte es ein wenig, aber das ist denke ich normal. Es gibt beim Hochladen verschiedene Möglichkeiten. Vom integrierten JavaScript-Tool bis zum FTP-Upload. Beim JavaScript-Tool sieht man dabei übersichtlich seine Ordner und kann anhand kleiner Thumbnails die Bilder auswählen, die man hochladen möchte.

test_photobox

2. Erstellen des Kalenders

Das Erstellen des Kalenders ist recht einfach. Zunächst entscheidet man sich, bei welchem Monat der Kalender starten soll. Anschließend kann man sich bei der Hintergrundfarbe zwischen schwarz und weiß entscheiden. Es gibt 5 verschiedene Vorlagen und per Drag and Drop lassen sich die Fotos einfach platzieren. Man bekommt sofort angezeigt, ob die Qualität eines Fotos ausreichend ist und kann bei Bedarf auch noch etwas hinein zoomen. Nach vielem Hin und Her bin ich nun insgesamt recht zufrieden mit der Bilderkomposition und lasse mich überraschen, wie es aussieht, wenn ich den Kalender dann in den Händen halte. :)

Verbesserungspotential des Tools

Abgesehen von den 5 Vorlagen hätte ich mir etwas mehr Freiheit erhofft. Oft musste ich mich gegen ein Foto entscheiden, weil es in die Formate einfach nicht passte oder es beispielsweise keine Möglichkeit gibt, 4 Fotos zu platzieren. Ich würde es ebenfalls begrüßen, wenn man die Option hätte, im Kalender mit Text zu arbeiten. Die eine Fotovorlage hätte sich dafür gut geeignet.

Natürlich hätte man auch immer das Fotoformat für eine volle Größe nehmen und alles am Rechner entsprechend vorbereiten können. Doch besonders bei Schrift wäre ich mir da etwas unsicher, ob das wirklich so gut aussieht…

Ein Manko, was man in meinen Augen nach Möglichkeit beheben könnte: Wenn man beim Erstellen des Kalenders feststellt, dass ein Foto fehlt, muss man jedes Mal seine Kreation speichern und wieder zurück zur Albenübersicht gehen. Eine direkte Verknüpfung würde ich als benutzerfreundlicher empfinden.

Fazit:

+ einfache Handhabung
+ keine Installation zusätzlicher Software
+ schnelle Verarbeitung bei der Gestaltung des Kalenders
– wenig Möglichkeiten zur freien Gestaltung

Wer noch am Grübeln ist, was er seinen Liebsten zu Weihnachten schenken könnte, den empfehle ich auf jeden Fall, sich das Sortiment einmal anzuschauen. Es sind einige interessante Sachen bei. :)

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