Grüner Nachwuchs auf dem Balkon

Längst ist unser Balkon wieder bereit für schöne Stunden in der Sonne und langsam grünt es überall. Klar, die Blumenkästen haben nicht so recht überlebt nur die Korniferen stehen grün. Doch auch Schnittlauch und ein paar andere Kräuter haben den Winter auf dem Balkon überstanden. Leider nicht alle, aber so ist wohl der Lauf der Dinge.

Besonders froh bin ich, dass auch einer unserer beiden Ginkgo-Bäume kleine grüne Blätter zu Tage gefördert hat. Ich hoffe, sein Bruder hat nur verschlafen und beglückt uns ebenfalls bald mit grünem Nachwuchs. Es wäre doch schade, wenn uns nun tatsächlich einer der beiden Bäumchen über den Winter eingegangen wäre.

Was macht eigentlich Cleo?

Unscheinbar und ruhig ist unser fünfter Mitbewohner und den meisten Mietern im Haus wahrscheinlich völlig unbekannt. Cleo hat Anfang April 2011 bei uns die Hamstervilla bezogen. Im Gegensatz zu unserer verstorbenen Zwerghamsterdame Lilo ist Cleo viel stärker auf die Trennung von Tag und Nacht bedacht. Tagsüber sieht man sie eigentlich nie und erst am späten Abend steckt sie die Nase aus ihrem Bau.

In der neuen Futtertüte hatte ich eine ganze Erdnuss gefunden, die ich extra zur Seite gelegt hatte, damit mein Schatz seine Hamsterdame damit verwöhnen kann. Doch Cleo wollte uns einfach nicht die Freude machen, die Nuss außerhalb ihres geschützten Baus zu knacken. Selbst auf der Hand versuche sie ständig zurück in den Käfig zu kommen und die Beute in Sicherheit zu bringen. Schließlich hat sie die Erdnuss dann einfach in ihrer großen Backentasche verschwinden lassen und verwehrte uns nun jegliche Sicht auf ihren Schatz.

Ach menno. ;)

Übrigens: Gibt es im Raum Berlin Interessenten an einem dsungarischen Zwerghamster? Mein Bruder und seine Freundin sind unverhofft Hamster-Eltern geworden und suchen Hamsterliebhaber, die den Kleinen ein schönes zu Hause geben können. Wer Interesse hat, bitte melden.

Daberburg an der Schmugglerheide

Bei wunderschönem Sonnenschein und sommerlichen Termperaturen sind wir gestern nach Alt Daber, einem Stadtteil von Wittstock, gefahren. Nach einem gemütlichen Mittagessen mit meinen Eltern und meinem Bruder, der zwecks Reifenwechsel auch gerade in der Stadt war, haben wir uns auch das neu gemachte Gelände der Daberburg angeschaut.

Die Daberburg war früher ein Zollturm zwischen Meckenburg und Brandenburg. Geschmuggelt wurde damals viel, wie beispielsweise Kaffee, Gewürze, Stoffe usw. Aus diesem Grund heißt das Waldgebiet hier “Schmugglerheide”.

Im Daberturm befindet sich heute eine kleine Ausstellung zur Natur der Region Man kann versuchen, Tiere anhand ihrer Fußspuren zu erkennen usw. Vor allem ist die Ausstellung und auch der Kräutergarten vor der Burg für Schulklassen ausgebaut worden, sodass eben auch größere Gruppen Platz finden.

Orchideen-Umtopf-Aktion

Am Samstag des vergangenen Wochenendes waren wir in Celle im Orchideenhaus. Dort fand eine Umtopfaktion statt, bei der man zu etwas vergünstigten Konditionen seine Orchideen umtopfen lassen. Ich hatte mich schon vor Monaten entschieden, meine älteste Orchidee dorthin zu bringen.

Da ich bereits eine Vorstellung hatte, was passieren würde, habe ich noch ein paar letzte Fotos vor dem Umtopfen gemacht. ;)

Und es kam wie erwartet. An meiner Orchidee hatten sich nämlich zwei Ableger gebildet, bzw. drei und die Mutterpflanze langsam dominiert. Die gute Frau vom Orchideenhaus bemühte sich entsprechend, die Ableger zu trennen. Beim Ersten schien es noch ganz leicht, doch die anderen beiden waren mit den Wurzeln völlig verwachsen. Doch am Ende glückte ihr auch diese Trennung.

Meinem Schatz erklärte ich anschließend, dass wir nun noch in den Baumarkt müssten, da ich neue Übertöpfe benötigte. ;)

Das Umtopfen hat mich übrigens pro Topf 2 EUR gekostet. Im Preis inbegriffen waren neue durchsichtige Plastiktöpfe, Orchideenerde und das Umtopfen selbst.

Fazit auch von der Fachfrau: Das hätte ich allein sicher nicht geschafft! :)

Im Orchideenhaus in Celle kann man sich übrigens das ganze Jahr über zum Umtopfen melden, wenn man sich mit einem Sorgenkind überfordert fühlt. Dann kostet es allerdings etwas mehr.

3 Jahre Hannover

Der Monat April hat begonnen und etwas erschrocken stelle ich fest, dass ich nun schon drei Jahre hier in Hannover bin. Im April 2009 habe ich hier mein Praktikum begonnen und wurde dann im September des selben Jahres übernommen. Das Gute an einem Blog ist, dass er einem hilft, in der Zeit zurück zu reisen und ein Gefühl davon zu bekommen, wie es “damals” war.

Damals habe ich das Haus 7:30 Uhr verlassen, heute bin ich erst kurz nach 8, oder gar 8:30 Uhr aus der Wohnung raus. Die Kätzchen werden schließlich 8:00 Uhr gefüttert, damit der Abstand in den Abend nicht zu lang ist. Denn aus “zwischen 18:00 und 19:00 Uhr zu Hause” ist mitlerweile in der Regel “zwischen 20:00 und 21:00 Uhr” geworden. Im Worstcase auch durchaus noch etwas später. Kaum Zeit, zum Abschalten und Hobbys und kreative Ideen gehen immer vom Schlaf ab oder müssen im Wochenende untergebracht werden. Schon verrückt. Durch den Umzug von Altwarmbüchen nach Anderten und den Umzug der Firma hat sich auch mein Weg zur Arbeit verlängert. Von netten 20 Minuten bin ich nun bei 33 Minuten Bahn zzgl. ca. 10-15 Minuten Fußweg.

Dazu kommt, dass ich leider feststellen muss, dass ich es in den drei Jahren nicht geschafft habe, außerhalb der Arbeit einen erstzunehmenden Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen. Natürlich spricht man mit seinen Nachbarn, aber da hört es auch irgendwie wieder auf…

Wir haben im Team viele tolle Sachen auf die Beine gestellt, ich habe einige Mitarbeiter kommen und andere gehen gesehen, doch alles in allem haben wir in den drei Jahren auf Arbeit wirklich einiges auf die Beine gestellt. Das macht durchaus stolz!

Und so sehe ich dieses Jubiläum mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Wer Tipps hat, wie man zu einer besseren Work-Live-Balance findet, ist jeder Zeit gern gesehen. ;)