Jahrgangsstufenfahrt nach London

Von der Schule aus wurde für Schüler der 10. und 11. Klassen eine Londonfahrt organisiert, an der auch ein Großteil meiner Klasse teilnahm. Insgesamt füllten wir zwei große Busse. 5 Lehrer kamen als Aufsichtspersonen mit. Abfahrt war am 22. September um 20 Uhr, eigentlich etwas später, denn die Busse waren nicht ganz pünktlich. Von den Lehrern wurde dann von 23 Uhr bis 5 Uhr eine Nachtruhe, die kaum einer für voll nahm, was dafür sorgte, dass wir am nächsten Tag doch etwas müde waren. Um ca. 8.30 Uhr trafen wir dann in Calais ein und setzten mit der Fähre über. Starke Wellen mit bis zu 7 Meter Höhe sorgten bei vielen für Übelkeit, oder anders gesagt: Mir war “kotzübel”. Aber mit Reisetabletten und Co. Hab ich das dann doch überstanden. So zwischen 11 Uhr und 12 Uhr trafen wir dann in London ein. Der Bus hielt zunächst in Greenwich, wo wir so um die zwei Stunden Luft hatten, um etwas zu Essen und uns umzusehen. Danach fuhren wir direkt nach London und besichtigten die Westminster Abtei oder auf englisch: Westminster Abbey. Danach wurden wir an einem Treffpunkt herausgelassen und unseren Gasteltern übergeben. Wir waren am Ende dann sieben Mann, bzw. Mädchen, in einer Familie. Am Abend gab es reichlich zu essen, eine viertel Pizza und reichlich Pommes. Seltsame Zusammenstellung, aber es hat geschmeckt, auch wenn wir die Pommes mehr oder weniger selbst salzen mussten. Dann haben wir bis kurz vor 22 Uhr die Umgebung angeschaut, oder vielmehr den Weg zu unserem Treffpunkt, den wir von da an jeden Morgen zu laufen hatten – etwa 15 Minuten zu Fuß. Der Abend zog sich dann reichlich in die Länge, da wir alle Duschen wollten und obwohl sich zwei bereit erklärt hatten am nächsten Morgen zu duschen, kamen wir nicht vor 0 Uhr ins Bett. Aufstehen mussten wir um 5.15 um dann früh auch fertig zu werden. Am Dienstag, den 24. September, gab es dann ersteinmal eine halbtägige Stadtrundfahrt quer durch London. Wir schauten uns die Wachablösung vor dem Buckingham Palace an und besuchten danach den Tower. Doch für den Tower blieb uns viel zu wenig Zeit, nur zwei Stunden, was gerade mal reichte, um sich in aller Ruhe die Kronjuwelen und das Gelände anzuschauen. Wenn man sich alles im Tower anschauen wollte, würde man wahrscheinlich einen ganzen Tag brauchen. Woher ich das weiß? Ich war nicht das erste Mal in London. 1999 waren wir mit der Familie dort und da haben wir uns dann auch die ganzen Rüstungen, die im Tower zu besichtigen sind, angeschaut. Nach diesem kurzen Ausflug Ging es zu Fuß dann auf die andere Seite der Themse zum London Dongeon, ein Gruselkabinett. Dann ging es wieder zu den Gasteltern. Falls es jemanden Interessiert. Die Fahrt von London (also Innenstadt) zu unseren Gasteltern, bzw. dem Treffpunkt von wo wir liefen, kostete uns immer zwischen ein und zwei Stunden, je nach Verkehr. Denn es kommt selten vor, dass Leute direkt in London wohnen, denn die Mieten dort sind sehr, sehr hoch. Weiter im Text, am Abend gab es dann Nudelauflauf. Am Abend haben wir dann erst so gegen 23.30 Uhr gelegen, dass heißt, wer vorher fertig war, hat auch schon vorher geschlafen. Doch so kurz nach 0 Uhr: Piepiepiepiep, Piepiepiepiep … “Happy Birthday to you, Happy Birthday to you…” Tja, da hab ich dann ein Ständchen gekriegt. Nur zwei Leute haben den Wecker nicht gehört und sind nicht aufgewacht. Egal. Die Überraschung war perfekt. Am nächsten Morgen im Bus hab ich dann noch ein Ständchen von der ganzen Klasse bekommen. *g* An diesem tollen Tag waren wir bei Madame Tussauds, das Wachsfigurenkabinett. Äußerst cool. Sollte man wirklich gesehen haben! Hab mich dann also mit allerlei Leuten fotografieren lassen, danach noch ein paar Postkarten und Briefmarken gekauft. Für eine Briefmarke nach Amerika musste ich mir sogar noch extra eine Post suchen. o_O Egal, danach ging es dann zum Harrods, ist euch bestimmt ein Begriff. In diesem super teuren Kaufhaus hat kaum einer was gekauft. Meine Freundin und ich haben nach einer Kleinigkeit gesucht, um so eine Tüte zu bekommen, aber wir wurden nicht fündig, also haben wir es am Ende doch gelassen und uns bei McDonalds reingesetzt. Dort oder bei Burger King haben wir übrigens jeden Tag Mittag gegessen, denn etwas anderes konnte man sich kaum leisten. Am Abend fuhren wir dann zum Musical. “We will rock you” Ganz so sah das am Ende aber nicht so aus. Während unsere Leute versuchten Stimmung zu machen und aufstehen wollten, klatschten die Britten nur und brauchten eine Ewigkeit um in Stimmung zu geraten… Erst als es dann darum ging Zugabe zu klatschten standen sie auf… Wir kamen dann erst recht spät zu Hause an, wann weiß ich nicht mehr… Nach 0 Uhr bestimmt. An dem Abend mussten wir aber noch unsere Sachen packen und duschen wollten wir natürlich auch. So war die letzte von uns erst so um 2 Uhr im Bett, aufstehen mussten wir dann aber trotzdem wieder um 5.15 Uhr. Ihr könnt euch also an einer Hand abzählen, wie lange wir geschlafen haben. Am nächsten Morgen konnten wir dann erst verspätet los, da einige sich nicht ganz an den Zeitplan hielten. Wir besichtigten Windsor Castle, aßen mal wieder bei McDonalds und versuchten unsere letzten Pfund auszugeben. Danach ging die Fahrt Richtung Dover los. Etwa gegeben 18 Uhr setzten wir mit der Fähre über. So hatten wir sogar einen Sonnenuntergang mit im Programm. :) Was das Wetter angeht: Das war eigentlich ganz schön ok. Man hätte die ersten Tage sogar im T-Shirt rumlaufen können. Erst am letzten Tag, am Freitag, zog es sich zu und es kamen ein paar Tropfen herunter. Alles in allem war diese Fahrt absolut klasse. Zwar hätte ich mir etwas mehr Schlaf gewünscht, aber was soll’s… Wer das eine will, muss das andere mögen. ;) Mit unserem Englisch sind wir eigentlich auch gut hingekommen. Es hat gereicht um unseren Gasteltern zu erzählen was wir so Tag für Tag gemacht haben, sich bei McDonalds was zum Essen zu bestellen und nach einer Post zu fragen. Viel mehr mussten wir ja nicht machen.

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