Hilfe, mein Baby isst keinen Brei

Der Beikoststart ist wohl eine Etappe im ersten Lebensjahr, zu dem man viel diskutieren könnte. Startet man nach dem 4. Monat oder erst nach dem 6.? Brei oder BLW (Baby-Led-Weaning)? Löffel oder Breiflasche? Selbstgekocht oder Gläschen?

Da gibt es Kinder, die stürzen sich gierig auf jeden Löffel, den man ihnen anbietet und es gibt Babys, die finden das erstmal überhaupt nicht lustig. Zur letzteren Sorte gehörte unsere kleine Motte.

Vor dem Beikoststart

Direkt zur Geburt unserer kleinen Motte hatten wir ein kleines Babybrei-Kochbuch geschenkt bekommen und hatten uns vorgenommen, schön selbst zu kochen. Wir legten uns ein Nutribaby von Babymoov zu (Dampfgarer und Mixer), um möglichst einfach, schonend und fein Babybrei für unsere kleine Tochter zu machen.

Bis zum Beikoststart stillte ich unsere Tochter ausschließlich. In den Ausnahmesituationen, in denen wir zufüttern mussten, hat sie nie viel genommen und auch Muttermilch wollte sie nicht aus der Flasche. Bitte immer schön frisch von Mama!

Das schlaucht und das schlaucht vor allem, wenn man so einen kleinen Nachttrinker hat, der sich alle 2 Stunden meldet.

“Oh, wenn sie doch nur am Tag mehr essen würde, dann würde sie doch bestimmt auch bald durchschlafen!”

So meine naive Hoffnung. Entsprechend starteten wir mit der Beikost recht früh. Wir warteten die letzten Wehwehchen der letzten Impfrunde ab und dann sollte es losgehen. Weitere Kriterien:

  • sie konnte auf dem Schoß gestützt sitzend ihren Kopf stabil halten
  • sie schmatzte, wenn sie uns beim Essen zusah (zumindest bildeten wir uns das ein)

Unser Beikoststart

Und so kochten wir fleißig ein. Karotte, Kürbis, Süßkartoffel. All diese Dinge die schön süßlich sind und vor allem super Flecken machen. Doch egal was wir anboten, nach den ersten Löffelchen folgte lautstarker Protest.

Ach, da mussten wir alle durch.

Hörten wir es teilweise lachend aus der Verwandschaft, wenn wir unter Geschrei unsere Tochter zu füttern versuchten. Ob es vielleicht zu früh sei? Ob wir abbrechen sollten?

Quatsch, sie muss das jetzt lernen, sonst tanzt sie euch ewig auf der Nase herum.

Auch solcherlei Feedback bekamen wir. Doch immer wieder schauten mein Mann und ich uns beim Füttern an und überlegten.

Das kann doch nicht normal sein. Essen soll doch etwas positives sein!

Nicht selten suchte ich in Foren von Erfahrungsberichten, um vielleicht irgendeinen Hinweis zu finden, was wir wohl falsch machten.

Unser Baby mag keinen Brei – die gängigen Tipps

Meist findet man immer wieder die gleichen Tipps, die wiederholt werden. Die meisten zeigten bei uns keine Wirkung.

Tipp 1: Das Baby vorher ein wenig stillen

Die Annahme besteht darin, dass das Baby zu hungrig und daher zu unkonzentriert für das Essen vom Löffel ist. Daher vorher einfach “ein bisschen” stillen. Dieses bisschen ist echt schwer einzuschätzen, wenn das Baby auch normal schon nur 3 Minuten trinkt.

Tipp 2: Das Baby ist zu satt

Das Gegenstück zu Tipp 1. Ich kann dazu nur sagen: Egal mit welchem Abstand wir es versuchten, das brachte uns alles nicht weiter.

Tipp 3: Pause machen

Diesen Tipp hätten wir womöglich früher beherzigen sollen. Einfach nochmal aufhören und 2 Wochen Pause machen. Gerade wenn man die Zeit hat und es keinen Zeitdruck für’s Abstillen gibt oder man sehr früh begonnen hat, sollte man wirklich eine Pause versuchen. Das schont die Nerven auf beiden Seiten.

Wir haben 2 Mal die Fütterung unterbrochen.

Tipp 4: Erstmal Obst versuchen

Überall liest man, dass man mit Gemüse und dann dem Gemüse-Fleisch-Brei loslegen sollte. Doch wenn das nicht klappt, einfach mal Obst versuchen. Gequetschte Banane, Apfelmus etc. Unsere Motte fand zumindest unser selbstgemachtes Apfel-Birnen-Mus (ca. 1 Birne und 2 Äpfel) recht lecker. Davon aß sie auch keine rauen Mengen, aber zumindest nahm sie es ein wenig an.

Unser Baby mag noch immer keinen Brei

Irgendwann erreichten wir die Phase, wo unsere Motte einfach den Mund zusammenkniff und ihn auch nicht aufmachen wollte. Bei einem schreienden Kind kann man – mit Bedacht – wenigstens Brei hineinschaufeln, aber wenn der Mund gar nicht aufgeht?

Es folgte eine kurze Phase, in der wir viel Energie investierten, alberne Dinge zu machen, damit sie lachte und somit endlich wieder den Mund öffnete. Doch Babys sind nicht dumm und man kann auch mit geschlossenem Mund schmunzeln. Noch dazu folgte recht bald wieder die Schreiphase, wenn wir sie ein paar mal ausgetrickst hatten. Womit wir wieder am Anfang waren…

Wenn euch das bis hier her alles sehr bekannt vor kommt, dann hoffe ich, dass euch die nachfolgenden Tipps helfen.

Wie wir unser Baby zum Essen brachten

Als unsere Motte ca. 6 Monate alt war, legten wir eine weitere Pause ein und änderten unsere Strategie. Heute ist die Kleine nun 8 Monate alt und isst in der Regel ohne viel Geschrei.

Unsere neue Strategie erforderte von uns Geduld und vor allem Experimentierfreude.

Tipp 1: Essen mit anderen Babys

Wir haben begonnen, am Ende unseres einen Babytreffs mit ein paar anderen Mamis deren Babys “gute Esser” waren, zu füttern. Die Idee war, dass unsere Kleine sehen würde, dass das mit dem Essen etwas normales isst und andere Kinder das auch machen. Das haben wir mehrere Wochen lang immer wieder gemacht und hält auch weiter an.

Tipp 2: Selbstbestimmtes Essen

Ein Baby, dass stillt, isst selbstbestimmt. Denn selbst wenn man die Brust anbietet, kann man das Babys noch lange nicht zum Trinken zwingen. Die kleinen entscheiden selbst. Ein zwanghaftes “Hineinschaufeln” mit dem Löffel ist das genaue Gegenteil.

Nun wollten wir unserer Kleinen auch nicht unbedingt den Löffel selbst in die Hand geben. Statt dessen gab es – angelehnt an BLW – zu jeder Mahlzeit etwas Fingerfood. Ein Hirsekringel (gibt es von Hipp, können gut eingespeichelt werden), ein Stück Apfel (sehr beliebt), eine gedämpte Möhre (nicht so beliebt), gedämpfter Brokoli (gar nicht beliebt), Brotkanten (sehr beliebt) etc.

Dazwischen haben wir ihr immer wieder Brei angeboten. Zunächst Obstmus, dann Obst-Getreidebrei und dann natürlich auch Gemüse-Fleisch-Brei. Letzteres klappte erst etwas später. So konnten wir Phasen des Fütterns mit Phasen des “selber Essens” verbinden.

Falls ihr Sorge beim Obst habt, holt euch vielleicht einen Fruchtsauger. So kann das Baby keine Stücken verschlucken.

Ärmellätzchen sind hierbei übrigens ein guter Schutz für die Babysachen.

Tipp 3: Unterschiedliche Löffel ausprobieren

Es gibt sehr unterschiedliche Babylöffel. Manche sind schmaler, manche breit, manche flach, manche tief. Wir haben Temperaturlöffel von unserem Kochbuch, einen von Hipp, die einfachen (5er-Set) von Babydream, einen von Humana …

Für unsere Fütterungen beim Babytreff suchte ich eine kleine “Box” für unterwegs. Doch die Reisesets gibt es immer nur mit Besteck. So zog ein weiterer Löffel – nämlich einer von Philipps Avent bei uns ein. Dieser ist eher schmal und klein und man denkt beim Füttern, dass man nie fertig wird. Doch es ist genau DIESER LÖFFEL den unsere Maus zum Lieblingslöffel erkoren hat. Sie macht nämlich den Mund eher “spitz” auf, sodass breite Löffel gar keine Chance haben.

Tipp 4: Hochstuhl

Zu Beginn unseres Beikoststarts klappte das alleinige Sitzen noch nicht so gut. Doch mit 6 Monaten und einem kleinen Kissen konnte sich unsere Motte in ihrem Hochstuhl gut halten. Mittlerweile sitzt sie auch so auf dem Boden stabil. Dass alleinige Sitzen fördert hierbei wieder den Gedanken des “selbstbestimmten Essens”.

Falls ihr noch keinen Hochstuhl habt, holt euch einen, den ihr gut sauber machen und abwischen könnt. ;)

Tipp 5: Positiven Zuspruch

Wir machen kein großes Gewese mehr ums Essen. Doch wenn sie alles aufgegessen hat, dann klatschen wir ihr zu und singen “Hast fein gemacht”. Dann freut sie sich riesig.

Wenn sie zwischendrin unglücklich wird, dann singe ich manchmal:

“Mit Fingerchen, mit Fingerchen
mit der flachen Hand.
Mit Fäustchen, mit Fäustchen,
mit Ellenbogen,
Klatsch, klatsch, klatsch.”

Dabei klopfe ich jeweils mit Fingerchen, flacher Hand, Fäustchen oder eben Ellenbogen auf den Tisch – oder ihre Tischfläche am Hochstuhl.

Tipp 6: Trinken anbieten

Unsere Motte trinkt beim Essen zwischendrin immer wieder Wasser. Wenn sie also zu meckern beginnt, bieten wir ihr erstmal was zu trinken an. Oft kommt dann auch wieder das Interesse für das Essen.

Tipp 7: Akzeptieren, wenn kein Hunger da ist

Ein Baby kann sich noch nicht so artikulieren. Es kann, wenn es nicht mehr mag, den Kopf weg drehen oder auch schreien. Beim ersten Kopf weg drehen geben wir natürlich noch nicht auf – manchmal will sie spielen – doch wenn das Geschrei beginnt, hören wir auf. Denn das Erlebnis soll positiv bleiben.

Isst mein Baby zu wenig?

Ihr kennt sie doch bestimmt? Diese Menschen, die 3 Döner zum Mittag essen können und auch sonst sehr viel essen – und trotzdem total schlank sind. Und dann gibt es jene, die schon nicht viel essen und trotzdem zunehmen.

Jeder Mensch – egal ob groß oder klein, verwertet die aufgenommene Nahrung unterschiedlich. Ein effektiver Nahrungsverwerter braucht weniger essen, um trotzdem gesund zu wachsen. Unser Mädchen ist auch so ein guter Essensverwerter. Sie isst keine riesengroßen Mengen. Von 190g sind wir oft weit weg. Doch sie wächst und gedeiht ohne dass die Kinderärzte (Gemeinschatspraxis) bisher etwas auszusetzen hätten.

Übrigens: Egal wie viel Brei wir unserer Kleinen am Abend einhelfen, sie will zum Einschlafen trotzdem stillen. Und egal, wie lange sie dann stillt, sie kommt die Nacht trotzdem ca. alle zwei Stunden. ;)

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Zeit ist kostbar

Ich muss mir zunehmend eingestehen, dass unsere kleine Tochter eine Entscheidung von mir verlangt. Ich hätte nicht damit gerechnet, wie viel Zeit Stillen, Trösten, Bespaßen oder einfach nur da sein so in Anspruch nimmt. Doch nach 2 Monaten ist mir klar: Ich muss Prioritäten setzen.

An erster Stelle steht unsere kleine Familie, das steht ganz außer Frage. Doch was stelle ich mit dem bisschen Freizeit an, dass mir geblieben ist?

Im Mutterschutz vor der Geburt startete ich vor lauter Vorfreude diesen Blog und hatte trotzdem noch viel Zeit zum Zeichnen, Lesen usw.

Doch nun steht alles Kopf und ich merke, dass ich nicht beides schaffe. Ich schaffe keinen Mama-Blog und das Zeichnen – also muss ich mich entscheiden.

Da gibt es schließlich so viele Vorhaben:

und und und

Das alles erfordert Zeit und Übung und ich muss nun schauen, woher ich sie nehme.

Daher breche ich – nach verhältnismäßig kurzer Zeit – das Projekt “Mama Blog” wieder ab. Ich danke jedem, der sich für Beiträge hier interessiert hat und vor allem Sari, die mich mit ihren Kommentaren diese wenigen Wochen begleitet hat. Meinen höchsten Respekt an dich – ich bin nun nach den ersten zwei Monaten mit Baby umso beeindruckter, was du so alles nebenbei noch schaffst. Keep it up. :)

Die Inhalte werde ich sukzessive in meinen alten Blog migrieren, bevor ich das eigene Mama-Blog-Wordpress entferne. Es wird etwas dauern, bis dabei dann alle Verlinkungen und Co. sauber sind, aber so ist das eben.

Viele Grüße,
Christina / chrissi

Der Storch bringt die Babys

Diese Woche war es nun also soweit. Zeit für die U3 beim Kinderarzt. Dieses Mal natürlich mit Wickeltasche und Ersatzwindeln – gleich ein paar mehr, um uns eventuelle peinliche Momente – wie beim letzten Mal – zu sparen.

Wir durften an diesem Tag gleich feststellen, wie schwierig es sein kann, mit einem Baby ganz genaue Zeiten einzuhalten. Denn natürlich machte uns unsere kleine Maus einen Strich durch die Rechnung – nochmal Hunger hier, nochmal Windel da. Die Eltern unter euch kennen das bestimmt. Wir müssen also definitiv noch üben, mehr Puffer einzuplanen.

Unser Kind wird vermessen

Beim Kinderarzt angekommen nahm man uns unsere Verspätung zum Glück nicht weiter krumm und wir wurden gleich in einen der Räume geleitet, wo wir unsere Kleine wieder auspacken durften. Schnell kam sie auf die “Streckbank” und die Waage, damit wir ihr dann wieder eine Windel anziehen konnten. Auch wenn die Schwester meinte, es wäre nicht das erste Missgeschick, war ich froh, dass unser Töchterchen nicht auf eines der Gerätschaften pieselte. :-D

Auf der “Streckbank” – die sie überhaupt nicht mag – kam sie immerhin schon auf 56cm. Das deckte sich auf jeden Fall mit meinem Empfinden, da ich zunehmend Sachen der Größe 50/56 aussortieren muss, weil sie nicht mehr passen oder wirklich sehr straff sitzen, was das Anziehen immer nicht gerade erleichtert.

Beim Gewicht kamen nun immerhin schon 4.285g zusammen – also ein gutes Kilo mehr als zur Geburt. Damit ist sie nun ganz offiziell schwerer als unsere Katze und hat auch den Kater bald eingeholt. Auch ohne die genauen Werte zu kennen, merkt man das ein wenig. Wirkten die Katzen nach der Geburt auf mich irgendwie “groß und schwer”, so erscheinen sie mir nun eher leicht und auch die Größenwahrnehmung hat sich wieder normalisiert. ;)

Auch beim Blutdruck, den die Schwester noch überprüfte, war alles fein. Irgendwie kamen wir in diesem Rahmen dazu, dass die Kleine mit der Saugglocke geholt wurde, wo die Schwester überrascht meinte,

“Man sieht ihrer Tochter die Saugglocke aber nicht an.”

Das hat mich natürlich außerordentlich gefreut, vor allem, weil ich mich ja nach der Geburt wegen der Saugglocke nicht so gut gefühlt hatte.

Vom Storch gebissen

Nach einer kurzen Wartezeit kam der Kinderarzt vorbei und führte die Untersuchung fort. Von oben bis unten wurde unsere Kleine nun gemustert.

“Ihr Kind wurde vom Storch gebissen.”

Kommentierte der Arzt zwischendrin und strich ihr über den Nacken. “Wie bitte?” “Na der Storch bringt doch die Babys und da hinten hat er sie gehalten.” Auf unsere fragenden Gesichter erläuterte er schmunzelnd, dass man das rote Feuermal, dass unsere Kleine am Hinterkopf hat, im Volksmund “Storchenbiss” nennt. Doch das Feuermal wird wohl noch verblassen, vielleicht sogar ganz verschwinden. Ich muss zugeben, das ist mir eigentlich fast egal, denn wenn die Haare darüber liegen, sieht man es sowieso nicht.

Etwas erschrocken habe ich mich, als er sie für kurze Zeit jeweils an einem Bein kopfüber hielt. Doch das machte unserer Maus nichts aus, dafür fand sie die Bauchlage überhaupt nicht lustig und begann, sich lautstark zu beschweren.

Ultraschall für Babys

Es folgte eine weitere Wartezeit, bevor Hüfte und Niere geschallt werden sollten. “Das ist dann wie bei Mami in der Schwangerschaft”, erklärte ich zwischendurch, während wir ihr den Body zumindest schonmal oben anziehen durften. Im Nachhinein betrachtet ist es für Kinder eigentlich noch etwas besser, denn das Gel war vorgewärmt und nicht so kalt wie beim Frauenarzt. ;)

Als der Kinderarzt im Ultraschallraum dazu kam, fragte er

“Haben Sie einen Nuckel dabei?”

Ich schaute recht verdutzt drein und erklärte, dass sie keinen hatte. Es wäre halt wichtig, dass sie beim Hüftscreening wirklich ruhig ist. Während ich noch immer irritiert davon war, dass ein Kinderarzt bei einem 5 Wochen alten Baby nach einem Nuckel fragte, reagierte ich recht pragmatisch.

“Wir haben einen kleinen Finger.”

Und siehe da, auch ohne Nuckel war unser Töchterchen ganz entspannt und schaute mich – wie gewohnt – mit großen Kulleraugen an, während sie an meinem kleinen Finger nuckelte. Zum Glück war auch hier alles gut. Wir hatten bereits Schauergeschichten über alle möglichen Probleme gelesen, die nach einer Saugglockengeburt so auftreten könnten, doch wir sind hierbei verschont geblieben.

Lediglich ihre Gebärmutter ist wohl etwas angeschwollen, was wohl aber an den Hormonen liegt, die unsere Kleine über die Muttermilch von mir mitbekommt. Doch auch das ist total im Rahmen.

Fazit

Als nun alles abgeschlossen und die Ergebnisse in das Untersuchungsheft eingetragen waren, ging es wieder raus – und unsere Maus schlummerte fest.

“Wenn sie nach jedem Besuch bei Ihnen schläft, kommen wir öfters vorbei.”

meinte ich im Scherz zu der Empfangsdame, während wir die Termine für die erste Impfung und die U4 machten. Doch ich ahne, nach einer Impfung wird sie womöglich nicht so entspannt sein, oder?

Alles in allem waren wir – abgesehen von der Nuckelfrage – soweit ganz zufrieden mit dem Kinderarzt. Er ist auf seine kleine Patientin eingegangen und hat sich große Mühe gegeben, Dinge verständlich zu erklären. Wir sind gespannt, ob er dann bei den Impfungen auch so gut spritzen kann.

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Der erste Monat mit Baby

Erster Monat mit Baby

Kaum zu glauben, doch der erste Monat mit unserem Krümelchen ist schon rum! Heute auf den Tag vor einem Monat kam unsere kleine Tochter zur Welt – klein und zerbrechlich wirkte sie, als man sie mir nach der Entbindung auf den Bauch legte. Es kommt mir so vor, als läge die Zeit vor der Geburt schon eine Ewigkeit zurück und nicht erst einen Monat.

Schlafen, Essen und die Windeln

An einen geregelten Schlafrythmus ist natürlich noch nicht zu denken und bisher haben wir keine Nacht durchgeschlafen. Ich bin immer schon sehr dankbar, wenn das nächtliche Stillen ganz ruhig abläuft und sie gleich weiterschläft. Das hat bisher jedoch erst eine Nacht wirklich geklappt. In den anderen Nächten kämpft sie mit ihrer Verdauung und man verbringt viel Zeit mit Bäuchlein streicheln oder herumtragen. Im schlimmsten Fall ist sie dann irgendwann so wach, dass an einschlafen erstmal nicht zu denken ist.

Doch wir arbeiten dran. Ich versuche nun seit neuestem abends möglichst spät zu wickeln, um dann zumindest bis zum nächsten Morgen erstmal Ruhe zu haben und sie möglichst nicht wach zu rütteln. Mal sehen, ob es so gelingt, die Nächte etwas entspannter zu gestalten, bis sie vielleicht irgendwann durchschläft.

Beim Stillen sind ihre Zeiten pro Mahlzeit nun wieder zurück gegangen. Oft kann ich schon froh sein, wenn sie 10 Minuten durchhält. Es ist auch nicht gesagt, wie lange sie danach ruhe gibt. Leider verschluckt sie sich zu Beginn des Stillens oft erstmal, weil die Milch scheinbar schneller kommt, als sie schlucken kann. Doch die Hebamme meinte, das sei zu Beginn der Mahlzeit normal und sollte sich dann beruhigen. Da sie gut zunimmt und wächst, machen wir uns erstmal nicht allzu viele Sorgen.

Erste Entwicklungsschritte

Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die Kleine Woche für Woche etwas aktiver wird. Die Schlafzeiten werden etwas weniger, sie verfolgt aktiv mit den Augen das Geschehen, wenn man sie auf dem Arm trägt oder sich über sie beugt. Gerade vor dem Stillen verändert sich ihr Gesichtsausdruck merklich, als wüsste sie genau, was gleich kommt.

Auch die Händchen werden immer aktiver erkundet. Fäustchen werden in den Mund gesteckt oder die Händchen vor dem Körper zusammengeführt. Sehr niedlich. Etwas anstrengender sind ihre zunehmenden Versuche, den Kopf selbst zu halten. Das macht das Tragen leider nicht leichter. Wir versuchen sie da so gut es geht zu unterstützen, doch meist gibt es dann nach kurzer Zeit Geschrei, weil es eben noch nicht so klappt, wie sie es sich wünscht. ^^’

Persönliche Erhohlung

Der erste Monat mit Baby ist natürlich auch gleichzeitig meine Erholungsphase nach der Geburt gewesen. Aufgrund des (zwischenzeitig) schönen Wetters war ich recht schnell wieder auf den Beinen und habe mit meinem Mann immer wieder kleine Spaziergänge unternommen, um nach und nach meinen Kreislauf wieder zu trainieren. Und siehe da: Nach gut 4 Wochen bin ich zwar noch nicht die schnellste beim Spaziergang, aber ich halte zunehmend längere Strecken durch. Das freut mich natürlich, weil so ein Spaziergang mit der Kleinen eigentlich ganz erholsam ist. (Sie schläft meist nach kürzester Zeit ein. ;) )

Am liebsten hätte ich Ende August mit der Rückbildung begonnen, doch der Kurs ist leider bereits ausgebucht gewesen, als ich mich anmelden wollte. Nun wird es für mich Ende September losgehen. Doch ich habe mir vorgenommen, mir selbst ein paar Übungen herauszusuchen, sofern nächste Woche beim Check-Up beim Frauenarzt alles in Ordnung ist.

Papierkram

Es war gar nicht so leicht, mit der Kleinen zwischendrin den Kopf für Papierkram frei zu bekommen und ich war froh, dass ich schon einiges vorbereitet hatte. Doch alles rund um den Mutterschutz ist erledigt, die Kleine ist nun Familienversichert und hat ihre eigene Karte, Elternzeit beantragt und bestätigt und vor ein paar Tagen ging auch der Antrag auf Elterngeld raus. Ich hoffe, da habe ich nichts vergessen, sodass nun alles seinen Weg geht.

Gestern erreichte uns endlich auch die Steuernummer der Kleinen, sodass ich mich als nächstes um den Kindergeldantrag kümmern kann. Dann sollte an der Front erstmal alles erledigt sein.

Die schönsten Momente

  • Dieses kleine, noch unbewusste Lächeln, dass sie uns immer wieder schenkt.
  • Wieder zu Hause im eigenen Bett zu liegen – und die Kleine gleich daneben. ;)
  • Sonne genießen auf dem Balkon.
  • Der Moment, als es zu Hause erstmals mit dem Stillen klappt. (Was für eine Erleichterung!)
  • Gemeinsame Spaziergänge mit dem Kinderwagen.
  • Die Momente, wenn sie die Trage akzeptiert und sich ankuschelt und dann eindöst. :-)

Ich habe bestimmt etwas vergessen. Manchmal sind in diesen Tagen Glück und Frustration ziemlich nah beieinander.

Nächste Schritte

  • Nächste Woche haben wir die U3 mit der Kleinen
  • Nächste Woche Check-Up beim Frauenarzt für mich
  • Ich muss nun langsam mal die Sachen neu sortieren, so vieles musste ich schon aussortieren, was nicht mehr passt. o.O
  • Wir plagen uns mit der Überlegung, ob wir einen Nuckel zum Einschlafen einführen oder nicht…
  • Mein Mann beschäftigt sich bereits fleißig mit Kindersitzen – auch wenn die erste lange Fahrt in die Heimat sicher noch etwas warten muss

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Zur Trageberatung in Hannover

Bereits in der Schwangerschaft stand für uns fest, dass wir unser Kind tragen wollen würden. Wir waren zunächst auf einem Babybasar auf ein schlechtes Modell reingefallen, von dem uns später dringend abgeraten wurde. (Siehe auch “Wir wollen unser Baby tragen“)

Aufgrund des großen Angebots verschiedener Tragesysteme entschieden wir schließlich, dass eine Trageberatung wohl das Beste für uns und unser Krümelchen wäre. Wir hatten im Krankenhaus einen Flyer und einen Infozettel für einen kleinen Laden mit Trageberatung gefunden. Da wir mit der Manduca liebäugelten, warteten wir ab, bis unsere Maus die 3,5kg-Marke erreicht hatte, bevor wir uns in die Stadt wagten.

Trageberatung in Hannover

logo-mamamotionAm Montag war es dann soweit. Zur Sicherheit riefen wir vorab im Geschäft an, ob wir spontan vorbei kommen könnten und ob sie einen Tipp zum Parken für uns hätten. Das MamaMotion Ladengeschäft befindet sich unweit der Universität und aus früheren Erfahrungen wussten wir schon, dass das Parken dort immer eher eine Qual ist. Doch wir bekamen einen guten Tipp und so war die Anfahrt recht entspannt.

Im Geschäft waren wir leicht überrascht. Die Verkaufsfläche ist wohl kleiner als unser Wohnzimmer und doch standen dort schon zwei Elternpaare mit je einer Autoschale und Baby und die Verkäuferin war gerade mitten in der Erklärung zur emeibaby Babytrage.

Ein spannendes System, dass eine Kombination aus Tragetuch und Tragesystem darstellt. Das Baby sitzt dabei im gespannten Tuch, wobei sich das Tuch immer wieder neu einstellen lässt, sodass die. Trage mitwachsen kann.

Es dauerte eine Weile, bis wir uns ebenfalls die Trage mal genauer anschauen und mit einer Puppe testen konnten. Doch das “zuppeln” des Tuches überzeugte uns nicht ganz, vielleicht waren wir auch einfach zu ungeschickt. Als wir nun. Schließlich an der Reihe waren, fragten wir entsprechend nach anderen Systemen. Die ausgestellten Modelle waren jedoch weniger zum Mitwachsen gedacht oder eigeneten sich nicht so sehr für kleine Krümel wie unsere Maus. Doch sie hatte noch ein weiteres, sehr einfaches Modell dass wir sogleich ausprobierten. Eine Babytrage von “Storchenwiege”.

Die Storchenwiege

Auch bei dieser Trage lässt sich der Steg flexibel einstellen. Allerdings wächst sie nur bis ca. 1,5 Jahre mit – je nach Wachstum des Kindes natürlich. Ähnlich der Marsupi werden die Träger auf dem Rücken gekreuzt, jedoch dann vor dem Bauch nicht mit Klettverschluss fixiert, sondern unter dem Po des Baby geknotet.

Insgesamt kam uns das weitaus leichter vor, als die emeibaby, sodass wir, nach einem Versuch mit Puppe auch unsere Kleine – mit Hilfe der Verkäuferin – mal in der Trage platzierten. Beim Reinsetzen hat sie ganz schön mit uns geschimpft, doch dann wurde sie zum Glück wieder ruhig. Wir durften dann eine Runde mit der Trage spazieren gehen, um zu sehen, wie es so klappt.

Das Angebot nahmen wir dankend an und waren auch recht froh, mal an die frische Luft zu kommen. Als wir wieder zurück waren, war das Geschäft wieder voll von jungen Familien, die sich Tragesysteme anschauen wollten. Was für ein Andrang!

Rücksicht auf Babybedürfnisse

Just als wir das Geschäft wieder betraten, kam gerade ein Papa mit Kind aus einem Hinterraum und Windel in der Hand. “Wo kann ich die entsorgen?” Praktisch, dachte ich mir, dass es eine Möglichkeit zum Wickeln gab, und hoffte gleichzeitig, dass wir das nun nicht mehr brauchen würden.

In diesem Moment begann jedoch auch unser Töchterchen zu quengeln. Allerdings weniger wegen der Windel, sondern wegen Hunger. Doch auch dafür war der kleine Raum ausgerüstet. So huschte ich mit ihr nach hinten und stillte sie erstmal. Ein wenig war ich froh, dass die Kleine aktuell eher kurze Stillrunden bevorzugt und so konnte ich nach gut 5 Minuten schonwieder “einpacken”.

In der Zwischenzeit hatte mein Mann bezahlt unddie Trage sowie eine Hüfttasche, die wir zwischendrin noch ausgesucht hatten, waren im Karton verpackt. Nach ca. 2h ging es so nun wieder zurück nach Hause.

Erste Erfahrungen zu Hause

Tragen mit Storchenwiege

Wir merken in jedem Fall, dass wir noch nicht schnell genug beim Anlegen sind und auch die Höhe noch nicht immer perfekt passt. Noch dazu gibt es Phasen, in der die Maus einfach keine Lust hat. Dann ist das Geschrei groß und wir brechen schließlich ab, wenn es zu viel wird.

Doch ein paar Mal ist es uns nun auch schon geglückt, sodass sie in der Trage bei Papa oder mir ein wenig döste. Wir hoffen, dass es einfach genug positive Erfahrungen mit der Zeit für sie gibt, damit sie das Anlegen dann nicht mehr als so lästig empfindet. ;)

Wie schaut es bei euch aus? Habt ihr getragen oder tragt noch? Wie schnell haben sich eure Kleinen an das Tragen und vor allem das Anlegen gewöhnt? Habt ihr Tipps, wie wir unserer kleinen Maus die Eingewöhnung erleichtern können?

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