Von Milchzungen und Kinderarztbesuch

Mit so einem kleinen, noch hilflos erscheinenden Wesen an seiner Seite, kann man schonmal schnell unsicher sein, was nun jeweils zu tun ist.

Zu viel Information verunsichert

Seit ein paar Tagen nun war uns auf der Zunge unserer kleinen Maus ein weißer Belag aufgefallen. Parallel war ich zum Thema “schmerzende Brustwarzen beim Stillen” über Pilzinfektionen und Co. (Soor) gestolpert. Ich sollte wirklich aufhören, zu viel zu Googeln, das macht einen wahnsinnig!

Milchablagerungen auf der Zunge

Ich las verschiedene Artikel und schaute mir diverse Bilder an und war zunehmend verunsichert, ob das nun einfach nur Milch war oder so eine Pilzinfektion.

Mühselig versuchte ich unsere Kleine nun am Donnerstagmorgen dazu zu bewegen, den Mund mal lange genug geöffnet zu halten, damit ich einen guten Blick auf ihre Zunge erhaschen konnte. Aus lauter Verzweiflung machte ich eine Videoaufzeichnung mit dem Smartphone und war schließlich erfolgreich. Doch richtig weiter half mir das nicht.

Es blieb die große Frage: War es nun nur Milch oder der Beginn einer Pilzinfektion?

Erster Kinderarztbesuch

Da unsere Hebamme erst heute (Freitag) 13:00 Uhr wieder da war und dann der Kinderarzt geschlossen hätte, entschieden wir uns, einfach direkt den Kinderarzt bzw. die Kinderärztin draufschauen zu lassen wollten. Ich rief zunächst bei der Krankenkasse an, da wir ja für die Kleine noch keine eigene Gesundheitskarte hatten. Doch das wäre wohl kein Problem, meinte die Dame an der Hotline.

Zum Glück entschied ich mich jedoch, vorab auch beim Kinderarzt durchzurufen, denn ganz so spontan sollte es nicht gehen. Wir erhielten jedoch einen Termin für den Nachmittag und machten gleich noch einen für die bevorstehende U3-Untersuchung.

Als die Zeit endlich ran war, überlegte ich noch kurz, ob ich wohl eine Windel und Co. mitnehmen sollte. Aber hey, ich hatte die Kleine gerade gewickelt und eigentlich sollten sie ihr doch nur in den Mund gucken, oder? Falsch gedacht. Vermutlich, weil es unser erster Besuch war, wurde unsere kleine Maus erstmal komplett vermessen. Gewicht, Länge und Kopfumfang. Und natürlich bedeutete das Wiegen, dass wir sie komplett ausziehen mussten. Welch Traum. Da trotz frischer Windel ein wenig Pups drin war, mussten wir uns etwas peinlich berührt in der Praxis eine Windel geben lassen. *oops*

Insgesamt sieht wohl alles ganz gut aus und der Belag auf der Zunge ist zum Glück KEIN Pilzbefall sondern einfach nur Milch.

Unterschiede des Milchbelags zur Pilzinfektion:

  • Belag ist nur auf der Zunge, nicht auf den Lippen oder den Wangeninnenräumen
  • Belag ist nicht “fleckig” bzw. es sind keine klaren “Pünktchen”
  • Belag ist abwischbar

Dieser Milchbelag geht wohl auch erstmal nicht weg und sieht einfach ein wenig komisch aus. Nagut, so lange alles gesund ist, kann ich mit einer belegten Zunge leben. ;)

Zu Hause habe ich nun erstmal die Wickeltasche gepackt. Nochmal gehe ich nicht ohne Windeln los. :-D

P.S.: Da ich kein Foto einer einfachen Milchzunge gefunden hatte, um zu vergleichen, habe ich meinen zugegeben recht unscharfen Versuch mal hier mit aufgenommen. Vielleicht hilft es ja irgendwann, eine frishc gebackene Mama zu beruhigen. ;)

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2 thoughts on “Von Milchzungen und Kinderarztbesuch

  1. Ich habe gelernt, dass Google gerade mit kind und Krankheitssymptomen dein größer Feind werden kann, da alles in der Regel irgendwie zutrifft und teilweise auch echte Horrorgeschichten erzählt werden. Faustregel hier: Sobald wir einfach zu unsicher sind ab zum Arzt. Bringt ja nix sich verrückt zu machen. Gerade bei so einem kleinen Kind.

  2. Christina

    Ohja! In der Schwangerschaft hatte ich diese Phase auch, habe dann aber irgendwann entschieden, dass schon alles okay sein wird, solange ich das Krümelchen in meinem Bauch spüre.

    Diese Ruhe muss ich jetzt mit Baby auch erstmal wieder entwickeln und dann lieber zum Arzt gehen, wenn es mir nicht geheuer ist.

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