Weihnachten 2010 – Ein Rückblick

Vorab: Ich hoffe, ihr hattet alle ein frohes Weihnachtsfest und erholsame Tage. :)

Von vielen Seiten höre ich, dass das Jahr 2010 kein gutes Jahr war. Unfälle, Todesfälle und sonstiges Unglück schien sich immer wieder zu zeigen. Dass auch Weihnachten dieses Jahr anders laufen sollte, als die bisherigen Jahre, war abzusehen. Es war das erste Mal, dass wir uns entschlossen hatten, gemeinsam bei unseren jeweiligen Familien aufzukreuzen. Erst in Wittstock, dann in Finsterwalde.

Doch am Ende lief es trotzdem anders als gewollt. Wetterbedingt kamen wir nicht am 23.12. los, sondern erst am 24.12. und waren trotz frühem Aufstehen erst gegen 14.00 Uhr bei meinen Eltern. Meine Großeltern sollten am 25.12. Besuch von Bekannten aus Kanada bekommen. Wetterbedingt wurde der Flug auf den 24.12. vorverlegt und so war mein Dad im Auto auf dem Weg nach Berlin, als wir im heimischen Wohnzimmer Bescherung machten…

Am 25.12. fuhr mein Bruder dann in aller Frühe zurück zur Arbeit – und blieb in einer Schneewehe stecken. Mein Dad fuhr los, um zu unterstützen, doch ohne ADAC war dann nichts mehr zu machen. Am Nachmittag versuchten wir unser Glück und brauchten nach Finsterwalde viel länger als bei guten Wetterbedingungen…

Alles in allem haben wir wohl von der Weihnachtszeit ca. 20 Stunden im Auto verbracht. Gut, dass wir unsere Kätzchen bei meiner Mum lassen konnten, sodass sie nur die Hälfte des Theaters miterleben mussten.

Als es schließlich Abschied nehmen hieß, hatte ich arge Befürchtungen, dass wir gar nicht alles mit dem Auto wegkriegen würden. Wir hatten nämlich kurzfristig Katzenfutter und Streu nach Wittstock liefern lassen, da wir nicht wussten, ob es noch rechtzeitig in Hannover ankommen würde. Doch mein Schatz hat alles ins Auto gekriegt und so fuhren wir schwer bepackt wieder in unsere Wahlheimat zurück…

2010_weihnachten

Für die ganzen Süßigkeiten musste kurzfristig ein eigener Platz gefunden werden. Ich denke, wir sind bis Ostern versorgt…

asia_essen

Mittag aus neuen Schälchen inkl. Stäbchen. :)

gismo_entspannt

Gismo muss sich nach all dem Stress erstmal entspannen. Dazu ist auch die mitlerweile zu klein geratene Mulde gut.

Wenn die (Al)chemie stimmt

Am Freitag fand an der Hochschule Harz wieder der alljährliche MINFF Award statt. Gewonnen hat eine Live Performance mit Musik und Live Drawing. Gemalt hat ein Freund ausgestattet mit einem Mac, einem Wacom Bamboo Tablet und Alchemy.

Alchemy ist ein kostenfreies Programm für schnelle Skizzen, bei dem auf zufällige Skizzen zurückgegriffen wird.

Ich habe das nun selbst einmal probiert. :)

Stufe 1:

Stufe 2:

Hier könnt ihr die Beta-Version herunterladen.

Back to the roots

Im alltäglichen Wust der Arbeit verliert man allzu schnell den Überblick, selbst wenn man glaubt, alles ganz fest im Griff zu haben.

Die Arbeit läuft, die Projekte sind im Griff, es sieht gut aus. Doch was ist “es”? Reicht es zu wissen, dass auf Arbeit alles läuft? Dass die Kunden zufrieden sind?

Woran merkt man, dass es zu viel ist? Das man zu viel arbeitet?

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen Punkt zu erkennen:

1. Man träumt bereits von Arbeitssituationen.
2. Man gibt für seine private eMail-Adresse das Arbeitspasswort ein.
3. Wenn jemand “Wie geht es dir?” fragt, denkt man als erstes an all die Arbeit, die im Büro liegen geblieben ist.

Doch das schlimmste Alarmsingal ist, wenn man sich selbst vergisst und nur noch für die Arbeit lebt. Wenn die einzige Freude darin besteht, abends an der Seite seines Partners einzuschlafen und die gemeinsamen Miezen zu kraueln.

Wenn man diesen Punkt erreicht hat, dann wird es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen.

Diese Notbremse wurde in gewisser Maßen für mich gezogen. Ich erhielt die Einladung zu meiner feierlichen Exmatrikulation, wo ich einige bekannte Gesichter aus meiner Studienzeit wieder sah. Wir haben gescherzt, gelacht und uns ausgetauscht, was wir gerade machen. Einige im Master, andere in einer Pause – ich mitten im Arbeitsstress.

Und irgendwann kamen die Frage: “Wie geht es dir?” “Was machst du gerade?” “Wann machst du deinen Master?” – und schließlich: “Warum schreibst du eigentlich nichts mehr in deinem Blog?”

Nach einem Tag fernab der Arbeit, unter gleichgesinnten und mit diesen Fragen im Kopf, begann ich mich über mich selbst zu ärgern. Weil sich in meinem Leben fast alles um die Arbeit zu drehen scheint. Weil ich nicht weiß, wo ich hin will. Weil ich kein Ziel vor Augen habe.

Nun wird es langsam Zeit, diesen Nebel zu lichten und sich zu besinnen, wo das Ziel ist.

Gehen wir es also Stück für Stück an:
1. Ich kann natürlich kaum über meinen Arbeitsalltag schreiben, aber ich werde versuchen, mich über diesen Blog wieder stärker mitzuteilen. Vielleicht habt ihr Lust, euch zu äußern. Die Kommentarfunktion steht jeder Zeit für euch bereit.

2. Muss ich mich wieder mehr meinen Ideen widmen, selber kreativ werden und nicht zu einem bloßen Werkzeug abstumpfen.

Gerade so kurz vor Weihnachten wird es natürlich schwierig, aber versuchen wir es doch einfach mal. ;)

Daher: Auf ein Neues!

Zu sich selbst finden

In einer allzu hektischen Zeit, in der man einfach nur noch bestrebt ist, seine Rolle zu erfüllen, neigt man leicht dazu, sich selbst zu verlieren. Pflichtbewusst quält man sich jeden morgen aus dem Bett, schreibt sich viel zu lange todo-Listen und ist am Ende des Tages frustriert, weil die Liste nicht kürzer geworden zu sein scheint.

Da sind die Punkte, die man schon viel zu lange mit sich rumschleppt. Da sind die unerwarteten Aufgaben, die gar nicht auf der Liste standen, aber ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Und da sind die Punkte, die viel länge dauern, als erwartet. Kurz um, man ärgert sich und arbeitet länger, in der Hoffnung, morgen weniger zu tun zu haben.

Und so bewegt man sich in einem Teufelskreis, hat kaum noch Zeit für andere Dinge und die Arbeit dominiert das Leben. In einer solchen Zeit, verliert man allzu schnell sich selbst aus dem Blick. Dann stellt man fest, dass man sich Stück für Stück kaputt macht und die Ideen, die einem in ruhigeren Zeiten im Kopf herum schwirrten, sind längst in Vergessenheit geraten.

Dann ist es Zeit, wieder mehr für sich selbst zu tun und zu sich selbst zu finden.

In diesem Sinne habe ich heute mal wieder zu Stift und Tablet gegriffen. Erst beim dritten Anlauf gelang das Selbstportrait halbwegs zufriedenstellend.

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Selbstportrait / Corel Painter X / Wacom Bamboo Tablet

Ich wünsche euch allen einen schönen Restsonntag und hoffe, ihr findet alle noch etwas Zeit für euch.

Wachsame Beobachter

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Alle Jahre wieder ist es im Herbst so weit. Der Bungerlow meiner Großeltern muss winterfest gemacht werden. Um meinen Eltern und Großeltern zu Hand gehen zu können, sind wir zu diesem Anlass nach Wittstock gefahren.

Jeden Winter werden die Wege noch einmal frei gefegt, Beete mit Laub belegt, der Rasen gemäht und vor allem alles reingetragen. Kontrolliert wurde unsere Arbeit von einer Herde Kühe mit ihren Kälbern, welche in großer Schah zu muhen begann, wenn ein Auto vorbei fuhr.

Diese Gelegenheit konnte ich mir nicht entgehen lassen und griff entsprechend zur Kamera. ;)

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