Zeit < Ideen < Arbeit

Aussagenlogisch würde bei diesem Term momentan definitiv “ture” als Ergebnis herauskommen, denn das, was die Umsetzung der Ideen und das Erledigen der Aufgaben an Zeitvolumen beanspruchen, ist mehr als ich nach Abzug von üblichen Veranstaltungen, essen und schlafen noch übrig habe…

Aber was solls. Es wäre ja sonst auch zu einfach, oder? ;)

Momentan schwirrt mir eine Layout-Idee für die Seminarseite “Zweierlei Geschichte” im Kopf, aber ich hab nicht wirklich Zeit, sie umzusetzen. Hab den Entwurf aber in der letzten Vorlesung für Theoretische Informatik wenigstens zu Papier gebracht, damit er mir nicht verloren geht…

Und meine Netzwerkseite könnte auch ein neues Gesicht vertragen – etwas ernsthafteres als das Momentan. Schaun wir mal. Aber vorher werd ich mich wohl oder übel um mein Vektorportrait kümmern müssen… (Und Audiotechnik, und Fototechnik…)

Weihnachtsmarkt in Wernigerode

Die Adventszeit ist angebrochen, die Temperaturen sinken auch allmählich, fehlt nur noch der Schnee. Der Schnee, der einem Weihnachtsmarkt das gewisse etwas verleiht.

Auf Markt- und Nicolaiplatz erstreckt sich hier der Weihnachtsmarkt. Büdchen neben Büdchen. In der Luft der süße Geruch von Waffeln, Schmalzgebäck und gebrannten Mandeln und etwas weiter der herzhafte Geruch von Bratwurst. Für all jene, die einen Weihnachtsmarkt der Glühweinstände wegen besuchen ist auch ausreichend gesorgt. An jedem 2. oder 3. Stand kann man ihn erwerben. Eine Möglichkeit Kakao zu erstehen hab ich bisher leider übersehen.

Für die kleinen Gäste gibt es kleine Karussels und auch in Wagen, an dem man etwas gewinnen kann, gelingt es einem mit einem Ball die aufgestellte Dosenpyramide zum Zusammensturz zu zwingen. Den ein oder anderen Stand mit Holzspielsachen, Gebrauchsgegenständen, Christbaumschmuck und anderen Dingen findet man auch.

~ Ein Weihnachtsmarkt eben. ~

Ohne Frage größer als jener 4 Tage andauernde Adventsmarkt in meiner Heimatstadt und selbstverständlich kleiner als die der großen Städte wie Dresden und Rostock. Und doch fehlt das gewisse etwas. Schnee?

Der wird hoffentlich auch noch irgendwann kommen und vielleicht gibt er dem Weihnachtsmarkt dann auch den Hauch von Weihnacht und Heimlichkeiten.

Lebenszeichen

Nach einem Monat und mehr plagt mich mal wieder mein Gewissen, dass ich hier nichts geschrieben hab. Aber sich etwas vorzunehmen reicht nunmal nicht, man sollte sich auch dazu durchringen es in die Tat umzusetzen. Und wie es so ist, gerade in den Augenblicken, wo ich genug zu tun habe, um mir aussuchen zu können, wo ich anfange, da denke ich an meine kleinen Seiten und fange an, mich wieder zu kümmern.

Ein Update. Ein Eintrag. Ein neues Design. In welche Richtung es auch geht, wenn man erstmal wieder angefangen hat, fragt man sich, warum man es nicht schon früher in die Hand genommen hat. Aber zum Grübeln ist keine Zeit. ;) Nachdem ich mir shcon länger vorgenommen habe, “Kind of Art” ein neues Kleid zu verpassen, ist innerhalb von zwei Tagen fast alles fertig. Das Forumlar bedarf einer Überarbeitung, aber das schaff ich wohl auch noch. Welches Projekt das nächste in der Reihe ist, bleibt noch offen, aber es wird Veränderung geben. :)

Da das Leben aber nicht einfach nur aus dem immer wieder neugestalten von Seiten bestehen kann, ist es natürlich auch notwendig, hin und wieder einen Gedanken an das Studium zu verschwänden. Da ist diese Kreativübung die mich schief von der Seite angrinst, die Englisch-Vokabeln die mich zu langweilen drohen und das Audio-Tool meine Aufmerksamkeit verlangt. Längerfristig wäre da auch noch das Alphabet, dass wir fotografieren sollen und einige andere Aufgaben. Wenn das Verlangen nach Abwechslung dennoch zu groß wird, bleiben ja noch Zeitschriften, Romane und Sachbücher.

Und Tennis. Ich bin froh nun endlich stolze Besitzerin eines Paars Tennis indoor Turnschuhe zu sein, die es mir ermöglichen in der hiesigen Tennishalle zu spielen. Dienstags mit dem Verein, Mittwochs vom Hochschulsport aus. Das ist mehr als ich zu Hause im Winter erwarten konnte.

Sonstige Haushaltsarbeiten, die ich zu Hause getrost meinen Eltern überlassen konnte, verschonen mich hier jedoch nicht. Hin und wieder sollte man dann doch zu Putzlappen und Staubsauger greifen. Das Geschirr will regelmäßig gespühlt werden, sonst wird das nichts mit der nächsten Mahlzeit, und auch die will natürlich zubereitet werden. Beim Einkaufen – ebenfalls unumgänglich – ist mir gestern allerdings etwas komisches passiert. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Kaufland hier nur für große Leute gedacht ist. Der Riese von Supermarkt lässt mich nicht nur an den Regalen teilweise auf Zehnspitzen stehen, auch die Wagen sind eine Nummer größer als zu Hause. oÔ Vielleicht sollte ich das nächste Mal doch nach einem Wagen für Kinder fragen, sofern es soetwas noch gibt…

Back home

Sodala, es ist schon fast alles im Auto. 5 Stunden Mathe und dann werd ich mich Richtung Heimat begeben. Hoffe, die Straßen sind nicht allzu voll… Freitag ab eins oder so, nicht?

Am 3.10. geht es dann wieder nach Hause, denn am 04.10. geht es ja mehr oder weniger los. Internet wird für die Tage nur begrenzt verfügbar sein (vllt. lässt mich mein Bruderherz ja mal an seinen PC ;) ), aber das sollte ja kaum jemanden stören.

Planetenweg

17.09.2006

Schon um kurz nach 7 Uhr fand mein Schlaf sein Ende. Da ich mir den Wecker eigentlich für 8 Uhr gestellt hatte, drehte ich mich noch ein paar Mal um, bis dann auch mein Wecker der Meinung war: “Mädchen, du könntest jetzt ml aufstehen!“ Was bleibt mir da anderes übrig? Ich kann und will ja nicht den ganzen Tag im Bett verbringen. Also raus aus den Federn, waschen, Bett machen und Frühstück. Dieses Mal hab ich mir für meine Exkursion gleich noch zwei Stullen geschmiert, damit ich nicht wieder anfange nachzudenken, ob ich mir nicht doch etwas zu essen kaufe und der Hunger nicht der Grund für die Rückkehr wird. Ich schätze, es war so ca. 9.45 Uhr als ich doch endlich das Zimmer verlies und mich auf meinen Weg in die Stadt machte. Ganz nach Vorschlag des Stadtführers hab ich mir vorgenommen, den “Planetenweg“ abzuwandern. Zur Erklärung: Über knapp 6 km sind in Wernigerode die Säulen unserer Planeten (inklusive Pluto!) aufgestellt. Die Abstände entsprechen im Verhältnis 1:frag mich nicht den realen Abständen im All. Starten soll man bei der Sonne.
Das war auch schon das erste Problem, da ich gedacht hatte, die Sonne wäre in Form einer großen Säule dargestellt, die in der Nähe des Bahnhofs stand. Doch da suchte ich vergeblich nach einer solchen. Erst später, als ich verzweifelt aufgab und zurück zum Wegweiser für den Planetenweg ging, fand ich sie. Eine große Kugel, direkt neben dem Schild! Da wurde mir klar, dass ich schon am Vortag zwei Mal dran vorbeigelaufen war. Die ersten Säulen (Merkur, Venus, Erde) machten dann glücklicherweise weniger Probleme und so hellte sich meine Stimmung doch schnell wieder auf. Mars hatte ich von Weiten doch glatt für eine Parkuhr gehalten, die Säule aber doch noch rechtzeitig erkannt. Jupiter war mit Hilfe meiner Stadtkarte auch schnell gefunden. Dank ihm weiß ich nun auch, wo ein Kino in Wernigerode ist (zumindest ein kleines). ;)
Auf dem Weg zu Saturn fotografierte ich die Silvestikirche und das Schloss von weitem – und lief dann glatt an der Säule vorbei. Als ich an dem Platz ankam, an dem ich auf dem Weg zu Uranus wechseln sollte, bekam ich den Fehler mit und lief – stur wie ich bin – noch einmal zurück. Wer mich gesehen hat, muss mich für total bescheuert gehalten haben. Saturn fand ich schließlich dicht neben einem Auto stehend, halb verdeckt und einer Parkuhr zum verwechseln ähnlich. Nun ja, ein Foto von der Säule und wieder in Richtung Uranus. Wie man weiß, werden die Abstände ja nun immer größer, und so galt es nun rund 1400 m bis Uranus zurückzulegen. Auf dem Weg dorthin passierte ich nicht nur eine Reihe von Gärten, sondern auch Tennisplätze. Allerdings glaube ich, dass sie dem örtlichen Verein zugehören, dank meinem Stadtführer weiß ich aber, dass es noch eine Tennishalle gibt, die ebenfalls 3 Plätze außerhalb hat. ^^
Uranus befand sich am Eingang eines Wildparks. Auf einer Bank legte ich meine erste Pause ein, um meine Birne zu essen. Hätte ich gewusst, was auf dem Weg zu Neptun auf mich zukommt, hätte ich mir vielleicht überlegt, ob ich nicht doch lieber den Leuten auf dem Tennisplatz zuschaue. Aber wenn ich mir was vornehme, zieh ich das auch durch. Der Weg durch den Wildpark war konstant ansteigend und langsam merkte ich, wie mir der Schweiß auf die Stirn trat. Entsprechend der Beschreibung ging es dann eine ziemlich Steile Treppe durch den Wald hinauf. Mit merklich gesteigerter Körpertemperatur oben angekommen begann schon das Chaos. Die Beschreibung sagte lediglich, dass der Weg zur “Silbertanne“ von dem erreichten Platz abbiegen sollte. Doch da waren insgesamt 4 Wege. Ein Schild, dass auf den “Lustgarten“ hinwies (woran ich später vorbeikommen sollte) zeigte auf zwei Wege: eine Treppe und einen normalen abschüssigen Weg. Da ich genug von Treppen hatte, entschied ich mich für den Weg. An der nächsten Weggabelung gab es dann ein äußerst verwirrendes Schild: Ein Pfeil der in zwei entgegengesetzte Richtungen wies! Nunja, das schloss immerhin 2 der 4 Möglichkeiten aus, aber viel zu spät merkte ich, dass ich mich wohl doch für die falsche Richtung entschieden hatte. Über Umwege und mehrere Wegweiser (und einen sehr schönen Ausblick auf die Stadt) fand ich schließlich zur Straße “Am Lustgarten“. Um dann doch noch irgendwie Neptun zu finden, orientierte ich mich an der Beschreibung zwischen Neptun und Pluto und als ich schon glaubte, ich würde die Säule gar nicht mehr finden, sah ich sie. Ich überlegte, ob ich nicht den Weg nun zurück zu Uranus laufen sollte, nur um mal zu schauen, wo genau ich falsch gelaufen war, aber da mir der Magen langsam knurrte und ich erst an der letzten Säule meine Stullen essen wollte, machte ich mich einfach auf den Weg zur letzten Station. Pluto zu finden war kein Problem, nur das Planetarium, welches sich am gleichen Standort befand, war irgendwie enttäuschend. Es sah heruntergekommen und verdächtig geschlossen aus. Schade.
Um wenigstens in halbwegs netter Umgebung meine Mittagspause einzulegen, suchte ich mir im Park (Lustgarten) eine Bank und überlegte, was ich nun weiter tun sollte. Es war erst 13 Uhr und in meinem Zimmer würde es mir doch recht langweilig werden. Also entschloss ich mich noch zwei als sehenswürdig gekennzeichnete Häuser in der nahe gelegenen “Breiten Straße“ zu besichtigen. Auf dem Rückweg schaute ich noch kurz beim Kino vorbei, um festzustellen, dass sie momentan “Das Parfum“ und “Cars“ ausstrahlen und machte mich dann auf den Weg zurück. Nachdem ich mich ein wenig frisch gemacht hatte (wie praktisch doch so ein Waschbecken im Zimmer ist) fiel ich erstmal ins Bett. Ich schaffte nur ein paar Seiten im Buch, bevor ich mich doch zum (Nach-)Mittagsschlag entschied.
Was der Abend so brachte? Nya, ich hab nun endlich mein Bewerbungsformular ausgefüllt (mit ein paar Lücken *seufz*), meine Fotos auf den PC gezogen und mit meinen Eltern telefoniert. Mama war ein wenig irritiert, als ich meinte, ich hätte mich heut im Wald verirrt. ^^’