Kleiner Radausflug am Mittellandkanal

Am Montag hatte ich mich auf Arbeit etwas früher frei machen können und nutzte das noch nicht zu heiße, aber wunderbare Wetter für einen spontanen Ausflug mit dem Rad. Ich fuhr zum Mittellandkanal und dann von der Anderter Schleuse bis hin zur Gabelung.

Schleuse in Anderten/Hannover am Mittellandkanal

Leider fuhr ich auf der falschen Seite, sodass ich dann einfach wieder umkehren musste. Doch bei erstbester Gelegenheit wechselte ich die Seite und suchte mir etwas spontan den Weg nach Hause über unbekannte Wege. Da ich wusste, in welche Richtung ich in etwa musste, ging das zum Glück gut aus. ;)

Bei diesem Ausflug nahm ich natürlich auch meine Kamera mit und machte ein paar Fotos. Die meisten wohl eher weniger künstlerisch wertvoll, doch man kann ja nicht alles haben.

Radfahrer und Gänse am Mittellandkanal

Interessanter Weise traf ich auf “meiner Seite” ein paar Angler, während es auf der anderen Seite des Kanals auch eine Stelle gab, an der Jugendliche badeten. Zugegeben, das Wasser sah eigentlich ganz gut aus. Doch irgendwie bin ich immer etwas verunsichert bei solchen Gewässern, wo man im Grunde nie den Boden unter den Füßen hat. (Im Gegensatz zu einem klassischen See im Flachland.)

Mittellandkanal

Wie nutzt ihr das schöne Wetter in dieser Woche?

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Durch die Blume [26 / P52]

Wenn man jemandem etwas “durch die Blume” sagt, so versucht man in der Regel eine womöglich schmerzhafte Wahrheit schön zu verpacken, um sie leichter verdaulich zu machen. Das klappt nicht immer. Ähnlich ist es wohl mit Blumen auf dem Balkon. Mit einem schön bepflanzten und dekorierten Balkon versuchen wir uns davon abzulenken, dass wir vielleicht nicht in einem schönen grünen Garten sitzen, sondern leider nur auf einem kleinen Balkon in einer Vorstadt (oder Stadt).

Durch die Blume

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr einen Balkon? Macht ihr es euch dort mit Blumen schön gemütlich, um euch von den vorbei fahrenden Autos ein wenig abzuschirmen?

Nanu, wieder Projekt 52?

Hatten wir das nicht schon? – Ja, hatten wir. ;) Das Projekt gibt es seit 2008 (?) und es geht darum, jede Woche ein Foto zu machen. Um meine neue Kamera in der nächsten Zeit auch entsprechend zu nutzen, werde ich mich kurzer Hand bei Sari’s Themen aus dem Projekt 52 anschließen. Ich habe in den letzten Jahren sporadisch mit Aquarellen daran teilgenommen, wobei der Aufwand hierbei zu hoch war, um es tatsächlwerde es diesmal jedoch wieder eher aus fotografischer Sicht versuchen.

Passender Weise ist gerade Halbzeit, sodass ich nun immernoch ein halbes Jahr Projekt 52 vor mir habe, um mich mit meiner Kamera auszuprobieren.

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Der PUR-Abend bei Sing meinen Song

Ich gebe ja zu, ich gucke diese Sendung eigentlich nur wegen PUR/Hartmut Engler. Nicht, weil ich irgendsoein Fan bin, der Personen hypt, sondern weil ich die Musik gern höre und vor allem die Texte liebe. Heute kann ich das so offen sagen und mit den schrägen Blicken leben – in meiner Kinder- und Jugendzeit fehlte mir dafür noch ein wenig die Größe. ;)

Umso mehr habe ich mich also auf diesen Abend gefreut, an dem man nun PUR-Songs singen würde. Von der Song-Auswahl war ich irgendwie etwas enttäuscht. Ich hätte mir ein paar von PUR’s kritscheren Titeln gewünscht, statt Abenteuerland (Xavier Naidoo), Funkelperlenaugen (Andreas Bourani) oder Lena (Prinzen) zu hören. Auch Herzbeben (Christina Stürmer) gehört für mich eher in die Klischee-Schublade, als zu den Songs, warum ich PUR höre. Einzig Daniel Wirtz wählte einen Song, der nicht überall schon wunder wie bekannt ist und etwas tiefer geht. Da der Tod meines Opas noch nicht so lange her ist, liefen mir entsprechend die Tränen wie kleine Bäche aus den Augen.

Daniel Wirtz singt "Wenn sie diesen Tango hört"

Doch abgesehen davon, war das einzige Highlight wohl PUR’s eigener Song “Achtung”, der endlich wieder in die Sozial-kritische Kerbe schlägt.

“Einer redet, einer hört weg,
was er erzählt, interessiert ihn nen Dreck.”
(…)
“Einer meint, was er sagt, der andere nicht.
Ob in der Kirche, Kneipe oder vor Gericht.
In eine komplizierte Zeit hinein gebohren,
geht der Durchblick allmählich verloren.

Achtung, Achtung – Pass auf!
Achtung, Achtung Respekt!
Achtung, Achtung – Pass auf!
Achtung und Respekt!
Fast vergessen, fast vertrieben:
Achtung und Respekt.”
– “Achtung”, PUR

Davon hätte ich mir in dieser Sendung mehr gewünscht, doch entweder sind die meisten Teilnehmer nicht über die Klischee-Schicht hinaus gekommen oder ihnen fehlte der Mut, etwas anderes zu singen. (Oder Universal Music hat Vorgaben gemacht?)

Bei allem, was aktuell in unserer Welt los ist, hätte ich mir eine Interpretation von “Kein Krieg” oder “Brüder” gewünscht. Oder auch “Neue Brücken”, denn davon brauchen wir in der heutigen Zeit definitiv wieder ein paar mehr. Oder wer sich dieser offensichtlichen Probleme nicht annehmen will, hätte mit “Kinder sind tabu”, “Anonyme Opfer” oder “SOS” auch ein Zeichen gegen Kindes- und Frauenmissbrauch oder Kinderarmut setzen können. Aber nein, stattdessen gingen sie den einfachen Weg. Ja, die Liebe ist ein wichtiger Bestandteil unser aller Leben. Doch müssen wir wirklich die Augen vor den Problemen dieser Zeit verschließen?

Da es zu den anderen Titeln keine offiziellen Musikvideos zum Teilen gibt, zum Abschluss “SOS” mit Bildmaterial der SOS-Kinderdörfer.

Überall gibt es ein Kind, das seine Kindheit versäumt.
Überall gibt es ein Kind, das vom Leben nur träumt.
SOS!
SOS – Ein Hilferuf, Kinder in Not.
Wo bleibt die Rettung?
Ein Zeichen, ein Signal – das schreit nach einer Tat!
– “SOS”, PUR für die SOS Kinderdörfer

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Das Wetter in Island – und die richtige Kleidung dazu (Islandreise #02)

Wer als Mitteleuropäer nach Island verreisen will, sollte sich vorab mit dem Wetter dort vertraut machen. Mit den heutigen Wetterdiensten, die online abgerufen werden können, kann man sich ja heutzutage sehr einfach ein Bild machen.

Wir waren die letzte Mai-Woche in Island und hatten Temperaturen von ca. 6 bis 10 Grad. Allerdings war es oft windig, wodurch es sich eigentlich kühler anfühlte.

Kleidung in Island – die Vorbereitung

Während unser Reisebeginn immer näher rückte und wir die Wetterwerte von Reykjavík gespannt beobachteten, mussten wir uns eingestehen, dass wir uns womöglich auf viel Regen einstellen müssten. Die iPhone App zeigte oft graue Wolken oder auch Regen an.

Auf diese Erkenntnis folgte eine Zweite: Uns fehlten für einen solchen Ausflug sowohl regen- und windfeste Jacken, als auch entsprechendes Schuhwerk. In Hannover fanden wir leider vorab kaum Ruhe, einzukaufen, sodass wir am Vormittag unseres Polterabends in Finsterwalde in ein Sportgeschäft gingen. Da wir bisher eher günstigere Jacken und Schuhe gekauft hatten, entschieden wir, dass jetzt die Qualität im Vordergrund stehen müsste, damit wir uns dann auf Island keine nassen Füße holen würden.

Wir kauften uns also je eine Jack Wolfskin Jacke (die fand ich ja sowieso schon länger cool :) ) mit Fleece und wetterfeste Schuhe. Wobei wir auf höhere Wanderschuhe verzichteten, da wir ja jetzt nicht zum Bergsteigen wollten.

Kleidung in Island – kurzfristige Ergänzung

Bereits bei der Anreise wusste ich unsere tollen Jacken mit dem kuscheligen Fleece zu schätzen. Doch am nächsten Morgen merkten wir, dass der Schal allein auch nicht hilft. Ohren und Finger wurden ziemlich kalt. Sandro hatte sich seine Mütze eingepackt, doch mein Stirnband war zu dünn.

Eine unserer ersten – und besten – Investitionen an unserem ersten Tag in Island war daher der Kauf von Handschuhen (für beide) und einem Stirnband für mich. Beides kauften wir in einem Wollladen in Reykjavík an unserem ersten Tag. Die Handschuhe gab es leider nur in Einheitsgröße, sodass sie im Prinzip etwas zu groß für mich sind. Da sie aber nur halbe Finger haben, betraf das im Grunde nur den Daumen und war somit kein größeres Hindernis.

Handschuhe und Stirnband aus Island

Das Stirnband hat die Besonderheit, dass es grundsätzlich bereits etwas breiter ist, als das, was ich aus Deutschland mitgebracht hatte. Zusätzlich ist es an den Ohren noch etwas dicker, sodass der Wind wirklich nicht in die Ohren pfeifen konnte. Wenn es ganz hart wurde, zogen wir auch noch die Kapuze hoch.

An der Küste in Reykjavík

Mit Handschuhen, Stirnband, Jacke+Fleece und Kapuze war auch der starke Wind unten am Wasser kein Problem.

Sonnenbrand in Island

Wer nach Island fährt, denkt wahrscheinlich nicht gerade an Sonnencreme. Wir haben das auch nicht getan. Doch auch wenn die Temperaturen nicht hoch sind und der Wind frisch ist, so ist die Sonne trotzdem da. Das gilt besonders in Zusammenhang mit Wasser. Also bei Bootstouren oder auch in der Blauen Lagune.

Sonne über der Bucht von Reykjavík

Sonnenreflektionen können bei Bootsausflügen für Sonnebrand sorgen. Auch in Island.

Wenn ihr also leicht einen Sonnenbrand bekommt, packt euch Sonnencreme ein. Ich habe mir ohne Creme in Island bei ca. 8 Grad tatsächlich einen leichten Sonnenbrand geholt.

Wetterwechsel

Obwohl die Wettervorhersage uns viel Regen verkündete, mussten wir feststellen, dass es nicht so schlimm wurde, wie wir befürchtet hatten. Wir haben keinen richtig schüttenden Regen erlebt, wie man das oft genug aus Deutschland kennt. Vielmehr wirkte es oft eher wie ein fieser Niesen, der einem mit dem Wind heftig ins Gesicht blies.

Noch dazu wechselte das Wetter recht schnell. Am Montag hatten wir fast den ganzen Tag eine dicke Wolkendecke über uns mit Wind und Niesel. Während wir in der Whales of Iceland Ausstellung waren, hat es womöglich auch etwas stärker geregnet. Doch als wir am Rathaus ankamen, zogen plötzlich die Wolken auseinander und ein Fleck strahlend blauen Himmels wurde sichtbar. Die Sonne schien plötzlich, als wäre nichts gewesen.

Der schönste Tag – vom Wetter her – war der Freitag. Da wir sowohl am Montag, als auch am Freitag auf (unterschiedlichen) Aussichtspunkten waren, kann man das Wetter hier schön im Vergleich sehen.

Ausblick von der Halgrimskirkja (links) und dem Perlan View Point (rechts)

Ausblick von der Halgrimskirkja (links) und dem Perlan View Point (rechts)

Frühblüher im Mai

Abgesehen vom Wind könnte man das Wetter im Mai in Island wohl mit unserem März vergleichen. Zumindest von den Temperaturen her ist es ähnlich und passt zu den Frühblühern, die wir an verschiedenen Stellen in Reykjavík gesehen haben.

Frühblüher im Mai in Island

Tipps für die eigene Reiseplanung:

  • Wind- und Regenfeste Jacken und Schuhe
  • Handschuhe
  • Stirnband oder Mütze

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Mit neuer Linse unterwegs – Testbericht Sony a6000

Seit 2008 ist meine Lumix (Panasonic DMC FZ28; Bridge-Kamera) mein ständiger Begleiter, wenn wir unterwegs sind. Im Urlaub in Island musste ich leider feststellen, dass ich hier und da an die Grenzen meiner Kamera stieß und spürte, dass ich mich langsam wohl nach einem neueren Modell umschauen würde.

An dem Montag nach unserer Rückkehr aus Island, hatten wir noch frei und verschiedene Termine in der Stadt. Ich wollte eigentlich wegen eines neuen Radio-Weckers in den Saturn, doch irgendwie gingen wir hinein und kauften alles mögliche, nur keinen Radio-Wecker.

Auf zureden meines Mannes entschied ich mich für eine Sony Alpha 6000 Systemkamera. Eigentlich wollte ich ja nur gucken und hatte Gewohnheitsbedingt natürlich das aktuelle Lumix-Modell in der Hand. Doch man kann wohl sagen, der Verkäufer war sowohl freundlich, als auch gut, sodass wir – und die Kamera war gerade mit Tasche im Angebot. Dazu holten wir noch eine große Speicherkarte, damit auch nichts schief gehen könnte.

Sony Alpha 6000

Anschließend – nachdem unser altes Garmin schon länger rumzickt – suchten wir für meinen Mann auch ein neues Navi aus, dass bereits fleißig im Einsatz ist.

Bei aller Aufregung hatten wir dann meinen Radio-Wecker völlig vergessen. Da es mir auch mehr um die digitale Anzeigefunktion im Dunkeln, als um das Wecken, ging, ist das zum Glück nur halb so wild. (Wenn auch im Dunkeln etwas ungewohnt, so ohne Zeitanzeige.)

Erste Erfahrungen mit der Sony

Die Sony Kamera ist eine spiegellose Systemkamera mit Wechselobjektiven. Das Standard-Objektiv hat selbstverständlich einen geringeren Zoom Wert, als etwa eine Bridge-Kamera. Dafür ist jedoch der Lichtsensor größer, was hochwertigere Fotos verspricht. Absolut praktisch finde ich den internen Blitz, den man auch nach oben ausrichten kann, um so sein Fotomotiv nicht direkt anzublitzen. Da der Akku zunächst mehrere Stunden laden muss, konnte ich erst in den Abendstunden, als es draußen bereits dunkel war, die ersten Fotos mit meiner neuen Kamera machen. Natürlich mussten dafür erstmal unsere lieben Miezekatzen herhalten

Meine ersten zwei Bilder mit der Sony a6000

Gismo und Mokka müssen in der Nacht als erste Fotomotive herhalten

Diese beiden Fotos sind hinsichtlich Helligkeit und Kontrast in keiner Form nachbearbeitet worden. Sie wurden im nachtdunklen Wohnzimmer ohne Zimmerlicht und nur mit dem Blitz (nach oben gehalten) aufgenommen. Als Modus habe ich einfach die “intelligente Automatik” genutzt. Besonders das Bild von Mokka (rechts) hat mich bereits auf dem Display umgehauen. Niemand würde ahnen, dass es Nacht ist, oder?

Am nächsten Tag nach der Arbeit machte ich mit meinen Tests weiter. So wollte ich zum Beispiel eine Hummel auf unserem Balkon fotografieren. Das klappte soweit ganz gut, wobei viele Schüsse unscharf wurden. Mitlerweile weiß ich, dass ich den Autofokus dabei auf “Verfolgung” stellen sollte, damit das bewegte Objekt fortlaufend fokussiert wird. Der Sport-Modus macht das übrigens von allein. Auch die Helligkeit habe ich hier nicht so gut hinbekommen. Es ist jedoch nichts, was man mit Photoshop nicht korrigieren könnte.

Im Makro Bereich muss ich mit dem Objektiv ebenfalls ein paar Abstriche machen. Ich komme einfach nicht mehr so nah an ein Objekt heran, wie das mit der Bridge möglich war (2cm waren kein Problem). Jetzt muss ich wenigstens 5-6cm Abstand lassen. Dafür ist jedoch die Auflösung mit 6000x4000px (jpg, Vollbild) so groß, dass ich hier genug Material zum “Abschneiden” habe. Für den Blog sollte es in jedem Fall reichen. (Und Insektenfotos drucke ich eher selten, habe aber meinen Spaß, sie zu fotografieren.)

Hummel mit der Sony a6000 fotografiert

Hummel an unserem Himbeerstrauch auf dem Balkon. Von links nach rechts: unbearbeitet, bearbeitet, Ausschnitt.

Was ich ebenfalls großartig finde ist, dass ich nun nicht mehr nur mit dem iPhone Panoramas machen kann. Auch die Sony a6000 schießt im richtigen Modus mehrere Bilder, um daraus direkt ein Panorama zu errechnen.

Erstes Panorama mit Sony a6000

Erstes Panorama, unbearbeitet.

All diese ersten Anläufe zeigten jedoch schnell, dass ich ohne Unterstützung mir nicht alle Funktionen dieser Kamera erschließen würde. Das mitgelieferte Handbuch ist leider sehr spartanisch und eher technisch orientiert. (Lieferumfang, grobe Erklärung Knöpfe). Also bestellte ich mir nur wenige Tage später noch das Buch “Fotografie mit der Sony a6000”. Die größten Fragezeichen konnte ich mit dem Buch bereits aus dem Weg räumen.

Fototour durch den Zoo mit der neuen Sony a6000

Leider hatte ich es noch nicht gelesen, bis wir am vergangenen Samstag – 2 Tage vor Ablauf unserer Jahreskarte – spontan in den Zoo gingen. Sodass ich irgendwie noch nicht raus hatte, wie ich eine längere Aufnahmezeit für fließendes Wasser einzustellen. Auch vermisste ich bei einigen Gehegen definitiv den Zoom meiner Lumix. Besonders dankbar war ich an diesem Tag also für jene Tiere, an die man verhältnismäßig dicht heran kommt.

Zebras und Antilopen im Zoo Hannover

Landschaft mit Tieren, statt Tieraufnahme – Bildausschnitt, keine weitere Bearbeitung

Pelikan im Zoo Hannover

Hautnah dran – ein Pelikan im Zoo Hannover

Zu diesem vorerst letzten Besuch entschieden wir uns, auch die Fahrt auf dem Sambesi noch einmal mitzumachen. Hier erwies sich ein weiteres für mich neues Feature als sehr nützlich. Denn neben einer Einzelbildfunktion, einem Selbstauslöser und einer Selbstauslöser-Serienbild-Funktion gibt es auch noch eine normale Serienbild-Funktion. Während man also den Auslöser gedrückt hält, wird ein Foto nach dem anderen geschossen. So hatte ich die Chance, ein paar Aufnahmen zu machen, die mit dem im Vergleich dazu sehr langsamen Autofokus meiner alten Lumix nicht möglich gewesen wären.

Kronenkranich am Ufer des Sambesi

Kronenkranich am Ufer des Sambesi

Kormoran

Kormoran

Diese Serienbildfunktion hat natürlich einen Nachteil: Es entsteht eine sehr große Menge an Fotos. Und gerade, wenn man sich als Fotograf noch (“unkontrolliert”) mitbewegt, werden dabei natürlich einige unscharf, die dann wieder aussortiert werden müssen.

Präriehund

Dieses schöne Motiv bot sich mir noch, als ich bereits unzählige Fotos von Präriehunden vor ihren Höhlen gemacht hatte. Da stach dieser kleine Wicht doch wirklich gut hervor und unterscheidet sich etwas von anderen Präriehund-Bildern, die ich euch in den vergangenen Jahren bereits gezeigt habe.

In Yukon stellten wir zufällig fest, dass an diesem Samstag die “Canadian Goldrush Days” gefeiert würden. So gab es an der Market Hall diesmal nicht nur etwas zu essen, sondern auch noch Programm. Da ich als Fotograf hier selbst nicht in Bewegung war, kann ich euch hier die Macht der Serienbildfunktion hier sehr anschaulich zeigen. Ich habe von dem Tanz der Mädels sehr viele Serienbilder aufgenommen und nun in Photoshop einfach 10 Bilder zu einer kurzen Animation zusammengestellt.

Tänzerinnen Canadian Goldrush Days Zoo Hannover

Canadian Goldrush Days im Zoo Hannover

Leopard im Zoo

Leopard im Zoo. Auch für Bewegungsstudien für Animationen lässt sich diese Funktion entsprechend ganz großartig nutzen.

Erstes Fazit

Die neue Kamera konnte in der kurzen Zeit bereits mit einigen neuen Features begeistern:

  • Verfolgungs-Autofokus
  • Panorama Funktion
  • Serienbildfunktion per Auslöser gedrückt halten
  • Intelligente Automatik + erkennt Modi wie Makro, Person und Landschaften (unsere Katzen werden als Kleinkinder erkannt ;) )

Insgesamt stelle ich durchaus fest, dass ich mich – wenn ich nun schon so eine Kamera habe – noch einmal mit ein paar Grundlagen beschäftigen muss. Im Grunde sollte ich die Themen eigentlich aus der Fotografie-Vorlesung im 1. Semester kennen, doch das ist einfach zu lange her und ich habe das Wissen zwischendrin kaum gebraucht. Es gilt nun also, zu verstehen, wann man welche Blende und welche Verschließzeit nutzt, um die Effekte zu erzielen, die man sich wünscht.

Vermutlich wird die nächste Investition ein Stativ werden, um Langzeitaufnahmen wackelfrei machen zu können. Doch auch ein Teleobjektiv (leider entsprechend teuer) und praktische Dinge wie ein zweiter Akku stehen auf meiner Wunschliste. Doch nun mache ich erstmal einen Schritt nach dem nächsten. Der Tag hat schließlich nur 24h. ;)

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