Die Hutmacherin

Im Rahmen der ODC hat Mike mich angehalten, etwas mehr über meine Hutmacherin nachzudenken.

Zum Einstieg für die Neuen unter euch:
Die Hutmacherin entstand während einer nächtlichen Zeichnen-Session mit Oliver in Hochschule. Damals suchten wir einfach nur nach einem Thema, um zu zeichnen, da mit Oliver seine Herangehensweise bei Figuren zeigen wollte. Als wir bei ConceptArt.org vorbeschauten, war das Thema bei “Character of the Week” gerade “Alice im Wunderland”. Irgendwie wollte mir keine männliche Figur gelingen, und so wurde aus dem verrückten Hutmacher eine Hutmacherin.

Ich habe danach immer wieder versucht, sie zu zeichnen. Mit eher mäßigem Erfolg.

Das Problem bestand darin, dass sie einfach nur eine Hülle war. Eine Hülle ohne Geschichte, ohne Hintergrund, ohne Charakter.

Daher kann es nur eine Frage geben: Wer ist sie eigentlich?

In einem längeren Schlagabtausch haben wir uns ihren Gewohnheiten und ihrem Wesen genähert und festgestellt, dass sie eigentlich viel jünger ist, als ich sie damals zeichnete. Sie ist eine Tagträumerin, die sich aus der düsteren Realität zurück zieht und in ihrer eigenen kleinen Welt ihre Probleme löst.

Ich habe mich nun heute versucht, eine jüngere Version der damaligen Hutmacherin zu zeichnen und muss feststellen, dass sie eigentlich nicht mehr viel mit ihrer Vorlage gemein hat.

Hat der Hintergrundstory und ihren Beweggründen arbeite ich derzeitig noch, doch ich denke, das namenlose Mädchen wird sicherlich noch häufiger hier auftreten.

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Corel Painter X, Wacom Bamboo

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