Xavier Naidoo

geschrieben für: Paraguas 05 – “Ich und du”

Künstlervorstellung: Xavier Kurt Naidoo

– geb. 2. Oktober 1971 in Mannheim
– südafrikanische Eltern
– Vater mit deutschen und indischen Vorfahren
– offizielle Homepage: http://www.xaviernaidoo.de
– Zitat: „Habt auch Verständnis für einander, wenn nicht gerade die Nationalelf siegt.“


Kurzbiografie

Xavier Kurt Naidoo sang schon in der Schulzeit in Schul und Kirchenchören. In seiner Kindheit oft auf Grund seiner dunklen Hautfarbe gehänselt und bedroht, begann er mit dem Kickboxen. Nach dem Erreichen der mittleren Reife und dem Abbruch seiner Lehre zum Koch erhält er im Alter von 21 Jahren ein Angebot zu einer Plattenproduktion in den USA. Unter dem Namen „Kobra“ veröffentlicht er 1994 schließlich sein erstes Soloalbum. Enttäuscht und mit eher schlechten Erfahrungen kehrt er nach Mannheim zurück und steht in den folgenden Jahren bei 2 Musicals von Richard Geppert auf der Bühne und jobbt nebenbei als Türsteher.

Als er 1997 als Background-Sänger beim Rödelheim Hartreim Projekt der Produzenten Pelham und Hofmann auftritt, erkennen diese seine gesanglichen Fähigkeiten. Die Frankfurter machen Naidoo für ihr Label 3p zum Solostar. Noch im gleichen Jahr erscheint die Single „Freisein“, die Naidoo zusammen mit Sabrina Setlur aufnimmt. Im darauffolge4nden Jahr erscheint schließlich sein Debüt-Album. „Nicht von dieser Welt“ kann sich über ein Jahr in den Top20 halten. Zu den erfolgreichen Singleauskopplungen zählte unter anderem „Sie sieht mich einfach nicht“ (1999). Der Beitrag zum Film „Asterix gegen Caesar“ erreichte Platinstatus. Seinen bisher größtes Erfolg feierte er jedoch 2003 mit der Single „Ich kenne nichts (das so schön ist wie du)“.

Das im Dezember letzten Jahres veröffentlichte Album „Telegramm für X“ stieg in den deutschen LP-Charts sofort auf Platz 1 und auch in Österreich und der Schweiz kann Naidoo mit seinem Album die Spitze der Charts erobern. An diesem Erfolg ist auch die Single „Dieser Weg“ nicht ganz unschuldig. Geschrieben für sein vierjähriges Patenkind hielt sich der Titel mehrere Wochen auf Platz 2 und erreichte auch in unseren südlichen Nachbarländern die TopTen. Schon im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Hinblick auf die schwierige Aufgabe des Nationaltrainers widmete Naidoo den Song auf einem seiner Konzerte Jürgen Klinsmann. Im Internet veröffentlicht Naidoo zusätzlich eine Huldigung an jeden einzelnen Spieler. In einem Interview mit dem Focus erklärt Naidoo, dass er den Jungs nach dem verlorenen Spiel gegen Italien „etwas Aufbauendes“ schenken wollte. Die deutsche Nationalelf konnte das Lied dann noch vor dem Spiel gegen Portugal in der Kabine hören. Es sei ihm ein Bedürfnis gewesen, mitzuteilen, „was die Jungs geleistet haben: dass wir uns so viel näher gekommen sind.“

Der Erfinder des deutschen Besinnungssoul, dessen Texte sich einerseits mit Religiosität und bekennendem Christentum beschäftigen, andererseits zu Nächstenliebe und Bekämpfung von Fremdenhass aufrufen, engagiert sich neben seiner Solokarriere auch bei Projekten wie zum Beispiel „Brothers Keepers“, „Zeichen der Zeit“ und seinem Lieblingsprojekt „Söhne Mannheims“, zu dessen Gründungsmitgliedern er gehört. Mit seiner Freundin gründete er außerdem Naidoo Records, nachdem er sich nach langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen von seiner alten Plattenfirma 3p gelöst hat.

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